Mannheim
Compact Memory

KC-Blätter · 1912-05-01 · Heft 8 (1.5.1912) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 8 (1.5.1912)
Date
1912-05-01
Page
Seite 4 (sequence 24)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2268830-2268846-2268855--0449-3522618
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

4 E. R. E.R. Jaeobsohn, Liepmann, Steinberg, Loebinger. Heimann, Neugartett. Es gelang uns bisher. 3 krasse Füxe zu gewinnen: Frankel aus Breslau. Jelinewski aus Hamburg. Guttmann aus Stettin. Hoffentlich werden wir durch eine um so größere Anzahl krasser Füxe entschädigt. e. g. Sprevia. Zutn Schluß des vorigen Semesters und" in den Ferien änderten sich nachstehende Personalien-. Es wurden philistriert Sternberg; inaktiviert wurden Rosenthal. Feilchenfeld, Böhm, Wedel, LowinSky. Es schieden aus der Cprevia aus: Hellwitz, Haase, David, Hugo Levy, Radt, Richard Jarecki. Alfred Levy und Goldschmidt wurden rezipiert. Reu eingetreten sind: stud. iur. Fritz Krenutt aus Berlin, Bärwaldtftr. <>H und stud. med. Erich Weltmarm aus Berlin, Tile Wardenbergstr. 27. M. B. K. tz.-Stammtisch Arivnrgia-Ftönigsverg. Seme sterbericht. ^»achdem schon lange die Absicht bestanden hatte, in Königsberg eine $. C.-Berbindung aufzumachen, konnte dieser Gedanke endlich in diesem Winterfemester in die Tal uurgesetzt werden, da gerade im vergangenen Semester eine so große Anzahl 5k. C.- Burschen wie wohl noch nie vorher in Königsberg vereint war. Ein günstiger Boden für die Gründung wurde geschaffen durch die im November erfolgte Schaffung eines jüdischen Jugendvereins, der vom Zentralverein Deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens die Erlaubnis erhielt, sich als Jugendgruppe desselben zu bezeichnen, ohne jedoch sonst irgendwie organisch mit dem Zentralverein verbunden zu sein. Dieser Jugendverein. dessen Gründung mit aus dein Grunde erfolgte, um eine wirksame Gegenbewegung einzuleiten gegen die hier durch den B. I. St. sehr energisch organisierte zionistische Bewegllngundumeinen Sammelpunkt zu bilden für diejenigen Juden, die. ohne Zionisten zu sein, an jüdischen Fragen Interesse haben lind am Kampf gegen den Antisemitismus sich beteiligen wollen, nahm mit geringfügigen Veränderungen den $ 3 des K. E.-Statuts in sein Statut auf. Die Gründung rief in der .Königsberger Gemeinde lebhaftes Interesse hervor, auch ein großer Teil der vorher Indifferenten bekam Interesse für jüdische Fragen, und von mancher Seite wurde der Wunsch ausgesprochen, es möge der 5k. E. in Königsberg anfmachen. (Freilich hörten gar viele Leute in diesen Wochen zum ersten Mal von der Existenz eines K. C.l!) So war denn die Gründung des K. E.-Stammtisches auch in dieser Richtung eine wahlberechtigte, sie ging wie selbstverständlich aus dem Streit der Meinungen hervor. Nachdem die vorläufigen Statuten vom Rektor genehmigt waren, konnte am 22. 1. 12. der erste Konvent stattfinden. Die Gründer, die dem K. C-Stammtisch sämtlich als a. B. a. B. beigetreten, sind: 1. Alfred Arnsdorfs (Spreviae,) Tierarzt 2. Hugo Ehrlich (Spreviae! Referendar. 3. Dr. jur. Georg CohnlLieariae) Rechtsanwalt. 4. Dr. mcd. Walter Levy -Licariae) Arzt. 5. Kurt Rosenbaum (Licariae) cand. jur. .. 6. Martin Rosenthal iO. B. G. Spreviae) cand jur. aus Liebemühl O /Pr. 7. Mar Berger (Licariae) stud. mcd. dent. 8. Bruno Beermann (Ghibettiniae) 8tud. med. Im Laufe des Semesters traten in den Stammtisch ein: 9. Walter Lehmann, stud. iur. ans Wehlau O./Pr. am 22. 1. 12. 10. Hans Werner Wotlenberg. stud. med. ans Königsberg i. P. Bergplatz 3 am 6. 2. 12. 11. Kurt Laser, stud. jur. aus .Königsberg i. P. Prinzessinftraße 3a am 6. 2. 12. 12. Walter Oscher. cand. med. dent. aus Königsbei g i.P. Kneiphöfsche Hofgasse 22/23 am 10. 2. 12. 13. Verthold Lazar, stud. jur. ans Königsberg i. P. Bergplatz 15 am ll. 3. 12. 14. Siegfried Leß, stud.. iur. aus Königsberg i. P. Königstraße als O. V. G. am 18. 3. 12. Oscher wurde bereits am 25. 3. 12. im Hinblick auf seine vorgeschrittene Semesterzahl und aus mehrere Säbelpanieen, die er gefochten hat, rccipiert. An die Oeffentlichkeit traten wir. wie bereits berichtet, mit einem Aufruf an die Philisterschaft und einer'glänzend verlaufenen Gründungskneipe. Den hiesigetl Korporationen machten wir infolge einer Waffenangelegenheit bereits Ende Februar Mitteilung von unserer Gründung, nicht erst, tvie wir ursprünglich beabsichtigt hatten, bei Beginn des Sommersemesters. Der Fechtboden wurde täglich bei dem Uuiversitätsfechtlehrer in der Paloestra Albertina abgehalten. Bon der Anlegung eigener Waffen haben wir vorläufig selbstverständlich aus Opportunitätsgründen Abstand genommen. Es stiegen bisher zivei Partien, einmal Pistolen. 2 maliger Kngelwechsel. Beide Paukanten blieben unberührt. Ferner eine schwere Säbelpartie, in der wir nach 35 Gängen abgeführt wurden. Der theoretischen Ausbildung der Buudesbrüder wurde neben dem Tendenzunterricht dadurch Rechnung getragen, daß wir offiziell die Vortrags¬ und Diskussionsabettde des jüdischen Jugendvereins besuchten Die Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: Rosenthal X, F. W. nach innen. S.W. Beermann XX, F.M. für Tendenz, K. W. Berger XXX Ehrlich F. M. für Comment, F.W. nach außen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.