Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 733 (16.2.1938)
- Date
- 1938-02-16
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 733. — Wien, Mittwoch, 16. Februar 1938. DIE STIMM1 Soli# 5 und alle seine Kräfte für die Errichtung des jüdischen Heimes in Erez Israel zu konzentrieren. Die zionistische Jugend Österreichs erachtet es als ihre Pflicht, auch auf diesem Gebiete ohaluzische Aufgaben auf sich zu nehmen. Sie erklärt daher feierlichst, daß sie sich organisatorisch zu einem Merkas Lanoar zusammen schließt und zwar auf folgender Grundlage: 1. Jeder zionistische Jugendbund behält weiterhin seine Autonomie; 2. alle Aufgaben, die gemeinschaftlich durchgeführt werden können, erfolgen gemeinschaftlich; 8. alle Bünde verpflichten sich zu gegenseitiger Achtung und zu Toleranz; 4. Gegenstand der Beratung und Durchführung bilden bloß Angelegenheiten, die allen gemeinsam sind; 5. in prinzipiellen Fragen gilbt es keine Übereinstimmung; 6. jeder Bund entsendet einen Vertreter in den Merkas.“ Sonntag, den 13. d., trat der neugeschaf-' fene Merkas Lanoar zusammen. Es wurde eine Maskirut (Sekretariat) geschaffen, be- ‘ stehend aus einem Vertreter der religiösen5 Jugend, der Binjan-Haarez und der allgemeinen zionistischen Jugend. Es wurde fest- < gesetzt, daß für das erste halbe Jahr ein' Vertreter der Allgemeinen Zionisten B, für das zweite einer der Allgemeinen Zionisten A und im dritten der Judenstaatsjugend den Allgemeinen Zionismus in der Maskirut. vertreten solle. Folgende Arbeiten sind in Aussicht genommen: 1. Die Wiederauflebung des Rösch Chodesch: an diesen Tagen soll die ganze Jugend zu einer gemeinsamen, von den JugendWinden bestrittenen Feier Zusammenkommen; 2. die Errichtung eines Musterkurses für Hebräisch. Ee sollen je 8 bis 5 Mitglieder der Bünde in einem Kurse unter Leitung eines ergo.Vnen, erfahrene und großes jüdisches Wissen besitzenden Lehrers mindestens vier-! mal wöchentlich lernen, mit dem5 Ziele, nach einem Jahre mit Hilfe eines j Wörterbuches Weiterarbeiten zu können; I 3. alljährliche SeminaTC für die Jugend-1 führer; 4. Repräsentanz nach außen. Die Maskirut wird jeden zweiten Sonn-| tag zusammentreten, der Merkus Lanoar; einmal monatlich. Der Merkt« Lanoar wird mit Jerusalem, dem Merkas Lanoar in Polen und in Österreich mit der Kultusgemeinde den Kontakt pflegen. Deutschfand macht mit Ehrlichs Namen Reklame In dem Internationalen Ärztlichen Bulletin“ (Prag XII) ist zu lesen: „Den Packungen der Panflav in -Tabletten, die von Deutschland exportiert werden, ist ein Reklameheftchen beigefügt, Darin wird darauf hingewiesen, daß dieses Präparat ,einer Anregung GeheimratProf. Dr. Paul E h r 1 i c h s zufolge in den Laboratorien der I. G. Farbenindustrie A.-G. zuerst hergestellt1 wurde. So macht man mit dem Namen des berühmten jüdischen Forschers Propaganda im Auslandgeschäft, ohne Scheu zu empfinden. In Deutschland seihst verfemt man alle jüdischen Ärzte und ein Gauleiter Streicher darf die größten Koryphäen der deutschen Medizin, darunter Paul Ehrlich, als Verbrecher bezeichnen.