Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 716 (7.1.1938)
- Date
- 1938-01-07
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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s*!t« e Nt. 716. — Wien, Freitag, 7. Jfctaer 1938. Ffieioier a OM XI., 7entraltrl«dhot, gtttt ins l I« Simstaj pstiiiSMt »acbgehnn. Der Film fuhrt auf den Schau-1 pta’.z der heute so aktuellen Arahfirauf-! stände und zeigt in der Hauptrolle den sym- | pathiechen neuen Star der Universal, John Wayne. Heute: „Donja*' mit Harry Baur. Heute «»-scheint in der Busch-Gruppe det hej kannte Harrv-Baur-Film „Dmija“ naoh der/, Roman „Der Postmeister von Puschkin. Die heutige Premiere ist gleichzeitig die Welturaufführung. Barsony, Raky, lmholf, Halmay, Holt, Deaee, 1 Sindelar. Paul Ahrahams musikalische* Fiimlusispiel j| ..Die entführte Braut“ bringt rai-ht weniger a!s!| rieben Pnblikumslieblinge. Die Handlung pen-j? «teil. zwischen Wien, Budapest und dem j« lustige' und temperamentvolle Bram in den j Mittelpunkt, die konsequent ihrem Bräutigam drehbrennt. KINOPROCRAMME Vom 7. bis 10. JlRiitr trantiahrnng! IACB* «ililTRY LaatspleUrtilasrr „DESIRt" IMPERIAL-KINO ^ÄTSÄ Utautfr.hrung! Tj rönne Power, Lorett« Yonns „DER LIEBESREPORTER" _H«gsnn: y», S» 7». [>■• Ohl ROTEHTURII B «*«.!! lirnnliahrungl Fred Amnlr* in: „Das Jkleine Malj&eur“ _Beginn: 0,4. n,6. ',8, </tm_ AU G AR T E N - KJ NOij (M&ITnL »»Der Purltmpicler" l Beginn i »/,<, 4«, VA V "* - _ 18 KINO KERN Im Prater|l Nr. Hera « Rrrtmsna — Telephon R 40-0-49 1 Ur* umft AH*la*uf?ßhrung fUr Pratrr un4 e™Ä.LÄ“' „Ha*empe!iinkeM WeeAentege: % 1, »Uhr. *«.«.?.: •«. V.4, VA VA '«08 lllir SCHWEDEN 4««rte M.e Dewld, A 49-0-60 All« J.«e. ifl: Tarantella | LEOPOLDSTÄDTER VOLKS KIN 01 | II,. Rotcnaterngasae 7 a Tel. R 49-0-23 Jean SnUo, Erteil v. Sttrohetm, t»lta Pari« ln „LA GRANDE ILLUSION“ WeekantaR« %8, '-'A '-.in Hotra- und Feiert*** ab V, um/ . - ' Telephon K 41-707 11 ^ROMEO* —“privat” “iB' baginn; 4, A A. I» Uiir REMBRANDT.K INO 1 KINO tigetthoff! fm Win.lirlBffl am frataratarn Talaasan R 41-*.» | Fernand »ravet, Joan Blondell in: „Der König und das Girl" »Das kleine Malheur“ Begum : >4 Vati. ’/A 1'-- lihr .. ngen: —.... natlich S 1.70, vierteljährlich S 4.80, halbjährig S 9.30, ganzjährig S 18. Für dag; Ausland: Vierteljährlich; Deutschland RM 3.50, Tschechoslowakei KJ 28.—, Jugoslawien Dinar 50.—, Polen Zloty 6.50, Ungarn Pengö 4.80. Rumänien Lei 200.—, übriges Ansland-. Schweizer Franken 5-50. Redaktion und Administration: Wien, 1., Marcj Aurel-SiraOe 5. Tel.; U 22-3-91. Redaktions- I Schluß Sonntag, Dienstag und Donnerstag vormittags. Postscheck Konto: Österreich Nummer > D 113.546, Polen Nr, 191190. Tschechoslowakei : Nr. 500.230, Jugoslawien Nr. 40.879. «-U ... II _l_. . M | Eigentiimei, Verleger und Herausgeber: Zio nistischer Landesverband für ös*erreich. W'ien, 1.. Marc-Aurel-Straße 5. — Verantwortlicher | Redakteur: Robert Poiower, W’ien, L, Maroj ..‘ ‘ Wien, ■5 KIRIIER-STIilUiR :Preisrätsel Nummer 3 Liebe Kinder: Nun, seid ihr fleißig gewes letzte Aufgabe, r Orgelrätsel Ich bin , Einsendungen! j stirhl und die dritte 3’ ..Mutter“, fragte er daheim, „ich bin doch ein Jude?'1 „Natürlich“, lachte die Mutter, ..aber weshalb fresst du?“ „Di: anderen Jungen sagten, Deutschlam wäre ihr Vaterland; wo aber ist meines?* Die Mütter bückte den kleinen Frager ernsthaft an. Sie setzte sich in den Lehnet;n Knaben, sich h 4 ▲ ▲ ▲ A u L i j 1 In den sieben senkrechten Reihen s: von oben nach unten Wörter nachfota der Bedeutung zu bilden:!. Kriechend«« Insekt. 2. Bpwo!» des Wassere. 3. Zahl. 4. Berittui« österr. Operettenkomponist. 5. Pelzartige Haut der Tiere. 6. Gesellschaftszimmer. 7. Weibliche biblische Gestalt, jüdischer Frauennarae. Sind die Wörter richtig eingesetzt, .