Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 725 (28.1.1938)
- Date
- 1938-01-28
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Sfr. m. ~ Wien, Freitag, 86. Jänner "UM, Meute — Greta Garbo-Premiere. Im Sohwa- «ten-Kino findet heute die Premiere de* neue* Greta (farbo-Filme» der Metro-GoMwvn-Maye> ..Gräfin Waiewska“ statt, welcher die Geschichte ■■'■r bertihmten polnisch«® Gräfin zurr «tegoiisjattJ hat, die jah-reiaag Napoleon! fwttadm uw! Geliebte war. Die Bolle deg Na- ,f«°R-«n wurde mit dem fra«tösfeeli-a«ierikaaij-cheri .SnuiiRpielw; Obarb* Boy« r besetzt, .he Reg«- führte Clarenre Brown. Der Vorn*- fea'ii für die nächsten Tage ist im Gang». Zum erstenmal: Ginger Rogers und Katharine Hepburn zusammen. ..Stage Door“ (Riva- Hirnen i, wh dem Bühnenstück' von Edna Fer- ( b<-r und George Kaufmann, vertrügt zum ■ bedeutendsten Scäaaspte *”-u gemein- | INIIEIt-STIAIMB Liebe Kinder! j Door“ New-York. bereite Dienstag, den 1. Februar im Rotenturm- und Votivpark Kiir. statt. Heute: „Der Gefangene von Zento«. Zu den all er größten Au* land erfolgen der letzten .Jaure zfihü der Miäioren-Füm der Umted-ArtsMg ..l^r (‘refaDtrenf* von /S^nda,“. 4er heule na Elite- und Opern-Kmo zur Erstaufführung gelaiigt. Die männheli« Hauptrolle verkörpert Konald Co! man; es ist eine Doppelrolle. Die weibliche Hauptrolle spielt Madelaine Carr.jlJ „Der dritte Grad“ — beute. Ein uraltes Mißverstehen zwischen den nördlichen und siidflehen Staaten Amerika« spieit hier in einem Bordprozeß eine «nt*e.h»kteode Bolle zu einem Fehlurteil. In den Bauptrol Cinmie Ra iw und eine Menge jung spielet, . wie Gloria Dickson. Edwa Lima Turner. Die Wiener Urauffühn ... __ Warner Bros.-Films findet heute im Kreuz- und Votivpark Kino KINOPROGRAMME Vom 28. bis 31. JUniter IMPiRIAL-KINO tÄ“J (JrauHttitruns 1 8. Woche SSÄtfÄ Un Carnet de Bef 10T11TURN KruRakn»!! n.Ä,K „Etat» Tide* AUGARTEN-KINO I.. Untere ttHtarteutraSt 2S r«t A «O-.vRf Iru« MleteuBttniii ttr Wien, 4. Watt) Äsrir,. «Oer Purimspieler11 KINO KERN im Prater n * Pertnan - 1 Boris Karloff, Ricardo Cortsz Wladimir Sokoloff i,B RR OEtBl HEKRSCHIR1 WeeSutat» 6, /, S Uhr Sa. #. F.: >-j. >/,<■ ' ■/,«. %I0 UM SCHWEDEN Octe üarha, C».rl« »ora. 3, V.o, 'i»,\i!0. Hegte: Clarence Brown Jäten Sonnum) Faiartag, V.I1 UM »ormlttaj«, grate Kindt LEOPOLOSTÄDTER VOLKSKINO II.. Rotensterngasse 7 a Toi. R 49-0- Voreret danke ich euch innigst für di« i Milieu der f| vielen Einsendungen! Es tut mir leid, daß ich nicht alle, die richtige Lösungen einsam! tem, mit einem Preise bedenken kann, aber die meisten von euch werde ich ja bei der Kiwierjause «eben, und ich freuemich schon jetzt, die Bekanntschaft. von den bisher mir noch fremden .,Kinder-.St;mme‘!-Leserinnen und -Lesern zv. machen. Den Zeitpunktfindet ihr ii der nächsten Nummer! Heute die Namen der glücklichen Gewinner; 1. Preis (ein Photoapparat)*. Liselotte Hirsch, Wien, IX., Rögergasse 18/4. 2. Preis (eine Füllfeder): Hans Eirew, Wien, XHL, Fichtnergasse20 3. Preis (ein Buch): Paul Rosenkranz, Wien, IX., Säulengasse 24:9. 4. Press (ein Buch): Heinz Kohner, Zagreb, Jugoslawien. 