“ Tschechoslowakei verurteilt Boykotthetze In der Februamummer der von Universitätsprofessor Dr. Foltin herausgegebenen „Prager juristischen Zeitschrift“ wird eine Entscheidung des Disziplinarsenats des Obersten Gerichtshofes der Tschechoslowakischen Republik publiziert. Ein Prager Rechtsanwalt hatte in einem Flugblatt „Deutsche Liga zur Bekämpfung jüdischer Anmaßung“ zur Boykottierung der jüdischen Rechtsanwälte durch die Worte: „Ehrlos handeln die Deutschen, welche jüdische Rechtsanwälte verdienen lassen“ aufgefordert. Er wurde deshalb s t ra f gerichtlich wegen Aufreizung zu feindseligen Handlungen gegen einzelne Gruppen der Bevölkerung wegen ihrer Rasse und Religion zu zwei Monaten strengen Arrestes verurteilt. Das Disziplinarverfahren endete in erster Instanz mit seiner Freispre ciaing, weil das Strafgericht in seinem Erkenntnis ausgesprochen habe, daß der Be- : schuldigte die Tat nicht aus niedrigen und j ehrlosen Beweggründen, sondern wegen sei-, | ner politischen Gesinnung begangen habe. Der Disziplinarrat des Obersten Gerichtshofes hat nun dieses freisprechende Erkenntnis aufgehoben und den Beschuldigten des Vergehens der Beeinträchtigung der Ehre und des Ansehens des Rechtsanwaltstandes schuldig erkannt. In der Begründung wird gesagt: Im vorliegenden Palle hat der Beschuldigte die strafbare Handlung anonym unter der Benennung „Deutsche Liga zur Bekämpfung jüdischer Anmaßung“ begangen, somit versteckt einen Angriff gegen Angehörige seines eigenen Standes unternommen. Die Äußerung in dem Ftagblatte, daß „ehrlos die Deutschen handeln, welche jüdische Rechtsanwälte verdienen lassen”, spricht dafür, daß es sich hier nicht um irgend welche Ideale handelt, sondern um den Konkurrenzkampf beim Erwerb. Eine solche Art der Konkurrenz ist aber unvereinbar mit der Würde des Rechtsanwaltsstandes und stellt daher das Vergehen der Beeinträchtigung der Ehre und des Ansehens des Rechtsanwaltsstandes dar. Dizengoffs künstlerisches Vermächtnis Von Dr. Karl Schwarz, Direktor des Museums Tel-Aviv. Der Aufbau Palästinas, der in wenigen Jahren neue Industrien, Siedlungen und Städte geschaffen hat, findet überall bewundernde Anerkennung. Was aber noch nicht zum vollen Bewußtsein der Welt gekommen ist — seihst derer nicht, die das Land aus eigener Anschauung kennen gelernt haben —, ist die geistige Struktur, unter der sich dieses, wir dürfen wohl ruhig sagen, beispiellose Aufbauwerk vollzieht. Es wird in Erez Israel unter Bedingungen gearbeitet, die dem Außenstehenden unvorstellbar sind. Die Kräfte eines jeden werden bis zum äußersten beansprucht. Diese Anspannung ist aber nur durch die seelische Einstellung für den Palästinagedanken möglich. Sie ist nur durchführbar, wenn neben dem Materiellen auch das Geistige entwickelt wird, das heißt, daß diese Arbeit nicht in Geistlosigkeit und Routine untergeht. Eg genügt nicht, daß wir Kindergärten und Schulen haben. Es ist unsere Pflicht, dafür zu sorgen, daß die kommende Generation nicht ärmer heranwächst als die Jugend anderer Länder. Kunst und Geisteswissenschatten. das Schöne und Erhabene, die allgemeine Bildung, gehören ebenso zum Leben eines Volkes, wie Nahrung zur Erhaltung des Körper. Der Jischuw macht von sich aus die größten Anstrengungen, um diese Werte zu schaffen. Man baut Schulen, gründet Abendkurse, veranstaltet Konzerte und Vorträge (die -wohl kaum in einem anderen Lande so stark besucht werden wie hier), errichtet, Bibliotheken. Theater- und Museumsbauten und wissenschaftliche Vereine der verschiedensten Art. Tel-Aviv, das 1910 aus insgesamt 69 Häusern bestand, hat heute allein 90 Schulen, eine städtische