Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 695 (24.11.1937)
- Date
- 1937-11-24
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Satt« 4 Nr. 698. — Wien, Mittwoch, 24. November 188BT. nist, gewiß; aber nicht nur Zionist; Gelehrter, doch weit mehr als Gelehrter: Rabbiner. aber nicht in erster Linie Rabbiner. Er versuchte, Politiker zu nein, war Kanzel- ■uiicl Versammlnngsredner, sozialer Arbeiter, Organisator. Aber nichts von all diesem ist so entscheidend für ihn, daß es sein eigentliches Wesen restlos zum Ausdruck brächte. I Hinter dem einzelnen Tun stand die Per-; Einzelmenschen nicht a e fühlt sich für Wirklichkeit verantwortlich und lebt dieser Verantwortung. Solcher Art war die Güte Chajes’. Er hatte den Sinn für das Wesentliche in Dingen und Menschen und so bestand zwischen ihm und der Welt eine wesenhafte Beziehung. WTie jeder echte Mensch schuf er eine Atmosphäre um sich;1 die Atmosphäre der Reinheit und das Phänomen Chajes, Menschlichkeit, der Gerechtigkeit und Wahhaftigkeit, der Liebe und Menschenverbundenheit. Hart und erbarmungslos war er nur gegen sich selbst. Hier kannte er keine Rücksicht. Er gab sich allem, was er tat, völlig hin. Nur solche Hingabe kann die Menschheit vorwärtsbringen. Chajes war Rationalist. Alles Irrationale, alles Chaotische und Geheimnisvolle -war ihm fern und fremd. In ihm und um ihn war Licht und Klarheit. Aber dieser sein Rationalismus war niemals trocken, niemals banal, sondern immer lebendig, von Gefühl durchtränkt. Er war kein Chassid, sondern ein Mithnaged. Erkenntnis galt ihm als hohe» Gut. In der jüdischen Religion sah er die Verbindung lebendigen Gefühls mit gedanklicher Klarheit. Ein hohes Ethos zeichnete ihn aus. Ethos, nicht Pathos. Und (Roses Ethos schon verlieh seinem Wesen sönliehkeit Chajes und alles, -was er tat und wirkte, - - Ausstrahlung dieser Persönlichkeit. Der Zionismus war ihm ernst und heilig; Palä; für ihn nicht nur das jüdische Ideal n» Tage, sondern Ziel persönlichen Streben«, innerster, tiefster Sehnsucht. Aber mochte er noch so aktiv sein als Zionist spürte hinter seiner zionistischen Arbeit die ganze Welte seiner umfassenden jüdischen Persönlichkeit, die alle Erscheinungen des Judentums und der Judeniieit liebend faßte. Judentum war noch immer mehr für ihn als Zionismus. Er erlebte wie wenige die Kontinuität, jüdischer Geschichte und jüdischer Kultur. Er war ein selbständiger Forscher von hohem Rang, von seltener Begabung. Aber die Gelehrsamkeit, niemals Selbstzweck. Er war kein Buchmensch, kein Fachgelehrter, _ Mensch, der bei aller Verbundenheit mit, dem Geistigen und dem Ideenhaften doch mit beiden Füßen im realen Leben stand. Von seiner Mission als Rabbiner hatte er die höchsten Vorstellungen; er erfüllte seine Pflichten mit dom ganzen Gefühl der Verantwortung, das ihn immer und überall beseelte. Aber er war nicht Rabbiner im landläufigen Sinne. Beine öffentliche Tätigkeit beschränkte sich nicht auf die engen Grenzen seines Amtes. Auch hier kam ein Teil seiner Persönlichkeit zum Ausdruck. Raum seines Wirkens war die ganze jüdische Welt. Als Redner war er ungemein anziehend. Sein reiches Wiesen, seine umfassende Bildung, die Klarheit und Besonnenheit seines Urteils, die Weite und Umsicht seines Wasens, die lichtvolle Darstellung, die Ausgeglichenheit und Ruhe, die ihm eignete — all das teilte sich