3. Preis (ein Buch): Trude Pollak, Wien, XV., Pilgerimgasse 22/14. 6. Preis (ein Buch): Herbert Tenne n b a u m, Wien, IX., Nußdorferstraße 4/80. Die Gewinne werden euch bei der Jause überreicht werden. Ich hoile, daß ihr für all diese Dinge gute Verwendung habt! Alle Kinder, die zur Jause eingeladen sind, erhalten eine schriftliche Einladung. Ihr könnt natürlich auch Gäste mitbringen. Diese müßtihr aber bk nächsten Mittwoch bei mir anmelien! Adresse: „Kinder-Stimme“, Marc-AnreF Straße 5. Dem Gewinner Hein?: Kohner wird das Buch mit der Post zugeschickt werden. Fehaiom! Eure Dodah.?rnsy nn# rtfn Wer lernt mit uns Hebriiisc§? Hier findet ihr jetzt durch zehn Nummern der „Rinder-Stimme“ je drei Fragen und Antworten in deutscher und hebräischer Sprache. Sie sind dem täglichen Leben entnommen, und wenn ihr . R 41-707 Harr^Baur O U N J A“ REMBRANDT-KINO * “n „Unter vier Äugen" KINO TEGETTHOFF Ärlsl »Helene Willführ" Bezugsbedingungen: Österreich: Monatlich S 170, vierteljährlich S 4.80, halbjährig S 9.30. ganzjährig S 18. Für das Ausland: Vierteljährlich: Deutschland RM 350, Tschechoslowakei Kf 28.-. Jugoslawien Dinar 50.—, Polen Zloty 6.50, Ungarn Peng» 4.80 Rumänien Lei 200.—, übriges Ausland: Schweizer Franken 550 Postscheck Konto: Österreich Nummer D 113546, Polen Nr. 191 190, Tschechoslowakei Nr, 500.230, Jugoslawien Nr. 40.879. Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zio nisrisehcr Landesverband für Asterreich. Wien, I., Marc-Aurel-Sfraße 6 — Verantwortlicher Redakteur: Robert Polower, Wien. L» Mare- Aurei-Straße 5 — Druck: Vernay A. G., Wien. IX.. Canisiusgasse 8—10 Redaktion nnd Administration: Wien, I., Marc- Aurel-Straße 5. Tel.: U 22-3-91. RedaktW achlnß Sonntag, Dienstag und Donnerstag vormittags. verständigen. Nach diesen zehn Wochen werde ich euch dann prüfen, wer diese Fragen beherrscht! Sprecht Frage und Antwort laut vor euch hin, prüft euch gegenseitig, Ihr braucht nur fünf Minuten täglich an Zeit aufzuwenden, und ich bin sicher, daß ihr in nicht allzu langer Zeit mit der Sprache gut fertig werdet! Also paßt gut auf! Wie gebt es dir? ma schlomcka? ne Danke, gut! toda, tow! 3TB fnw Wie ist das ma tneseg Wett«? haawiir 315 a* Kalt! kar! ‘!hp Wohin gehst lean ata AflK du? bo’ech??*j^irr Nach Hause! habajta!!?W2iT Wir sind dafieim Hell uns, Hedad, wir sind daheim, Wir sind zurückgekehrt, Wir brachten unsere Thora mit, Ganz rein und unversehrt, Heil uns, Hedad, wir sind daheim, Daheim im eigenen Land; Wir brachten unsere Jugend mit, Des Volkes He« und Hand. Heil uns, Hedad, wir sind daheim, Vom weiten Weg zurück; Wir wollen Zion wieder bauen ln Freiheit und In Glück Hadassa Vogelbaum. Use Herlinger: Ein Meiner Knabe reist nac§ Eres tsrael Der goldene Wagen hielt» „Wir sind jetzt über dem Landstrich Sohomrori“, sprach der Greis weiter, „jener B*rg k>t der Gerizim, an dessen Fuß ein kleiner alter Yoiksstamm, die Samaritaner, lebt, der trotz ailer Verfolgungen treu im Lande ausgeharrt und seinem Glauben die Treue bewahrt hat. Noch heute pilgern die Schomrcmim, wie man diesen Stamm auch nennt, auf den Berg Gerizim, um Gott zu opfern.