Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1937-11-24 · Heft 695 (24.11.1937) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 695 (24.11.1937)
Date
1937-11-24
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3053752-3054431-3520220--7058-3520223
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

St. 6«. — Wk®, JBttiweäj, 84. Befreiuung und Erlösung der Menschheit beitragen. Wir beugen uns in Demut und in tiefer Verehrung vor der reinen, hochstrebenden, gotterfüllten Seele Zwi Perez Chajes. Da Erinnerungen an Oberrabbiner Chajes Von Professor Dr. Samuel Krauß bei M. Rogenfeld, „Oberrabbiner Hinscfc Peres Ohajee, aein Leben und Werk“ (Wien, 1938), Seite 22, heißt: „Zum Rabbinat zog e« ihn vorerst nicht hin“ — finde ich es für gut, ein Schriftstück vorzulegen, das das Gegenteil beweist oder zumindest die Geneigtheit, auch ein Rabbinat aazunebmen. Von Jeher war mir in Erinnerung gelegen, daß sich Chajes, gleich nachdem er an der Wiener Israel. Theol, Lehranstalt das Rabbteetdiptan erworben, um den damals zur Besetzung ausgeschriebenen Rabbtaerposteo in Brünn beworben hat Dank dem Entgegenkommen des Vorstandes der Kultusgemeando Brünn liegt mir sein Gesuch in Abschrift vor. Es lautet: LSbl. Vorstand! Ergeh. Gefertigter erlaubt sich hiemit seine Bewerbung um den Poeten eines Rabbiners nnd Predigers in Brünn anzumelden. Zur Unterstützung seines Gesuches iegt a) Geburtsschein, b) Maturitätszeugnis (Kopie), c) Doktor - Diplom der Universität Wien (Kopie), d) Rabbinerprüfungs Zeugnis des Wiener Seminars (Kopie), e) Curriculum vitae. Schließlich gestattet sieh Petent den Hinweis auf die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Tätigkeit (e. curriculum vitae). Rabbiner Dr. H. P. Chajes m, p. Religionelehrer am II. (deutschen) Öbergymnasium, Lemberg, Szajnocha 8. Fünf Beilagen. Würdig und präzise, kein Wort überflüssig. Leider fehlt das Datum (wenigstens auf der mir vorliegenden Abschrift). Da aber ermittelt ist, daß Chajee an jenem PymnMmnj Von April 1901 bis zum Schluß des Schuljahres tätig war, so muß das Gesuch aus dieser Zeit stammen. Ich war damals Professor an der Israel. LehrerMldunguanstalt in Budapest und hatte so etwa« wie eine»i Kamen, was Chajes bekannt sein mußte. Er aber war mir völlig unbekannt, und noch weniger hatten wir uns jemals gesehen. Wie konnte ich nun von seiner Bewerbung in Brünn etwas wissen? Meiner Erinnerung nach (ein Schriftstück kann ich nicht vorlegen) kam da« so, daß Chajes von mir ein Empfehlungsschreiben erbat, wahrscheinlich auf Rat «eines Wiener Lehre», Prof. Dr. Ad. B ü c h 1 e r, der mit mir aufs engste befreundet war. Heute weiß ich nicht mehr, ob ich ihm ein solches Empfehlungsschreiben gegeben habe oder nicht, jedenfalls liegt ee in Brünn, wie ma berichtet, nicht, bei. was aber auch erklären «ein mag, daß es sich Chajee überlegt und den ganzen Plan aufgegeben hat. Aus den Protokollbüchem geht hervor, daß Dr. Chajes als erster von allen Bewerbern zur Probepredigt eingeladen wurde, aber zu einer Probepredigt ißt es wohl nicht gekommen, da diesbezüglich keim Zeichnungen vorliegen, während über die der anderen Bewerber Präsidialmitteilnngen liegen. Die Zeit schreitet, fort; ich bin am Rabbinereeniinar in Wien, Chajes in