Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Journal
- Bericht über die Jacobson-Schule, Realschule mit (Reform-)Realprogymnasium (nach dem Frankfurter Lehrplan) zu Seesen am Harz
- Volume
- von Michaelis 1867 bis Ostern 1871 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
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13 beschwüren, und Finn zahlte schweres Geld zur Sühne aus dem Schabhause. Am Morgen werden die Gefallenen feierlich verbrannt. Die arme Hildeburg, welche selbst Söhne und Brüder im Kampfe verloren hatte, läßt ihren auö der Schlacht geretteten einzigen Sohn als Todtcnvpfcr H n af'8'Scheiterhaufen besteigen und von der Flamme verzehren. Beider Volker Blüthe war in diesem unseligen Kampfe gebrochen. Nun begaben sich Alle, welche der Kampf noch übrig gelassen, zusammen nach FricSland, dem eigentlichen Wohnsitze Finu's, und hier blieb auch Heugest während des leichenfarbenen Winters, durch EiZ und winterliche Stürme an der Heimfahrt verhindert. Nachdem aber der Winter geschwunden war und lieblich sich zeigte der Erde Busen, da dachte auch Hengest den erlittenen Unfall zu rächen, und fort trieb es ihn in die Heimath. Doch ihm war cs nicht beschicken, seinen Plan zn vollführen; er siel durch das Schwert des Juten Hunlafing. Schwere Sühne indessen heischten seine wackern Genossen Gudlaf und Oslaf; wiederum entbrennt mörderischer Kamps in der Halle; Finn selbst wird erschlagen und Hildburg nebst den Schätzen der Skildiugc auf beutcbeladeueu Schiffen hcimgeführt zu dem Laude der Dänen. (Nach Grein.) Das Lied war beendet; Freude lebte wieder auf, Jubel schallte von allen Bänken; die Schenken boten Wein an8 Krügen von wunderbarer Arbeit. Da trat Wealchtheow, mit goldener Krone geschmückt, zu ihrem Gemahl, welcher ohne Arg neben seinem Neffen Hrodnlf saß; ihnen unfern hatte der Sänger Hu uferd zu den Füßen seines Herrn Platz genommen. Die herrliche Frau ermunterte ihren Ehcherrn, freigebig zu sein mit herzerquickendem Worte und prächtigen Geschenken gegen Beownlf und seine Geaten; er möge sich jeglicher Sorge ratschlagen, weil Hrodnlf ohneZweiftl treulich ihre Kinder beschützen werde, wennHrodgar vor jenem ans der Welt scheiden sollte, und sicher vergelten, was sic ihm in seiner Unmündigkeit Gutes erwiesen hätten. Daraus begab sie sich zu ihren Sprößlingen Hredric und Hrodmund, welche sich zu den Jünglingen gesellt hatten; bei den Königssöhnen saß auch der treffliche Beo Wulf.