*1 „Es ist eine fruchtbare, schöne Ebene, die nun unter uns liegt”, sagte Isis Führer, als der Wagen sieh wieder aufsehwang, „sie heißt Judäa, und der, süße Duft, der zu uns empordringt, kommt aus ihr« herrlichen Orangenhainen. Aber jeizt erwartet dich das Schönste: jetzt reisen wir nach Jerusalem!“ Und da Isis Augen wieder frauten, fügte er hinzu? „Du weißt doch, ö.di Jerusalem die Hauptstadt des Landes ist, in weicher der wunderschöne Tempel auf Moriah stand, den der weise König 8alomon erbaut hatte und der dann durch den babyionischeu König Nebukaduezar zerstört wurde. Dort kannst du schon die Umrieso der Stadt sehen!“ lsi bückte in die angegebene Richtung. Dunkelgrau, ernst und feierlich, grauen "Wächtern gleich, so standen Judäas Berge da, sich allmählich im Nebel dos Horizontes verlierend. Ein banges Gefühl durchflehauerte das Kind, und sieh unwillkürlich fester an seinen Begleiter schmiegend, flüsterte er ängstlich: „Oh, wie traurig ist das!“ Und auch der Greis war tiefernst und blickte schweigend auf die Hügelkette. Und weiter flog der Wagen dahin, fei wurde wieder fröhlich und auf einmal jauchzte er heil auf: „Sieh — o sieh!“ Der "Wagen hielt und stand jetzt auf einem Hügel, dem (H'oerg. Vor ihnen lag die herrliche Stadt mit ihren vielen leuchtenden Kuppelt!. Und der Greis wir« auf die östliche Stadtmauer und .zeigte dem Knaben die beiden Tore, das ,goldene** und das „Stefans-Tor“. Und mit, Entzücken blickte das Kind auf die wundervolle Omar-Moschee, fei stellte sich im Wagen auf und bückte lange auf die leuchtende Stadt. Sein kindliches Herz war überwältigt von der . großartigen Schönheit Jerusalems, und er fühlte, daß er nie ment Schöneres sehen würde. Die Stimme de? Greises weckte mn aus seinen Träumen. „Komm, der Mor-' gen naht und noch hast du nicht alles gesehen“, sagte sie freundlich, und der Wagen stieg empor. Eine Weile stand er noch über Jerusalem und lsi «ah die Reste einer gewaltigen Mauer zu Himmel ragen und hörte wie im Traume, daß das die Klazemaur-r .sei das Einzige, was König Salomons gewaltigem Tempel übriggebliftben wäre. Und er sah auf dem Wege nach Bethlehem die salomonischen Teiche, die in Feiten das Land mit Waseer versorgt hatten nnd die auch heute noch gefüllt sind, und dann lag ganz klein und kaum sichtbar Fabel? Grab untet ihnen. „Das was die Stammutter deines Volkes“. sagte der Grefe. Nun schwebte der Wagen wieder über fruchtbare, schöne Landschaften und fei vernahm, daß dies der Emek sei. Junge Menschen zogen zur Oüvenernte aus und tagen dabei wohlgemut und fröhlich. Sanft hüllte der Greis den Knaben ieder in seinen Mantel. „Wir müssen beim!“ sagte er, „auch in Europa wird gleich die Sonne aufgehen!“ „Oh. laß mich hierbieiben“, rief flehend lsi, „so schön ist es da, so wunderschön in meinem Vaterland!“ „Es geht nicht, fei“, erwiderte der Grefe, „wie traurig würden deine Eltern sein, wenn du nicht heimkämest. Aber sei deshalb nicht betrübt; wenn du erst groß sein wirst, dann steht dir der Weg offen und du kannst in dein Vaterland reisen!