Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1937-11-05 · Heft 691 (5.11.1937) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 691 (5.11.1937)
Date
1937-11-05
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3053752-3054431-3054448--7042-3520195
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Kr. m. — Wien, Freitag, 8. November 1887. Dil STIMM! Soft« 5 I RUNDSCHAU I LÜSTLINGE UND WÜSTLINGE nennt der Nationalsozialismus di© Juden und er hat eigene Gesetz© geschaffen, durch die die „arische" Weiblichkeit vor jftdiachen Nachstellungen geschützt werden soll. Ein solche« Gesetz zum Beispiel ist das Gesetz über das Mindestalter „arischer" Hausangestellter in jüdischen Familien. Diese Anschuldigungen und die daraus erüosaenen Gesetze sind in Wirklichkeit nur Ausgeburten der nationalsozialistischen Sexualphantasie. Wie der Schelm ist, so denkt er. Das beweist jetzt wieder einmal authentisch der „Westdeutsche Beobachter", da« Kölner NazibLatt, in einem Gerichtssaalbericht über die Verurteilung braver nationalsozialistischer „Betriebsführer“ — wegen Verführung ihnen unterstellter weihlicher Personen. Das Blatt stellt in einem Kommentar zu dem Bericht fest, daß die zwei Fälle, di« jetzt zur Aburteilung gekommen sind, durchaus nicht vereinzelt dastünden und daß diese Sorte von Betriebsführern nachgerade zu einer „Gefahr für das sittliche Fundament der deutschen Familie" werden. HAUSNAZI in einer der wenigen noch zahlungskräftigen jüdischen Familien Deutschlands zu werden, ist auch nach der Ausrottung der Arbeitslosigkeit durch den Nationalsozialismus ein sehr begehrter Beruf. Der Jude in Deutschland weiß nie, ob nicht irgendeinmal irgendwo bei irgend einer Behörde oder einer Parteistelle aus irgend einem nichtigen Grund ein Verfahren gegen ihn anhängig gemacht wird, und da ist es gut, jemanden zu haben, der einen rechtzeitig benachrichtigt, und womöglich auch imstande ist, das Unheil abzuwenden. „Beziehungen“ sind dort, wo Recht und Gerechtigkeit aufgehört haben, lebenswichtig. Die Nazi nützen die Angst der Juden geschäftstüchtig aus und man nennt in eingeweihten Kreisen heute schon Summen zwischen 500 und 2000 Mark als das übliche Monatshonorar eines solchen Hausnazi. Es gibt Familien, die sogar mehrere solcher Burschen erhalten müssen. Wenn von einem Juden das Gerücht. geht, er habe viel Geld und wenig Nerven, hat er jeden Augenblick den Besuch eines Pg. zu gewärtigen, der ihm zuflüstert, es liege „jhSfaV gegen iftti vor;-« werde Malheur geben, aber, nun ja, man wisse schon, wie das ist... nicht alle Juden sind schlecht... aber der Sold ist gering und man sei auf jede Mark angewiesen... also etwas wird der Herr doch schon anlegen, wenn man ihm einen Gefallen erweist... In 999 von tausend Fällen zahlt der Jude, er zahlt zuerst von Fall zu Fall kleinere Summen, schließlich „einigt“ man sich auf .Monatliches“, dann hraueht man den Herrn ja gar nicht mehr mit jeder LappaMe belästigen, es wird schon altes erledigt, der Herr kann ruhig schlafen, man wird nur jeden Ersten kommen... Für „gute Adressen“ werden in Nazikreisen ansehnliche Provisionen gezahlt, und es gibt auch schon, ganz nach amerikanischem Gangstervorbild, Banden zur gemeinsamen Ausbeutung der jüdischen Angst. Der eine zeigt an, der andere rettet. Eine nicht unwichtige Rolle spielen dabei gewisse Weiber, die sich in die Nähe des ausersehenen Opfers drängen, ihm