-o ergibt die stark umrandete waagrechte Reihe A--B einen zionistischen Gruß! Und jetzt beginnt mit den Einsendungen! Ich lasse euch se-ba Tage -Zeit Um Bilderrätsel muß auf eine Postkarte geklebt werden, das zweite Rätsel und seine Auflösung: sowie die Auflösung des heutigen Rätsels müssen je auf einen Zettel geschrieben werden. Ich bekomme also drei verschiedene Bliitter. Auf der Rückseite jedes Blattes muß oben deutlich stehen: Preisrätsel I oder II oder III. Darunter euer Vor und Zuname, die genaue Adresse und das Alter (letzteres, bitte, nicht zu vergessen!). Dann gebt ihr alle drei Lösungen in ein Kuvert und sendet, sie an die „Kinder-Stimm (bitte, dies zu unterstreichen), Wi Marc-AureJ-Bfraß«' 5. Alle Einsen. .Ich v r auf. SA bogam von nie: liegt e lisf. den Israeiite rertrau wird ‘die der Bi:-.' ruhmreiche Vergangenheit deines Volkes vor dir erstehen, die Geschichte deiner Ährten, die glücklich und zufrieden in jenem Lande lebten und von großen und in Königen regiert wurden. Groß ihre Weisheit und ihr Ruhm lebt noch heute fort im Mündt; der Menschheit. Dann kamen gewaltige Feinde, bekriegten Israel, zerstörten reine Tempel 'rieben das irsc-i irische Volk aus ’aterlaud. Du bist noch zu jung, all der Unbill zu erfahren, die ter erlitten, von den unsäglichen . lie sie erdulden mußten und von dem Heldenmut, mit dem sie ihrem Von I arid z»; Land; al glaubten. .? Friede Was ist ein »Scfilemif}!«? :rde ich neulich denke. o afTes mar will ich f Worten. Mar; sagt Thlemihl“ in gefragt, dien von euch 5 euch hier beanti bis M. mittag.«, in meinem Besitze sein. Die Namen der glücklichen Gewinner, den Zeitpunkt der Preis Verteilung mit der versprochenen Jaust gebe ich euch in der übernächsten Nummer bekannt- Auf recht zahlreiche Beteiligung hoffend. grüßt euch wie immer recht herzlich eure Dodah. rnt damit, er gutmütiger Narr, ein nicht sehr g« ter Mensch. Ls gibt ein Buch vo; großen Dichter Adalbert v. Cb. „Peter ifehlemihl“. Da:, schildert die seltsamen Reiseabenteuer einetsolchen Menschen. _ Im Englischen gibt es eine T.J schiebt n, die von dem Knabe-,i Schlemihl '.'landein. Hier habe ich euch zwei Anek Ilse Herlinger; Ein Kleiner Knabe reist Als Ist das erstemal in die Schule ging, hatte er folgendes Erlebnis: Der Herr Lehrer fragte alte Knaben der Reib« nach: „Wie heißt du? Was hist du?1 Darauf nannten alle Kinder ihren Namen und beantworteten die zweite Frage, in dem sic sagten- „Ich bin ein Deutscher!1 — „Ich bin ein Österreicher'“ usw. Um eine kleiner Junge, der darum nicht we mg beneidet wurde, konnte sogar ant Worten: „Ich bin Amerikaner!“ Und dm war wirklich wahr, denn er war erst voi kurzer Zeit aus Amerika gekommen, un bei seiner Großmutter ein Jahr zu ver '.ringen. Als nur« Di an die Reihe kam, antwortete er nnt heller Stimme klar und deutlich: „Ich heiße L-idor Buhmann und bin ein Jude “ Die anderen Knaben kicherten und flüsterten ihm zu: „Aber du bist doch ein Deutscher, es gibt doch kein Jadenland!“ Da wurta Isi ganz verwirrt und als er aus der Schule ging, war er nachdenklich und machte sich zum erstenmal in seinem Leben Gedanken doten aus dem Blatte „You: übersetzt. So werdet ihr sicher den Ausdruck begreifen. Kaddisch die erste, Oschichte des Knadmmn war, daß . kleinen Jungen überhaupt nichts r sich gar keinen n er den Knaben Dieses >n Scblemihl, der >r Lehrer, den di« unterrichtete, mit i! «äugen konnte. Ai Rat mehr wußte, bc das KaddischgeK: zu lehret Vater des Knaben dies erfuhr, dem Lehrer bittere Vorwürfe. „Wollen Sie denn meine Abreise in das Land des nac§ Eres Israel | Kr. “nlrLne*" w<, der Lehrer. „Bis Ihr Sohn das Kaddischeebet erlernt haben wird, sind o alt. laß Sie »ich nach dem iuue sonnen werde»!1 Besuch Im Regen Einmal machte der Knabe Schlemihl einen Besuch bei seinen Freund« die Zeit zum Nachhausegetan kam, regnete es wie aus Sohafleln. „Du kannst jetzt nicht nach Hause gehen“, sagte der Gastgeber, „du mußt bei mir übernachten“ Dankbar nahm der kleine Scblemihl diese* Angebot an, aber als man sich zur Ruhe begeben wollte, war er nirgends auffindbar. Man sucht.; ihn Überall und wurde schon unruhig, ob ihm nicht etwas zusrestoßen sei. Plötzlich klopfte es laut an die Türe, und draußen stand triefend v~r Nässe, mit gam aufveweichten Kleidern der Schlemih!. „Gott sei Dank, du L'st wieder da“, riefen alle. „Wo hast i denn gesteckt?