gleiche! Eigenschaft in Firenze in Italien. Er entfaltet, daselbst eine rege wissenschaftliche Tätigkeit und kommt mehrfach auch auf meine Schriften zu sprechen, die ihm alle wohlbekannt sind, und die er wohlgefällig beurteilt: die« alles ist leicht aus der Bibliographie «einer Schriften zu ersehen. Aber noch immer kannten wir uns persönlich nicht. Da traf ea sieh, daß ich im Mai 1911 eine Reiße nach Italien unternahm; meine Frau mit, mir. Ein Besuch in Firenze und demzufolge eine Begegnung mit Chajes war von vornherein vorgesehen und erwünscht. In de« Tagen. 26. bis 30. Mai 1911, da ich und Frau in Firenze weilten, war Chajes sozusagen unsere «tändige Gesellschaft; nebstdem, daß wir natürlich auch das Haus des Oberrabbiners Dr. S. H. Mar-' g u 1 i e s häufig aufeuchton und uns alle jüdischen Institutionen ansahen, darunter auch daß Collegio Rabbinico, hier durchaus nur in der Begleitung Chajes'. Ihm habe ich es zu danken, daß mir hier ein großes Er- \ muß in Chajee’ ganz ersten Zeiten in Wien lebnis zuteil wurde: eine Freiluftaufführung geschehen sein. Als neuem Mann war es de« klassischen Stückes „Orestes“ von Chajes wirklich schwer giswesen, In die- Alfieri im römischen Theater auf der Höhe ser Frage Stellung zu nehmen, und er tat, des naheliegenden Fiatoie. Unterdes hatte was allein richtig und weise war; er ver- Chajee bei meiner Frau den Rebeotwürtröstete auf «eine künftige Amtstätigkeit, digen Cicerone gemacht, indem er »it ihr Wir wissen, daß es dann nicht gekommen den Ausflug in da« herrliche „Rosental“ bei ist; die Aufgaben, die «ich Ch'ajes gestellt Firenze unternahm. Auch noch die Abfahrt hatte, waten gana anderer Natur, und jene Bahnhof erfolgte für uns in Chajes’ Aufgabe bHeb unerfüllt... Begleitung. J Dann kam die Zeit, in der ich und Chajes Dann hatte ich ihn jahrelang nicht geauf je einen Lehrstuhl in der aeugegritasehen, auch eine Korrespondenz hat nicht deten Hebräkohen Universität za Jerusalem itattgefunden. Das Schicksal wollte es, daß designiert waren; wir sprachen öfter fidt-i rir uns erst in Wien treffen. Zum Obereinander über diesen Fall, und oe war berabbiner in Wien berufen, hielt Chajes schlossen, die Reise gemeinsam zu machen, am 23. April 1918 eine Ansprache in der Chajes und Krauß sind schön in Wien ge- VertrauensmännerversammJung, bei der ich blieben, und auf jene Lehnstühle wurden zugegen war, und es war mir vergönnt, ihm andere gesetzt. Warum? Das werden einet voller Freude die Hand zu drücken und zu die Akten eigeben; jetzt ist’e noch zu früh,;ratulieren. Von da an war meine Beriihdavon zu eprechen. ung mit ihm eine ständige, um nicht zu, Dafür eigab sich In Wien seihet ein geagen: alltägliche. Doch in dieser Lage! »einsames Arbeitsfeld in doppelter Beziewaren viele «einer Freunde und Verehrer j huag; erstens in de» Hebräischen Päd- Wien, und PereöoKehee habe ich da nicht;agofiura, das von Chajes begründet und ,.u berichten. Es dürfte jedoch nicht unbe-geleitet wurde und in das auch ich berufen kannt und in keinem Akte niedergelegtj wurde, (eiehe bei Roeenfeld, Seit« 56), sein, daß Chajes einer Bewegung ein | sodann in der Israelitischen Theologischen Ende machte, in der ich stark engagiert Lehranstalt, der Pflanzstätte, r. Es handelt sich um das Bestreben der