Bibliothek, die Bibliotheken des Achad-Haam- und des Bialik-Hauses und des Architektenverbandes, die hebräischen Theater Habimah und Ohel und sechs Konzertsäle. Aber alle diese Institutionen, die fast nur aus privaten Mitteln erhalten werden, reichen bei weitem nicht hin, um den geistigen Hunger zu stillen. Während die literarischen und musikalischen Institutionen leichtere Existenz- und Expansionsmöglichkeiten haben, ist es für die künstlerischen desto schwieriger. Und gerade sie sind für die Bildung des Geschmackes und der Ästhetik, ohne die dem Volke ein wichtiger Lebensnerv fehlt, von eminenter Bedeutung. In künstlerischer Beziehung klafft Mer eine Lücke, die um so bedauerlicher ist, da wir viele begabte Kräfte haben, die hier mehr oder weniger verkümmern. Man hat ln Jerusalem eine Kunstschule eingerichtet, den „Neuen Bezalel“, der recht gut arbeitet, aber noch viel zu klein ist, um den Ansprüchen nachkommen zu können. Was die Universität, für die Geisteswissenschaften ist, will das Museum Tel-Aviv für die Kunst sein. Das Land braucht eine künstlerische Zentralstelle, eine Stätte, an der jung und alt künstlerische Anregungen, Erbauung und Belehrung findet. Kunst ist kein Luxus, sondern bedeutet erweiterten Lebenshorizont, ist letzter und subtilster Ausdruck unserer Geistigkeit. Ein Volk ohne Kunst ist eine kulturlose Horde. Unser Volk ist nicht kunstlos, nur kunstarm. Tel-Aviv, die vorwärtsstrebende jüdische Stadt, ist der Ort, wo ein lebendiges Leben auch künstlerische Anregungen erheischt. Das Museum Tel-Aviv, die Gründung des weitblickenden Bürgermeisters D i z e ngoff, hat sich in den wenigen Jahren seines Bestehens bereits zu einer bedeutenden Sammlung moderner Kunst entwickelt. Kunstwerke aus der ganzen Welt geben einen Überblick über das Kunstschaffen und -wollen der verschiedenen Völker, der verschiedenen Kunstströmungen und -an Behauungen. Auch die Leistungen unserer jüdischen Künstler werden hier in hervor- 1 nagenden Beispielen gezeigt. i Im Frühjahr 1936 konnte das Museum einen stattlichen Neubau beziehen, der eine Sehenswürdigkeit Tel-Avivs bildet. Seitdem sind die Sammlungen wesentlich gewachsen, das Allgemeininteresse ist außerordentlich gestiegen, aber auch der Aufgabenkreis größer geworden. Dieses Institut hat. sich bisher ganz aus privaten Mitteln entwickelt, ist unter großen finanziellen Schwierigkeiten aus kleinsten Anfängen emporgestiegen. Seine Kunstschätze verdankt es der Opferwilligkeit, von Kunstfreunden aus aller Welt. Dizengoff, der Schöpfer des Museums, der als erster die Wichtigkeit einer künstlerischen Zentralstätte für die neue im Werden begriffene Gemeinschaft erkannt hatte, gab sein ganzes Können und Vermögen dafür hin. Und ale er im Vorjahre die Augen schloß, hat er in seinem Testament mit bewegten Worten dieses sein Erbe dem jüdischen Volk hinteriassen: „Einen großen Teil meines Lebens habe ich dieser Stadt gewidmet, und jetzt, da ich aus ihrer Mitte scheide, übergebe Ich ihr mein Lieblingskind, mein geliebtes Museum. Pfleget und hütet es, denn es steckt ein Segen darin und wird in Zukunft zum Glanz und Ruhm der Stadt werden. Und wenn euch mein Andenken lieb und wert ist, so sorget für seine Zukunft. Dann werde ich ln Frieden in eurer Mitte ruhen, inmitten meines Volkes und dieser Stadt, die ich so unendlich geliebt.