Mannheim
Compact Memory

KC-Blätter · 1931-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1931) · p. Seite 49

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Heft 2-3 (Februar 1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 49 (sequence 35)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2268830-2268996-2269001--3936-3523981
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nachr.-Heft K. C.« Blätter 49 Hotel stattfand, einen Vortrag über „Jüdischer Akademiker und jüdischer Mittelstand". Bei diesem Vortrag konnten wir eine Anzahl Gäste und Keilfüchse begrüßen, sowie Kbr. Kbr. aus München und.Berlin, mit denen wir noch nach dem Vortrag einige gemütliche Stunden verbringen konnten. Wir möchten Kbr. Berlak nochmals für seine Bereitwilligkeit danken, mit der er unsere Arbeit unterstützte. Eine Anzahl Bbr. Bbr. konnte bei unserem lieben Kbr. Birk und dessen junger Gattin in Gemünden a. Main einige gemütliche Stunden verleben und damit alte Beziehungen wieder anknüpfen: die Verbindung zwischen Gemünden und Würzburg wird auch in den kommenden Semestern bestehen bleiben! Aus Anlaß der nationalsozialistischen Ausschreitungen vor dem Stadttheater während der Vorstellung des Moskauer Künstler-Theaters „Habima" wurde von jüngeren jüdischen Führern aus allen Lagern eine „Jung- Jüdische Vereinigung 1930" begründet, die sehr schnell eine beträchtliche Mitgliederzahl erwarb; ihr Ziel ist es, planmäßige Abwehrarbeit zu treiben; zu diesem Zwecke soll die jüdische Jugend Würzburgs zunächst in den Grundlagen der Selbstverteidigung ausgebildet, später werden auch Rednerkurse eingerichtet werden. Unsere Bbr. Bbr. und Kbr. Kbr. traten der Vereinigung geschlossen bei und besuchten die Jiu-iJtsu-Abend offiziell. Weiter nahmen wir an den von der Universität veranstalteten Pslichtturnabenden und den sonntäglichen Waldläufen teil. Bei den Universitätsmeisterschaften im Waldlauf konnten wir dank unseres intensiven Trainings einen schönen Erfolg buchen: wir wurden Sieger im Mannschaftslauf für kleine Korporationen und gewannen somit zum ersten Male den bronzenen Wanderpreis der Universität, auf dem nun neben anderen Korporationen auch unser Name stehen wird. Das Amt für Leibesübnngen bescheinigte uns in einem Gratülationsbriefe, daß wir diesen Erfolg nur einer „ungewöhnlich ernsten sportlichen Auffassung" verdanken. Wir chargierten zur Reichsgründungsfeier, bei der der derzeitige Rektor, der Jurist Kreß, ausgehend von den Worten „Freie Bahn dem Tüchtigen", ein Bekenntnis zur Demokratie ablegte. — Bei dem in Würzburg veranstalteten Pauktage einer l. K. V. Viadrina mit der Salia übernahmen unsere Vundesbrüder Cohn und Spier zwei Partien. Wir laden unsere Kartellbrüder schon jetzt ein, das Sommersemester in unserer schönen Mainstadt zu verbringen; der Zusammenhalt der Bundesbrüder wird jetzt, wo wir ein Heim besitzen, ein noch engerer sein; wir hoffen, daß auch Kartellbrüder, die auf dem Gebiete des Sports etwas leisten, im Sommer nach Würzburg kommen, damit wir unseren sportlichen Ruf weiter festigen können. P e r s o n a l ia: Wir philistrierten unsern lieben Pumpel Löb, der sein medizinisches Staatsexamen mit sehr gut bestand und gleichzeitig promovierte (noch herzlichen Dank, lieber Pumpel, für die gemütliche Examens- und Abschiedskneipe); wir gewährten unserm a. B. Weikersheimer (Lic. i. a. B.) den ehrenvollen Austritt; unser a. V. Ephraim schied dadurch, daß er sich bei einer l. K. V. Sprevia nach bestandenem Referendarexamen philistrieren ließ, aus unserer Verbindung automatisch aus. Schließlich rezipierten wir die Brander Gabrielski und Rolf Herz. A. A. B. Friburgo-Ghibellmia E.B. Aus dem Bericht, den unsere l. Verbindung Neo-Friburgia versandt hat, ersehen die Bundesbrüder, wie das Verbindungsleben sich im eigenen Hause abspielt. Die einmalige außerordentliche Hausumlage ist noch nicht von allen Vundesbrüdern bezahlt worden. Wir bitten die säumigen Bundesbrüder dringend, die Amlage (gegebenenfalls in Raten) an den Verwalter der Hauskasse, Bbr. Or. Siegfried Hein, Freiburg i. Br., Friedrichstr. 45 (Postscheckkonto Karlsruhe i. B. Nr. 31024) einzusenden. Nur bei pünktlicher Erfüllung unserer Zahlungspflichten ist es möglich, unseren Hausetat, der naturgemäß in der ersten Zeit durch einmalige Ausgaben für Reparaturen usw. stark belastet ist, in Ordnung zu halten. Auch einige Zeichner von freiwilligen Spenden für das Haus haben die von ihnen übernommenen Zahlungsverpflichtungen noch nicht ganz erfüllt. Auch diese Bundesbrüder

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.