Verbesserung (nicht Reformierung!) des Gottesdienstes in den Wiener Synagogen, da« von einer Gruppe von Männern au-uing, die sich „Wiener jüdisches Organsiationekomstee“ nannte. Wiederum hat eine Sitzung dieses Komitees etattgefunden, und zwar im Krügerheim, zu der auch, wie gebührlich, der neue Oberrahbiner von Wien geladen war. Das Datum fehlt mir, aber es Chajes hervorgegangen ist und der er Zeit seine« Lebens große Treue und Anhänglichkeit bewahrt batte. Lange saß er in dem Kuratorium, mehrere Jahre auch ate Präsident desselben. Es kt nur begreiflich, daß da ein Boden gegeben war, auf dem wir beide standen, wenn auch nicht in derselben Eigenschaft. Ein weiteres darüber zu sagen, erübrigt sich, da alle« niedergelegt ist in den Akten dieser Anstalt. _ Zwi Perex C&ajes: „Jeder unter seiner Fahne, nach Zeichen aus dem Vaterhause" Diese vom 19jährigen Studenten IT. Semester an der isr.-theol. Lehranstalt gehalten# Übwngsrede, wohl seine erste überhaupt, wurde uns aus dem handschriftlichen Sjachlaß Zwi Pjerez Qhsajfs' 7,0» ewtoalÄn Abdruck von Sludienrat Dr. M. Rösenfeld zur Verfügung gestellt. Der Geschichtsschreiber — sagt, uns e berühmtes Wort. — ist ein umgekehrter Prophet, ein Prophet der Vergangenheit. Wie der Seher die Zukunft, so enthüllt der Historiker uns die Vergangenheit, glaube aber nicht zu irren, meine Fn wenn ich den Geschichtsschreiber tatsächlich i Propheten im landläufigen Sinne des Wortes nenne, aber einen Propheten durch die Vergangenheit. Denn nach dem Geschehenen, dem Vergangenen, zeichnet ei die Konturen der Gegenwart und Zukunft. Daß mm aber das Seiende und Kommende Spiegel- oder Zerrbild der Vergingensei, können wir am deutlichsten Judentum wahrnehmen, da in seiner größten Teile passiven Geschichte zumeist dieselben Gestalten, nur in mannigfachen Kostümen, an unserem Auge vorbeihuschen. In jedem Geschlecht erstehen mächtige Feinde wider uns, die uns zu vernichten trachten, ein jedes Jahrhundert läßt blutige Spuren von Judenverfolgungen zurück —■ derselbe Begriff, der je nach Zeitrichtung und Zeitgeschmack unter verschiedenen Namen auftritt, derselbe Geist der Verneinung, der stets das Böse will und stets das Böse schafft. Bald religiöser Fanatismus, bald sozialer Kampf — hie rohe Gewalt, dort süße Lockung — aber immer dasselbe Lied — Bekehrung, Taufe oder Untergang. Und dennoch leben wir und. dennoch bliewir allen Stürmen und Wettern zum Trotz auf der Weltbühne, wir leben und überleben all’ unsere Gegner, und die uns tot geglaubt, sind längst schon begraben im kühlen Grabe der Vergessenheit, während ir immer neugekräftigt in die Arena treten! Unsere Weisen haben uns diesen Gedansn in ihrer präzisen Art klargelegt mit den Worten: „ln jedem Geschlecht soll sich der Israelit so betrachten, als ob er selbst das Sklavenhans Ägyptens verlassen hätte.“') Ein jedes Zeitalter hat sein Ägyp- , seine Ausbeutung und Unterjochung Israels, und ein jedes Zeitalter erzählt uns )n seiner wunderbaren Errettung. Ist nun aber die Methode dieselj^ geblieben, die unsere Vernichtung harbeHühren *) Bewaehhn 116 b. sollte, so müssen auch die Mittel, die einst unsere Erhaltung gebracht, auch jetzt noch heilkräftig sein.