schöntun und dann, wenn er Liebenswürdigkeit mit Höflichkeit oder gar etwas mehr als Höflichkeit beantwortet, bei der nächsten Nazistelle die Anzeige wegen versuchter Raissenschande erstatten. Ein Zeuge war' natürlich in der Nähe und der Jude muß zahlen, wenn am nächsten oder übernächsten Tag der „Retter“ in seiner Wohnung erscheint. Deutsehland 1987... UM EiN S hat in Ungarn die jüdische Assimilation einen tollen Kampf in Szene gesetzt. Das antisemitische Blatt „Uj Magyarsäg“ hat jüngst zwei Gedichte des verstorbenen ungarisch-jüdischen Dichters Josef Kiss hämisch glossiert und dabei den Namen des Autors mit einem S geschrieben. Darüber ist die Familie des. Dichters samt der übrigen ungarischen Assimilation in helle Wut geraten und man ist schließlich zum Kadi gelaufen, um wegen des unterschlagenen zweiten S Genugtuung zu verlangen. Zu diesem komischen Prozeß muß dem uneingeweihten Europäer folgendes über ungarische Namenschreibung und ihre welterschütternde Bedeutung gesagt werden: Es gibt ungarische Namen, die orthographisch, und solche, die unorthographisch geschrieben werden. Im allgemeinen ist die unorthographisebe Schreibweise ein Zeichen größeren Alters des Namens, also der „Bodenständigkeit“ der Träger. Vielfach werden adelige Namen (wie auch im Deutschen, zum Beispiel Stürgkh) in besondere unmöglicher Hei« ge¬ „RASSISCHES UND KLASSISCHES MORSEN PREMIERE Offenbaoh-Saal, Punkt 8 Uhr, IV., Treltlstraße 3 Zur Zeit, wo dieM Zeiten in Druck gehen, ist die Premiere bereits fast ausverkauft. Nur noch wenige Karten sind im Zion. Landesverband, L, Marc-Aorel-Str. 5, U 22-2-3 1, sowie an der Abendkasse erhältlich. MORGEN PREMIERE „RASSISCHES UND KLASSISCHES El IC schrieben. Und da ln Ungarn das Wort „von“ nicht existiert, ist sehr oft die veraltete Schreibweise eines Namens ein Hinweis auf den Adelsrang seiner Träger. Darum ist man auf solche Namen besonders happig. Dagegen sind seit der Massenmagyariai-erung der — vorwiegend von Juden getragenen — deutschen Namen alle orthographisch geschriebenen Namen, die auch in der gewöhnlichen Sprache einen Sinn haben, von vornherein verdächtig. Wenn zum Beispiel einer Halasz heißt, was soviel wie „Fischer“ bedeutet, oder Kalmar, was „Greteler“, oder Kis, was „Klein“ heißt, so ist eins zu zehn zu wetten, daß es sich um „Zugereiste“, vielleicht gar Galizianer, handelt. Also darum die große Aufregung der Familie Kiss und der ungarischen Assimilation wegen des von den Antisemiten unterschlagenen zweiten S im Namen des Dichters! Der Sohn des so Verunglimpft«! erklärt empört im Budapestcr Assimilantenblatt, er könne dokumentarisch nachweisen, daß sein Urgroßvater zur Zeit Josefs II. rechtmäßig zwei S bekommen habe, die Familie sei also keine ins Magyarische übersetzte Familie Klein, sie sei eine Originai-Kiss-Familie. bodenständig, überbodenständig! Er und seine Familie verlangen „moralische Genugtuung“ für die Verunglimpfung. Das Gericht war boshaft genug, die Klage der Familie anzunehmen und eine Verhandlung anzusetzen. Den ungarischen Juden bleibt nichts erspart. In ihren fürchterlichen Borgen werden sie jetzt von irrsinnigen Namen-Fetischist™ noch der öffentlichen Lächerlichkeit preisgegeben. Jehuda. JÜDISCHER SPORT DritteMakkabiah abgesagt Prag, 4. November. (JTA.l Der Makkabi -Weltverband teilt dem tschechoslowakischen Makkabi-Kreis mit: Einer amtlichen Mitteilung zufolge ist die Durchführung