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KC-Blätter · 1931-02-01 · Heft 2-3 (Februar 1931) · p. Seite 47

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Heft 2-3 (Februar 1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 47 (sequence 33)
Language
German
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Nachr.-Heft K. C.-Blätter 47 Judentum", „Protestantismus, Katholizismus und Judentum", „Nationalsozialismus". Es gelang uns, christliche Kommilitonen zur Aebernähme einiger in diesem Programm aufgestellten Themen zu gewinnen. Leider sind die Erwartungen, die wir auf das Interesse nichtjüdischer Kommilitonen setzten (es wurden neben einzelnen Kommilitonen folgende Verbände korporativ eingeladen: Katholische Korporationen, Iungdeutsche Studentengemeinschaft, Sozialistische Studenten gruppe und Republikanischer Studentenbund), durch den schwachen Besuch unserer beiden ersten Abende dieser Art (Themen: „Revolution und Judentum", „Sozialismus und Antisemitismus", Referenten: Bbr. Willy Gottfeld, conck. jur. Iäcker) enttäuscht worden. Wir wollen versuchen» im nächsten Semester auf der Basis dieses Programms weiterzuarbeiten und hoffen, das Interesse der Kommilitonen für die Beteiligung an dieser Aufklärungsarbeit noch bis dahin zu gewinnen. Wir danken an dieser Stelle dem Centralvereinssyndikus Herrn Sabatzki, der uns liebenswürdigerweise bei dieser Arbeit unterstützt hat. Außerdem beteiligen wir uns, wie schon früher, an der Aufklärungsarbeit des Republikanischen Studentertbundes, dessen Vorstandsmitglied unser H. S. P. V. ist. — Die Krawalle an der Albertina dürften durch die Tageszeitungen genügend bekannt sein. Es sei hier nur hervorgehoben, daß sie keinen antisemitischen Charakter annahmen. — Erst kürzlich ist an der Universität ein „Ausschuß für deutsche Minderheitenpolitik" gebildet worden, der die Hochschulgruppen von den Deutschnationalen bis zu den Sozialisten umfaßt und unter Protektorat der Universität steht. In diesen Ausschuß haben wir Bbr. Wittkowski als Vertreter entsandt. Es wurden Vorträge von bekannten Persönlichkeiten, u. a. Generalsekretär Amande, gehalten. In Aussicht genommen sind Vorträge von Major v. Lösch, Dr. Sahm (Danzig), an denen wir teilnehmen. In diesem Semester wurde von zionistischer Seite der Versuch gemacht, in Königsberg eine „Allgemeine jüdische Studentenschaft" zu gründen, die alle, auch ausländische jüdische Studenten an der Albertina umfassen sollte. Da eine Einigung auf der Grundlage, wie wir sie im vorigen Semester in unserm Aufruf zur Gründung einer Arbeitsgemeinschaft aller deutschen jüdischen Studenten gegeben hatten, nicht möglich war. verhinderten wir diese Neugründung, da wir auf dem Standpunkt stehen, daß nur deutsche Staatsbürger die Rechte der deutschen Juden an der Universität vor Rektor und Senat wahrnehmen können. Auch könnte eine solche Gründung nur zu leicht den Anschein einer jüdischen Minderheitsgruppe erwecken und könnte leicht bei der Neuregelung der Studentenschaft als Argument für eine Regelung nach Studentennationen, wie sie in Wien vorgenommen ist, ausgenützt werden. Um die Beziehungen zu den ostpreußischen jüdischen Religionslehrern, die wir schon im vorigen Jahre mit gutem Erfolge angeknüpft hatten, weiter zu befestigen, veranstalteten wir anläßlich der jüdischen Religionslehrertagung in Königsberg einen B'.erabend. Der rege Besuch besonders aus der Provinz und die interessierte Aussprache, die sich an das Referat Bbr. Sternfelds: „Jüdische Jugend in der Gemeindearbeit" anschloß, bewiesen uns, daß unsere Tendenz durchaus die Anerkennung der jüdischen Iugenderzieher Ostpreußens gefunden hat und daß wir auf eine Zusammenarbeit mit ihnen rechnen können. Unsere Arbeit im internen jüdischen Kreis erstreckt sich vor allem auf die Zeitung und Ausgestaltung derC. V.- Iugendabende. Bei internen Verbindungsvorträgen wurden folgende Themen behandelt: „Entwicklung des Zionismus", „Zionismus und Araberproblem", „Iewish Agency, Keren Hajessod und Keren Rajaneth in ihrer Bedeutung für den Zionismus". Zum 250jährigen Gemeindejubiläum der Könrgsberger Gemeinde chargierten wir in der Neuen Synagoge. Gemäß den Richtlinien des G. A. sind wir bemüht, unsere körperliche Leistungsfähigkeit dadurch zu steigern, daß unsere Aktivitas einen Boxkurs für Fortgeschrittene milmacht. Außerdem haben wir ein Fechtoffizium in der Woche. Wir glauben über die geselligen Veranstaltungen mit und ohne Damen und Kneipen nicht besonders berichten

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