“ Es muß demnach unser ernstes Streben darauf geriebtet sein, ausfindig zu machen, welche» Art diese Mittel Waren und wie sie angewendet weiden soliJgJb. Wie c« heißt: *Upd du sollst an mam Tage deinem Sohne sagen können: Deswegen hat Gott jene Wunder an mir getan, als ich aus Ägypten zog.“5) Auch unserer heutigen Sidra werden wir einige dieser Arzneien zu entnehmen wissen: 1. Festhalten an althergebrachten, nationalen Eigentümlichkeiten; '2. Erhaltung der Familienreinheit. — anknüpfend an den Bibelvers: "Jeder unter seiner Fahne, nach Zeichen aus dem Vaterhause.“ I. „Jeder unter seiner Fahne, nach Zeichen aus dem Vaterhause.“ Meine Freunde! Trotz seiner gewaltigen, ungeahnten Erfindungen und Entdeckungen, die uns Tag für Tag-, Stunde für Stunde neue Überraschungen bereiten, hat der Mensch doch im großen wie im kleinen mehr für das Allgemeine, für da« Umrißliche als für das Einzelne Sinn und Auge. Ein Forscher, ein Denker, der sich einen stolzen Gedankenbau errichtet, wie leicht kann er den Verfall, den Umsturz seiner hehren, so festgewähnten Burg erleben, weil er ein unbedeutend geglaubtes Glied in der Kette der Entwicklungen aus dem Auge gelassen. Ein Feldherr, ein Scblachtenlenker, der sich vor sein Geistesauge das Operationsfeld hinzaubert — wie leicht kann er die Trttglichkeit seiner Gei-, stesarbeit erfahren, weil ein von ihm über-] sehener oder nicht gehörig gewürdigter j Streifen Landes seinen so herrlich ersonne-' Plan zuschanden macht. Auch im alltäglichen Leben können wir wahrnehmen, daß ein geringfügiger Umstand, der unserem für Einzelheiten nicht genug geschärften Auge entgeht, die kleine Ursache großer Wirkungen wird. Und ganz so im Leben der Nationen. Äußerlichkeiten, die wir vielleicht keines Blickes würfligen, können gar oft für die Erhaltung oder Zertrümmerung einer Volksexistenz ausschlaggebend werden. Darum eben sind die Wege der Vorsehung für die Sterblichen unentwirrbar, weil ihr kein Mitzu gering, kein Ding zu unbedeutend ist, dadurch ihre erhabenen Ratschlüsse zur Ausführung zu bringen. „Der Stein, den die Maurer verwarfen, er wurde zum Ecksteine!““) Unsere Weisen, die besten, ja die einzigen Gewährsmänner für einen guten Teil unserer ältesten Kulturgeschichte, berichten uns, daß zur Zeit der ägyptischen Ge*'orenschaft unsere Urahnen auf einer ebenso niedrigen Kulturstufe standen wie ihre Herren, die Chamiten. „In Götzendienst versunken war rea die Israeliten in Mizraim“*), ja in mancher'Beziehung war ihr Niveau noch tiefer als das ihm Zwingherren; denn der freie Ägypter erlangte Kenntnis von den schon damals nicht gering anzuschla''#wien Errungenschaften seiner Kunst und Wissenschaft, was dem dienenden Sohne Sem« verschlossen blieb, er half mitbauen an unsterblichen Denkmälern, aber er war mir ein Werkzeug in Händen ä.ervptischer Baukünstler. „Die Mizrim haben uns schlecht gemacht.