der Dritten Makkabiah im Jahre 1938 ausgeschlossen. Die Exekutive des Makkabi-Weltverbandes sicht sich deshalb veranlaßt, die Dritte Makkabiah zu vertagen. Der M a k k a b i - K o n« g r e ß wird in der ersten Hälfte 1938, wahrscheinlich ln London, stattfinden. Wiener jüdische Schwimmer in Breslan Ais der Schwimmklub „Hakoah“ die Einladung erhielt, mit einer großen Gruppe, von Schwimmerinnen, Schwimmern und Wasserballern zu einem jüdischen SehwimmfeH nach Breslau zu kommen, ahnte niemand, welch schwere Aufgabe die Wiener Sportler auf sich nahmen. Sie konnten nämlich nicht wissen, weiche Erwartungen in sportlicher und gesinmmgsinäßiger Richtung an diesen Besuch geknüpft wurden, wie freundschaftlich und liebevoll die Aufnahme sein würde und wie groß die Schande gewesen wäre-, wenn sie versagt hätten. Das Fest bildete seit Tagen den Gesprächsstoff bei den Juden von Breslau, die Veranstaltung war bis auf den letzten Platz seit Tagen ausverkauft und erhielt, wie sich der Präsident des Jüdischen Schwimm Vereines in einer Ansprache ausdrückte, seiden Wert durch die Anwesenheit der Hakoah-Schwlmmer aus Wien. Zionistische Bezirlcssektion, II-, Praterstrsße 13 — Mittwoch, 10. November, l/,9 Uhr abends: Dr. Oskar Grünbauin, Präsident des Zionistischen Landesverbandes Für Österreich: „Die Lage der luden und der Judenstaat" Das Judentum im südslawischen Staat Zur Beurteilung der Lage der Juden in Jugoslawien muß man sich vor Augen halten, daß Jugoslawien, abgesehen von dem Einfluß der wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland und Italien/sich den Ideologien dieser Staaten genähert hat. Es kommt hinzu, daß besonders Deutschland große Anstrengungen macht, die führenden Kreise Jugoslawiens für seine Ideen zu gewinnen. Auch die angeblich nur wirtschaftlichen Zwecken dienende „Technische U n i o n“, die von beiden Staaten als private Gesellschaft gegründet ist, wird, wie Kundige versichern, stark m propagandistischen Zwecken benutzt Hier' soll aber in letzter Zeit, da der Regierung diese dunkle Arbeit bekannt und von ihr unangenehm empfunden wurde, Wandel eingetreten sein. Es besteht kein Zweifel, daß in den letzten Jahren der Antisemitismus deutlich spürbar Junger PROFESSOR . erteilt Unterricht in Buchhaltung und anderen katftmännlsdiftn Fächern VII., Lercbenfelderatr. 85-89, V. Stock, Tür 26 wird. Er äußert sich in drei Organen, von denen das eine, „Barikan“ (in serbischer Sprache), wie allgemein behauptet wird, von deutscher Seite Bnandert ist. Ein zweites, „Erwach e“, in deutscher Sprache, ähnelt hier und da sehr dem Nürnberger „Stürmer“. Während früher üble Nummern des „Balkan“ beschlagnahmt wurden, geschieht dies heute nicht mehr. Die Organisationen der Jüdischen Gemeinden Der Verband der jüdischen Kultusgemeinden des Königreichs Jugoslawien (Sa.vez jevrej&kih veroißpovednih opstina Kraljevine Jugoslavije) ist eine Zwangsorganisation. Er ressortiert unter dom Justizministerium, in dessen Wirkungskreis die religiösen Angelegenheiten fallen. Er ist staatlich anerkannt, hat in religiösen Angelegenheiten Entscheidungsrecht und ist darin die letzte Instanz, ^egen die es bei staatlichen Behörden keinerlei Einschränkungsrechte oder Beschwerden gibt. Der Verband geht aus demokratischen Wahlen hervor. Die so gewählten Abgeordneten treten zu einem Kongreß zusammen, der das Präsidium wählt. Die Wahl des Großrabbiners erfolgt durch