“ Im. „Geiste Dizengoffs und zu Ehren seines Andenkens ist das Museum inzwischen weiter ausgebaut worden. Wir sehen unsere Aufgabe darin, nicht nur eine immer vollkommenere Galerie von Gemälden, Plastiken und Graphiken zu schaffen, sondern im wahren Sinne eine Bildung«- und Erziehungsstätte der Kunst zu sein. Diesem Zwecke dienen didaktische Ausstellungen, .Vorträge und Vortragszyklen. In den letzten Monaten konnte das Museum durch einen Anbau erweitert werden. Es wurde ein besonderer graphischer Ausstellungssaal geschaffen, in dem periodische Ausstellungen aus den Beständen der ungefähr 6000 Blatt umfassenden graphischen Sammlung stattfinden werden, und, als besonders wichtige und einem dringenden Bedürfnis nachkommendfi Einrichtung, eine Kunstbibliothek. Eine Kunstbibliothek fehlte bisher vollkommen. Es gab keine Stelle, wo man sich über künstlerische Fragen orientieren konnte, wo es Kunstzeitsehriften gab, wo unsere, Künstler und Kunstgewerbler Vorlagen fanden. Die Bibliothek will der Allgemeinheit dienen; sie ist eine Präsenzbibliothek, die alle Gebiet«: der Kunst umfaßt. Sie hat einen Lesesaal, in dem auch Kunstmappen und Kunstblätter ausgelegt werden. Sie beginnt mit einem Bestand von zirka 3500 Bänden in allen Sprachen und setzt sich vorläufig aus drei Privatbibliotheken zusammen, die uns überlassen wurden. Es ist erst ein Anfang, der dringend des Ausbaues bedarf. Wir brauchen alles erreichbare Material an Büchern über Kunst: allgemeine Schriften, Biographien, Nachschlagewerke, Lexika, Zeitschriften, Kataloge. Die Bibliothek ist nach folgenden Gesichtspunkten geordnet: allgemeine Kunstwissenschaft, Essays und Abhandlungen über Kunst, Archäologie des Orients. Architektur. Plastik und Kunstgewerbe. Malerei, Graphik und Zeichnung, Juda-iea, Zeitschriften und Lexika. Das Museum Tel-Aviv hat sieh in der kurzen Zeit seines Bestehens bereits bewährt; es ist eine Pflegestätte künstlerischen Leben« geworden. Das Museum ist heute keine Privatangelegenheit mehr, sondern Sache der Allgemeinheit, Deshalb muß eich auch die Allgemeinheit darum kümmern und dazu beitragen, das es weiter wächst. Jeder einzelne aber kann sein Interesse dadurch bekunden, daß er durch Buchspenden die Vergrößerung der Bibliothek fördert. Man bedenke, wieviel Bücher oft nutzlos in den Häusern herumliegen, wieviel Bücher verschleudert werden! Hier kommt jedes Stück zur Geltung, bildet einen Baustein zur Errichtung einer immer lückenloseren Bibliothek. Keiner sage, daß man seiner Mitarbeit nicty bedürfe, daß es auf sein Schärflein nicht ankomme. Wir wenden uns an alle: an Büchersammler und Bücherfreunde, an Graphiksammler und vor allem an die Verlage und Verleger. Wir sind weder in der Lage noch gewillt, eine großzügige Propaganda zu betreiben. Das Werk spricht für sich und das Andenken an den Mann, der die erste jüdische Stadt gegründet hat, der Name Dizengoff allein sollte jeden an seine Pflicht gemahnen: nach seinen Kräften mitzuwirken an dem Ausbau des ersten Museums in der ersten jüdischen Stadt der Welt! In Wien besteht eine besondere Sammelstelie des Museums Tel-Aviv: Adresse: Frau Anny Großkopf, Wien, III., Rennweg 80, Tel. B 51-5-74 (für Anrufe und Auskünfte täglich von 10 bis 12 Uhr). Theodor-Herzl-Jahrbuch*) Der Gedanke, die Herzl-Forschung in Jahrbüchern zusammenzufassen, ist mehr als ein Akt der Pietät, wie er auch nicht _ nur der