“ — „Ja, ja, das -will ich!“ rief fei und warf noch einen letzten Blick hinab auf den schweigenden Gipfel des Libanon. Verwirrt erwachte eT am nächsten Morgen. Die Sonne stand schon hoch am Himmel und lugte lächelnd in sein Gesicht» Und da besann sich fei auf die schönen Erlebnisse dieser Nacht und mit einem Male erwachte wieder da« heilige, schöne Gefühl in seinem Herzen: der Stolz, ein Vaterland zu haben, (Schluß.) Säe herecke Von nun an will ich euch jedesmal einige Bücher für Kinder nennen. Bis ich den Neuerscheinungen komme, beschreibe ich euch dann jedes Buch etwas ausführlicher. Er würde mich freuen, wenn ihr mir gelegentlich mitteiien würdet, wie euch die Bücher gefallen. Bücher für B* M* lojährfge Joachim Prinz: Heiden und Abenteurer der Bibel. ("Debora, Gideon, Simeon, David, Saul, Goliath. Absaiom usw.) Es ist «in Buch, das euren Religionsunterricht ergänzt. Es ist sehr leicht zu lesen, da es in Druckschrift gedruckt ist. (Verlag Paul Baumann, Berlin.) Paul Alverdes: Das Männlein Mittentzwei. Ein schön illustriertes Märchenbuch, erzählt euch von zwei" kleinen Burschen Wolf und Jan,- ihren zertrümmerten Spielsachen und wie diese wieder durch einen Zauber repariert werden. (Verlag Albert Langen. München.) Susan Wellek - Nelson: Laugh and Searn. HieT könnt ihr auf herrliche Art spielend Englisch lernen. Eine schön illustrierte Fibel, die euoh mit. den Sachen des täglichen Lebens bekannt macht, ein englisches Bilderlotto, das ihr euch sw den im Anhang beigefügten Karten selbst verfertigen könnt, werden euch schnell und leicht mit dieser nebst dem Hebräischen für euch alle sicherlich wichtigen Sprache bekanntmaehen. Kure Lehrer werden es euch bestätigen. (Saturn-Verlag, Wien.) Ratsei lob weiß?o manchen schönen Ort, Bin Jort daheim, war noch nicht dort. Wo mag das sein? Zahlenrätsel 12 3 2 4 4 5 Jüdischer Stamm 6 S 7 5 S Verwandter 4 3 9 2 8 5 Fußbekleidung 5 4 2 10 Biblische Figur 4 11 2 12 6 12 5 Gotteshaus Statt der Zahlen sind Bucbstahen einzntzen. Die Anfangsbuchstaben der gefun denen Wörter ergeben, von oben nach unten gelesen, den Kamen eines jüdischen Gesetzgebers. (Auflösung in der nächsten Nummer.) &rief Kasten: Dorrit Bernstein. Deine Adresse kt mir leider abhanden gekommen. Kannst, du mich nicht, an einem Mittwoch zwischen 3 und 5 Uhr in der Redaktion anrafen? Herzlichen Gruß. Hanna Klans. Mit deinem schönen Aufsatz hast du mir viel Freude gemacht. Ich denke, daß ich dich bald einmal sehen werde. Grüße, auch an deinen Cousin. Margit L, Ein hebräisches Rätsel ist ir sehr willkommen, aber es darf nicht sehwer sein, da die meisten von euch noch nicht sehr gut Hebräfeeh können. Fritz Halpern. Der Anspruch heißt: Gamsu letauwo — Auch das ist (sei) zum Guten. Das heißt, aus jedem Unglück, das einen Menschen trifft, erwächst auch ein Körnchen Gutes. Da« Wort stammt von dem Tannaiten Nahum (Tanna heißt im Aramäischen Lehrer; Tannaiten sind die Lehrer des Gesetzes - im 1. und 8. Jahrhundert). Dieser Lehrer, der gegen das Jahr 100 lebte, gebrauchte diesen Ausspruch bei jeder Gelegenheit (Gam su letewa).