“5) Aus dem freien, mutigen Hirtenstamm, der einen kühnen Kampf mit den Naturgewalten und den wilden Tieren des Wäldes führte — „War ich am Tage draußen, verzehrte mich die Glut, die Kälte des Nachts“*) ruft unser Erzvater Jakob aus; „Den Leu und auch den Bären erschlug dein Knecht“5) erzählt später stolz der junge David —, wurden demütige Sklavenseelen. Mißtrauisch und hoffnungsarm verschlossen sie sieh den begeisternden Worten eines Moses! Und was war das Zaubermittel, das die Fähigkeit gab, ein Volk zu werden, das berufen war, als Lehrmeister der Welt Jahrtausende zu überdauern; was war der edle Keim, aus dem der Baum jüdischer Tugenden erblühte? Auch darüber geben uns die Chachamim Auskunft. Ein Punkt, von ihnen angeführten, soll zunächst den Ausgangspunkt unserer Besprechung bilden — ein Punkt, dem praktische Bedeutung rächt abgesproohen werden kann und dem doch die wenigste Aufmerksamkeit geschenkt wird, und der lautet: „Dieweil sie nicht ihre Namen dem herrschenden Geschmack zum Opfer gebracht“;*) „Rüben und Simon kamen ins Land — Rüben und Simoo zogen auf dem Lande“. „Aus Jehuda wurde nicht Julianus, aus Rüben nicht Rufus!“ Mehr als je muß Jetzt an unsere Brüder die Mahnung eigehen: „Jeder unter eigner Fahne mach Zeichen aus dem Vaterhause!“ Mehr als je möchten wir ihnen die Worte zurufen: Der Name hat seine Bedeutung,®) jawohl, der Name hat seine Bedeutung, dl« viel zu sehr unterschätzt wird! Es ist eis# .Tatsache, die man leider zu of( zu, k tiefen Gelegenheit hat, daß, Juden, t Hause und in der Synagoge fest und t schütterlich jede religiöse Zeremonie b®“ obachten, das eifrige Bestreben zeigen, ha gesellschaftlichen Leben — wo das Religiöse schweigt — es ihren andersgläubigen Landesbrüdern in einer zuweilen geradezu komisch wirkenden Weise gleiehzutun. Jeder auch noch so unvernünftigen Ausgeburt fremden Hirnes bemächtirren sie sich mit überhastendem Eifer, während sie grandiose Sitten jüdischer Herkunft stillschweigend übergehen! „An Erzeugnissen von Fremde» nur finden sie ihr Genüge.“5®) Es wäre zu hart geurteilt, wollte man darin nur die uns schon so oft zum Vorwurf gemachte Auf- und Zudringlichkeit erblicken . oder gar blinden törichten Nachahmuncstrieb. Es sind vielmehr andere, tiefere Motive, die dabei ihre Hand haben. Zunächst jene« mächtige Verlangen im Herzen dee Niedrigstehenden. eich dom Höherstehenden irgendwie gleiehetellen zu können und die Unterschiede verschwinden zu machen. „Leidenschaftlich wird das Begehren de# von der Gesellschaft Geschiedenen.“51) Daher jenes Haschen nach Ttiteln, Ehrenstellen und Luxus. Denn es ist ja nur zu bekannt, daß wir in vielen Ländern unsere« Exil« nur de» Gesetze nach mit den Bekennern anderer Religionen gleichgestellt sind, daß es ein weiter Weg ist von der Theorie zur Praxis und daß nur eine leicht zu durchbrechende papierene Wand uns von unserer früheren Rechtlosigkeit trennt. Doch kurz ist der Wahn derjenigen, die -ich schmeicheln können, zu dem von ihrer Eitelkeit vorgesteckten Ziel gelangt zu sein. Nach einer Weile Sinnontaiunel« werden sie von ihren vermeintlichen Freundem ausgesaugt und auegebentet, mit höhnendem Gelächter fortgeetoßen: „Sie sahen, die Grausamen, und spotteten ihrer Vernichtung.“15) Anderseits ist es wohl ein tiefes *) Meehilta Bo, Kap. 2. 6) Deuter. 38, 6. *} Gen. 31, 40. H I. Sam, 17, 36. *) Meehilta Bo, Kap. 5 n. 6- •) Ber. 7b. “) Je«. 8, 6. “) Ppv. 18, 1. **) Tbreui 1, Z Oberrabbiner Chajes® Eröffnung: Sonntag’, 21. November 1937, 11 Uhr vorm. Dauer? Vom 21. November bis 5. Dezember 1937 Besuchszeit: An Sonntagen von 10 bis 1 Uhr mittags und 3 bis 9 Uhr abends, Montag bis Donnerstag von 3 bis 9 Uhr abends '

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.