seinen Zuhörern ebenso mit. wie die innere Bewegtheit, das stets rege und lebendige Gefühl, das aus seinen Worten zu uns sprach. Dabei war er eigentlich nicht geistreich; was er sagte, war schlicht und einfach, niemals schillernd und glitzernd im Prunk erlesener Worte. Er überzeugte durch Ehrlichkeit und Gediegenheit, interessierte durch Aufhellen neuer verborgener Zusammenhänge, belehrte durch Verknüpfung einer Fülle von Einzelheiten, die sein immenses Gedächtnis stets gewärtig hatte. Doch verlor er sich niemals in diesen Einzelheiten, sondern wußte sie mit der seltenen Kunst seiner Darstellung zu einem lebendigen Ganzen, zu einem anschaulichen Bilde zu vereinen. Wir alle verdanken ihm unvergeßliche Stunden der Erbauung und Belehrung. Doch auch das Rednertum war nur eine der vielen Ausdrucksmöglichkeiten seines Wesens, nicht die letzte und höchste. Für die Politik hatte er eine besondere Neigung, jedoch wohl weniger Begabung. Er besaß nicht die Härte des Politikers, nioht seine Einseitigkeit; weil er menschlich fühlte, stand er sein Leben lang allen Künsten der Politik fern; so mußte er hier Enttäuschungen erleben. Was er als sozialer Arbeiter, als Organisator geleistet hat, ist uns allen noch in dankbarer Erinnerung. Die schöpferische Kraft seines Willens, die Stärke seines jüdisch-sozialen Gefühls gibt sich in diesen seinen Werken ebenso kund wie seine konstruktiven organisatorischen Fähigkeiten. Er schuf neue jüdische Wirklichkeiten aus dem Bedürfnis heraus, aus dem objektiven Bedürfnis der Situation und aus dem subjektiven seiner Wesenheit. Dabei rechnete er nicht und sorgte sich nicht um di« Zukunft. Er war Optimist und vertraute auf seine eigene Kraft und auf die Kräfte seines Hinter all diesen Einzelheiten steht der Mensch, der Jude Chajes. Er war Ostjude und Mann der Welt, Hebräer, doch in den Kulturen der Völker zu Hause, nationaler Jude und Universalist, darin den Besten seines Volkes gleich. Er glaubte an die Mission des Judentums in der Welt, war tief davon durchdrungen, daß die jüdische Jugend. die ihr Leben dem Aufbau Palästinas weiht, es um der Menschheit willen tut und nur um der Menschheit willen. Er glaubte an Menschheit und Menschlichkeit, weil er selbst menschlich war, ein Kämpfer gegen das Unrecht und für das Recht, voll warnten Mitgefühls mit jeder leidenden Kreatur. Er war wohltätig wie wenige, gab mit vollen Händen, gab im Geheimen, wollte nie. daß sein Name genannt werde. Rührend war sein Interesse für den einzelnen Menschen, besonders für die Kinder und die heranwaehsemle Jugend. Jeder, der mit ihm in Berührung kam. spürte seine selbstlose Güte, seine Unmittelbarkeit und Wärme. Wahre Güte wird immer dem Einzelnen gerecht. flüchtet sich nicht ins Abstrakte und Allgemeine, spricht nicht von Idealen; sie weicht der Wirklichkeit des Lebens und des * Siedler etabliert. Der KKL habe 253.000 Du-' Schwung und Wärme. Im Sittlichen kannte er keine Kompromisse. Während des Kriegen, als Geistliche aller Konfessionen die Waffen segneten, hat er niemals für den Sieg, sondern immer nur für den Frieden gebetet. Chajes war kein Führer, sondern ein Lehrer. Er appellierte nicht an die Leidenschaft, sondern an die Einsicht. Morenu haraw, sagt die hebräische Sprache. Morenu — unser Lehrer. Ja, er war unser Lehrer und Erzieher. Er gehörte zu uns und wir hörten zu ihm. Lehrer sein, das bedeutet zweierlei: Instanz und Vorbild. Er war uns die höchste moralische Instanz. An ihn wendeten wir uns um Rat und Hilfe i: unseren Nöten. Sein Wort hatte Gewicht wie das keines anderen. Und er war Vorbild, Vorbild in allem Guten. Er ist es uns noch und soll es weiter sein. Dieses Vorbild verpflichtet. Es fordert von uns Schlichtheit und Klarheit. Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit, Liebe zu Volk und Land, Glauben an die jüdischem und damit an die mensehheitlichen Ideale, aufopfernde Arbeit, selbstlose Hingabe. Zeigen wir uns würdig der Gnade des Himmels, die uns diesen Menschen beschieden hat, und leben w seinem Geiste! Die Kurie und Palästina Rom, 22. November. (JTA.) Wie der JTA-Vertreter aus maßgebenden Kreisen des Vatikans erfährt, wird der Papst im nächsten öffentlichen Konsistorium — der Zusammenkunft des Kardinalkollegiums, das nur in ganz besonders wichtigen Fällen ein berufen wird — eine Ansprache halten, in der er u. a. auch auf die Stellung des Vatikans zu der jüngsten Entwicklung der politischen Lage in Palästina zu sprechen kommen wird. Der Papst wird sich dabei einer Beurteilung der Ursachen der Ereignisse, die sich gegenwärtig in Palästina abspielen, enthalten; er wird lediglich der Hoffnung Ausdruck geben, daß das Blutvergießen und die Gewalttaten in dem Lande, in dem zum erstenmal in der Geschichte der Menschheit Worte des Friedens und der Versöhnung ausgesprochen wurden, bald ein Ende nehmen. Er wird ferner dem Wunsche Ausdruck geben, daß die .Heiligen Stätten der Christenheit geschützt werden und daß ein endgültiger Status betreffend die Heiligen Stätten in Palästina erzielt werden möge. Der Umstand, daß im nächsten Konsistoium die Erhebung des Monsignore H i n eley von der Westminster Abtei in London Kardinal verkündet werden wird, wird in maßgebenden Kreisen des Vatikans als Symptom dafür interpretiert, daß der Vatikan bemüht sei, im gegenwärtigen Augenblick die Schwierigkeiten, denen die englische Regierung in Palästina begegnet, nicht zu vermehren. Er wolle im Zusammenhang mit dem Plane einer Teilung Palästinas die Interessen der Heiligen Stätten wahren und dafür sorgen, daß deren rechtlicher und faktischer Status nach der bevorstehenden Aufhebung des gegenwärtigen Mandates über Palästina nicht geschmälert werden. ..Osservatore Romano“, das offizielle Organ de« Vatikans, gibt in einem ..Der 20. Jahrestag der Balfour-Deklaration“ überschriebenen Artikel einen historischen Überblick über die Entstehung der Deklaration, analysiert ihren Inhalt und die sich aus ihr ergebenden Konsequenzen, die sich in einer intensiven jüdischen Auswanderung nach Palästina ausgedrückt haben. In einem zweiten Artikel werden die Ansichten wiedergegefoen, die auf der letzten Tagung der Mandatskommission in Genf hinsichtlich der Deklaration ausgesprochen wurden. Beide Artikel sind in o b j e k t ia T o n gehalten und zeigen das Bestreben, sowohl der jüdischen als auch der arabischen Stellung zur Balfour-Deklaration Verständnis entgegenzubringen. Die Erlösung des Bodens Jerusalem, 22. November. (Paleor.) einer Pressekonferenz, die heute vom Keren Kajemeth Leisrael in der Kwuzah Maabaroth im Emek Hefer veranstaltet wurde, führte Dr. Granovsky aus, daß auch, wenn ein Judenstaat Zustandekommen sollte, das Problem der Erlösung des Bodens äußerst dringlich bleiben