“ „Oh, ich war nur zu ause um zu sagen, daß man mich heute eht mehr erwarten möge!“ i Wißt ihr raun, was ein Scblemihl ist?! Die Dreöuncr der Erde In der alten Zeit, als sich die Erde noch nicht drehte, lebte im Himmel ein Engel, der so neugierig war, daß er alles wissen mußte, überall flog er hin, alles j „i (mußte er sehen. Eines Tages sprach ‘ "Gott zu ihm: „Überall darfst du hinfliegen, alles darfst du sehen, nur zur So me darfst du nicht.“ „Warum, darf ich nicht cur Sonne?“ fragte der Engel. „Das wirst du sehen“, sprach Gott und verließ den Engel, der gar nicht wußte, was er sagen sollte. Eines Tages aber flog der Engel doch zur Sonn«?. Er war so neugierig, daß er wissen wollte, warum denn nicht? Er kam der Sonne immer uäheT und es ward immer heißer. Da erkannte er, er müsse dann verbrennen. Schnell flog <r nun zur Erde, um zu sehen, was für eine Wirkung die Sonnenstrahlen auf der Erde hatten. Er umflog die Erde, die sich damals noch nicht drehte. So fand er die Erde auf der einen Seite schön hell und warm, die andere Seite dunkel nid kalt Da dachte er, soll die eine Seit«: Licht haben, und die andere »Seite dunkel sein? So bedie Erde zu drehen, daß auch die Seite Licht hatte. Da geriet , die , ejn_ i Erde plötzlich in Schwung und drehte 1 »ich von ganz allein. Und wenn sie nicht aufgehiirt hat, sich zu drehen, dreht sie Die Blindheit Als die eine Seite nun auch Licht hatte, riefen die Leute dort: „Seht (Aumai, Gott läßt auch zu une die Sonne scheinen! Da reiste schnell ein Arzt um iVirVr •lftrdar*:JL sie nicht immer in die Sonne gucken sollten, da dies schädlich sei für die Augen. Doch der Arzt, kam leider zu spät. Er fand schon viele Leute, die auf der Straße standen und andauernd in die Sonne starrten. Da rief er: „Schaut weg. schaut weg!“ Doch viele Leute riefen; -Ach, mm ist die Sonne wieder fort, mm ist'» wieder «dunkel.“ In Wirklichkeit aber konnten sie nicht mehr sehen, Andere sprachen: „Na, was ist denn das, ist doch so ve^chwommen?“ Doch rzt belehrte sie, daß sie. wohl noch könnten, aber daß das ungewohnte Licht ihren Augen geschadet hätte und er fertigte ihnen Brillen an. Es gab aber auch Leute, die gerade schliefen, als die Sonne kam. Sie waren ganz geblendet, als sie erwachten. Die halfen dem Arzt be; der Arbeit und schauten nicht mehr ' : die Sonne. Hans C oben (10 Jahre). (Nun. was sagt ihr zu diesem Mitarbeiter? Ihr wißt gar nicht, wie schwer ist, grad ein Märchen zu schreiben. Ich denke, Hans Cohen wird sicher einmal ein großer Märchendichter. Wir wünschen es ihm alle, nicht? — Nehmt euch ein Beispiel und sendet, mir auch so schöne Beiträge.) BtriefKasten; Hans Cohen: Wie du oben siehst, bin ich wirklich begeistert von deinem schönen Beitrag. Separater Brief folgt. Lisi Kr.: Bitte, sende wieder einmal einen Beitrag; ich will ihn dir gerne korrigieren. Anni und Gerda S.: Leider hatte ich Grippe und konnte deshalb nicht in die Sprechstunde kommen. Bitte, wiederholt euren Besuch. Liselotte Hirsch, Lydia Infeld und die Geschwister Körner werden gebeten, sich bestimmt am Preisrätsel z® beteiligen. Trude Horowitz: Wo bleibt die Zeichnung? Heinz Bettelheim: Zur Auflösung der Preisaufgabe Nr. 2. Du mußt nicht erst abe Anfangs- und dann alle Endbuchstafe^n lesen, sondern den Anfangs- und Endbuchstaben des ersten Wortes zusammenziehen, dann dazu den Anfang des zweiten Wortes, dann sein Ende usw. bo bekommst du die richiäge Lösung.