Freude an historischen Reminiszenzen und Kuriositäten entspringt. Tulo N u s s e n b 1 a 11, wohl der einzige, der diese Arbeit, leisten kann, war sich von Anfang an der Aufgabe bewußt, durch die Beschäftigung mit der Vergangenheit de* Zionismus der Gegenwart zu dienen. Denn es bleibt für eine so vielseitige Bewegung, wie es der Zionismus ist, dauernd notwendig, sich an dem Wollen und der Leistung des Schöpfers der Bewegung zu orientieren; besonders aber zu einem Zeitpunkt, da ideologische und organisatorische Krisen vieles problematisch machen, was gestern noch gesichert schien. Diesem Ziel dient Nussenblat-ts^ Leitaufsatz „Hcrzls Weg“ und Abraham Salz' „Uerzl und das Basler Programm“. Die Ausbeute, die Nuesenblatt aus dom unerschöpflichen Schatz seine« Wissen« tun Miitcri.il bietet, ist vielfältig und in jedem, einzelnen Stück interessant. So da« Jugendtagebuch des Jus-Studenten Theodor Herzl, das sich im Besitz de« „Jüdisch-wissenschaftlichen Instituts“ in Wilna befindet. Diese literarischen Besprechungen aus den Achtzigerjahren zeigen durchwegs einen ungewöhnlichen sittlichen Ernst, ohne daß die ästhetische Würdigung zu kurz kommt. Anderseits spiegeln diese Tagebuchnotizen die bitteren Enttäuschungen des von literarischem Ehrgeiz erfüllten Hersl, die lim um so empfindlicher treffen, als er von dem Gelingen dieser Pläne auch die Verbindung mit Julie_ Nasch auer, seiner späteren Frau, abhängig macht, Historisch am bedeutsamsten sind wohl die mit ungeheurem Fleiß überall aufgestöberten Briefe Herzls, die weit über die heute schon vorhandenen Biographien hinaus den heroischen Kampf um die Verwirklichung seines Ideals erkennen lassen. Ein Aufsatz Franz Köhlers „Herzl als Briefsehretber“ unterstreicht da« durchaus Neue an Herzls Briefen, daß hier nämlich zum ersten Male „ein Jude für Juden politisch handelt“. Der Briefwechsel mit Martin Bubrr, der immer wieder versucht, Herzl mit der kulturzionistischen Fraktion und ihren Ideen zu versöhnen, zeigt, die unbeirrbare Verbundenheit mit dem Freunde Max Nordau, dem Antipoden Aohad Haomg. Daneben eine Fülle oft in ihrer Menschlichkeit rührender persönlicher Eriniitirungen, wie etwa die Gustav Seidemann* und Theodor Monteserg, und die erschütternde Darstellung des Begräbnisses durch Egon Michael Zweig. Oder die unersetzbare Schilderung von Herzls Vater durch Moritz Reichenfeld und Schicks familiengeschichtlicher Aufsatz. Für ein nächstes Herzl-Jahrbuch darf wohl der Wunsch nach einer bibliographischen Zusammenstellung der Herzl-Literatur ausgesprochen werden. Daß wir hier zum ersten Male eine authentische Zusammenstellung sämtlicher Delegierten und Teilnehmer dos ersten Kongresses und wichtige Dokumente aus der Frühgeschichte dos Zionismus vorfinden, erhöht, den Wert dieser vielseitigen Publikation, durch die sich Nüssen Matt neuerdings um dir; Erforschung der Historie des Zionismu» verdient, gemacht hat. Diesem unermüdlichen Herzl-Forscher, der keine Zeit keine Mühen und keine Ausgaben scheut’ sein Lebenswerk weiterzufahren, gebührt der tiefe Dank der ganzen zionistischen Welt. w. stein. *) Begründet und herau*gegeban von Tulo Nu«senblatt (Dr. Heinrich Glanz-Verlag. Wien). Die Jüdische Kulturstelle drückt dem verdienstvollen Mitarbeiter, Herrn Oberkantor Josef Feuer, Wien XIX, anläßlich des so tragischen Trauerfalles das tiefste Mitgefühl