würde. Er wies darauf hin, daß von den 488.400 Dunam, die als das Gebiet des Judenstaates in Aussicht genommen werden, nur ein Viertel jüdischen Besitz darstelle, während 9 Prozent der Regierung gehörten und wohl den Juden übertragen werden könnten; der Rest jedoch sei arabisches Eigentum. Daraus folge, daß Ries betrage für Bodenerwerb benötigt werden, auch wenn viele Araber gewillt sein sollten, ihren Besitz gegen Boden im Gebiete des künftigen arabischen Staates einzutauschen; er schätze den notwendigen Betrag auf 25 bis 30 Millionen Pfund. Eine solche Summe könne nicht lediglich im Wege einer Staatsanleihe aufgebracht werden. Dm Jüdische Kapital müsse auch in Zukunft die Grundlage des jüdischen Werkes bleiben. Es sei überaus wichtig, daß die Juden während der Übergangszeit sich bemühen, mehr Boden zu erwerben, insbesondere in den Gebieten von Beisan, Galiläa und Neg e w, da der jüdische Bodenbesitz eine scheidende Rolle bei der Festsetzung der Grenzen des jüdischen Staates spielen werde. Trotz des Terrors bestünden große Möglichkeiten für Bodenerwerb. Der Keren Kajemeth habe zahlreiche Angebote von Arabern erhalten, ihr Land zu kaufen. J. Weitz berichtete, daß 402.450 Dunam, das heißt SO Present des gesamten Jüdischen Bodenbesitzes, nam Sumpfboden urbar gemacht und 2,250.000 Bäume angepflanzt. Weiteie Kolonisation im Beisan-Gebiet sei ohne Steigerung der Einnahmen des KKL nicht möglich. Der Präsident des Keren Kajemeth, M. M. Ussischkin, wies in einer Botschaft an die Versammlung darauf hin, daß in dieser schweren Zeit, in der jüdische Unternehmungen von Verschwörungen bedroht seien und das Land Gefahr liefe, zenstückelt zu werden, die Schwierigkeiten nioht nur von den Feinden der Juden, sondern auch durch die Juden selbst hervorgerufen würden, da sie nicht die nötige Unterstützung leisteten und ihre Pflicht unerfüllt ließen. Ussischkin drängte auf die Verdopplung der Anstrengungen für den Keren Kajemeth. Jewish Agency warnt vor Bodenkäufen ohne vorherige Beratung Jerusalem, 23. November. (JTA.) Die Exekutive der Jewish Agency veröffentlicht eine Erklärung an die Bevölkerung Palästinas, in der diese vor Bodenkäufen bei Gesellschaften und Einzelpersonen ohne vorherige Beratung mit dem zuständigen Departement der Jewish Agency gewarnt wird. Die Verteilung der Zertifikate Jerusalem, 22. November. (Paleor.) Das Immigrations-Departement der Jewish Agency hat beschlossen, die neuen Einwanderungszertifikate auf folgende Weise zur Verteilung zu bringen: Ober zwei Drittel stad für Cha- 1 uzim reserviert, während der Rest für gelernte Handwerker und andere Kategorien bestimmt ist Polen eihält fast die Hälfte der vorhandenen Zertifikate, j Deutschland 17%, Rumänien 9%, andere osteuropäische Länder zusammen 10%. Die' für Cbabwlm und gelernte Handwerker bestimmten Zertifikate werden an die Paiästinaämter in den Ländern geschickt werden, während diejenigen, die für Industrie- Sachverständige und andere Sonderfälle reserviert worden sind, in Palästina ausgegeben werden sollen. Die Einwanderung Jerusalem, 22. November (JTA.) Nach einer Mitteilung des Statistischen Amtes der Palästinaregierung sind im September d. J. 961 Einwanderer, unter ihnen 773 Juden, nach Palästina gekommen. Insgesamt kamen in den ersten neun Monaten 1937 10.077 Personen, unter ihnen 8683 Juden, nach Palästina. Gegen das Elnwandenusgs* gesetz Die Stadtverwaltung von Tel-Aviv hat eine Resolution gefaßt, in der gegen das neue Einwanderungsgesetz scharf protestiert und dieses als „offener Bruch d es P al äs t i n ama nd at es“ und als „eine Gefahr für die wirtschaftliche Position des Jischuw“ bezeichnet wird. Araberführer verhaftet Jerusalem, 23. November. Ein starkes Truppenaufgebot nahm in den späten Abendstunden des Montags in Al-Mazar bei Jenin den führenden arabischen Politiker dieses Gebiets, Scheich Farhan es Saadk fest. Seit Monaten hatten Polizei- und Truppenaufgebote versucht, seiner habhaft zu werden, doch konnte er immer wieder in dean hügeligen Gelände der Umgebung entkommen. Die Verhaftung gelang erst, nachdem angedroht worden war, die Stadt mit einer schweren K o 11 e k t i vs t r a f e zu belegen. Darauf wurden die Soldaten in ein Haus geführt, in dem sich der Scheich verborgen hielt. Mit ihm wurden drei andere Araber verhaftet. Da man bei ihnen Waffen fand, werden die Verhafteten sofort vor eines der neuen Militärgerichte gestellt werden. Der W affenschttmggel Zur Verhinderung des Waff«Schmuggels von Syrien nach Palästina hat der britische Oterkoimniesär die syrischen Behörden ge* beten, die Grenzposten zu verstärken. Die Verstärkung soll durch Hinzuziehung größerer Truppenaufgebote erfolg®. Syrien hat die palästinensl* sehen Aufstände nicht nnter* stützt Damaskus, 22. November. (JTA.) Ministerpräsident Jamil Mardam erklärte In einer im syrischen Parlament gehaltenen Rede, Syrien habe weder die Aufstände in Palästina, noch in ander® arabischen Ländern jemals unterstützt. Die Erben Abdul Hamids Jerusalem, 23. November. (JTA.) Nachdem die Erben Sultan Abdul Hamids vor dem Gericht in Jaffa den Prozeß gegen die Paläs tioaregierung auf Rückgabe einer großen Bodenfläche im Distrikt Gaza gewoon® haben, beabsichtigen sie jetzt, ein® zweiten Prozeß gegen die Regierung anzustrengen. Wie verlautet, verlangen sie von der Palästinaregierung die Herausgabe einer Million Dunam palästinensischen Bodens einschließlich des Hule-Gebietes; sie behaupten, d® Beweis erbring® zu können, daß dieser Boden Eigentum des Sultan Abdul Hamid war. Die Chanukkah-Feier der gemeinnützigen Fürsorgednstitution für schulentlassene, verwaiste oder verlassene Mädchen „Dr. -Krüger- Heim“ findet Sonntag, den 28. d., Uhr abends, im Heim, H., Malzgasse 7, statt. Es ist ein abwechslungsreiches Programm vorgesehen. Das Reinerträgnis wird zur Vergebung von Freiplätzen an den Berufsschulen verwendet. Humanitärer Verein „Rasche Hille“, II., Josefinengasse 7. Am 29. d., K9 Uhr abends, im Theater Reklame, II., Praterstraße 34, Wohltätigkeitsvorstellung, der® Reinerträgnis zur Gänze einer Kohlenaktion für verschämte Notleideude gewidmet ist. Zur Aufführung gelangt „Der Pintschewer Jojresch“ mit Sevilla Pastor in der Hauptrolle. Karten im Vorverkauf erhältlich im Cate Buchsbaum, II., Kleine Pfarrgasee 21, Tel. A 48-5-19, und an der Abendkasse. Eröffnung einer jüdischen Wärmestube. Der unter dem Ehrenpräsidium de« Rabbiners Prof. Dr. J. M. Bach stehende Verein zur Ausspeisung armer jüdischer Erwachsener und Kinder eröffnet über Anregung und durch die tatkräftige Unterstützung des Herrn S. Klawir am Dienstag, den 30. d„ um %8 Uhr abend«, im eigenen Veretashause. XVI., Wurlitzergasse 11, eint Wiirmertube für jüdisch« Arme des 16, und 17. Bezirkes.