den Hauptaussehuß des Verbandes, ergänzt durch den Vorstand der Großgemeinden (Zagreb, Beograd, Sarajevo und Subotica). Der Verband ist anf zionistische Initiative hin entstanden. Er wurde 1929 durch ein Staatsgesetz legalisiert. Während der Jahre 1929 bis 1933 gab es gewisse innere Schwierigkeiten. Die überwältigende zionistische Majorität — von 200 Delegierten waren 191 Zionisten — brachte anf dem Kongreß 1933 die Einigung und eine einheitliche Führung zustande. Vorstöße, die im Jahre 1936 erfolgten, wurden ebenfalls durch die mehr als 95prozeotige zionistische Majorität abgeschlagen. Heute liegt das Präsidium des Verbandes in den Händen von Dr, Friedrich Pops, der gleichzeitig der Präsident, der asohkenasischen Gemeinde und Vizepräsident der zionistischen Landesorganisation ist. Der Verband der jüdischen Kultusgemeinden in Jugoslawien will — es gelingt dies immer mehr — die Zentralstelle für die jüdische Kulturarbeit in Jugoslawien werden. In einer theologischen Mittelschule, die vom „Savez“ verwaltet und vom Staat materiell erhalten wird, werden Relfgions- und Hebräischlehrer erzogen, die fast alle vom Verband angestellt und in ärmere, aber kinderreiche Gemeinden als Lehrer geschickt werden. Der Arbeit des Savez kommt der sehr positive Religionslehrplan des zuständigen Unterrichtsministeriums zugute. Es ist ein Plan, der den Juden in Jugoslawien alle Möglichkeiten gibt, im Rahmen des Religionsunterrichtes ihre Kinder in echt jüdischem Geiste zu erziehen. Er sieht sogar das Lernen der lebendigen hebräischen Sprache, also nicht nur der Gebetssprache, vor. Die deutschen Flüchtlinge In Jugoslawien Der Verband der jüdischen Kultusgemeinden in Beograd ist als.Zentral.komitec für die deutschen Flüchtlinge anerkannt. Gegenwärtig befinden sich im Königreich Jugoslawien etwa 300 j ü d ischc Flüchtlinge aus Deutschland. Hinzu kommen noch rund 120, die ohne Zwang Deutschland verlassen haben und auf einem von dem Verbände gepachteten Gute auf Hachscharah arbeiten. Tüchtiger Klavierstimmer ausgezeichneter ftinalker, vos Muslkprofes- Bor bestens empfohlen« empfiehlt sich iui Stimmen n. znr Instandsetzung vonKlavteren Siegmund PrSnkel, II., Scholzgasae8 Christen für den Palästina- Aufbaufonds Die von Irene Harand herausgegefoene „Gerechtigkeit“ veröffentlicht die folgende, dem Blatte aus Cakovee, Jugoslawien, zugakotrimene Zuschrift: „Cak o v e c ist ein Städtchen von 6000 Einwohnern. Elf Christen unserer Stadt leisten für den Palästina-Aufbaufonds (Keren Hajessod) den Jahresbeitrag von je einem englischen Pfund. Diese Elf_ haben die Verpflichtung natürlich freiwillig übernommen, darüber hinaus aber auch freudig. Sie finden es erhebend, einen Akt der Gerechtigkeit auszuführen und an der konstruktiven Löung des europäischen Judenproblems tedizunehmen.“ Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien, II., Ferdinandstraße 28/8. Montag, den 8. d., Uhr, Klubsaal der ,/Hakoah“. I., Wiefingerstraße 11 (Cafe Atlashof). Vortrag des Bundeskulturrats Bofrat Professor Doktor S. Frankfurter: „Samson .Wertheimer“. — Eintritt frei, Am Vormittag hatte eg noch ein kleines Konditionstraining im Bad gegeben und nachher im Autobus ©ine Rundfahrt durch die Stadt. Am Nachmil t ag um 2 Uhr waren alle wieder im Bad und um >43 Uhr begann der Aufmarsch. An der Spitze ging«11 die einheitlich gekleideten Funktionäre und dann folgte die Schwimmergruppe der „Hakoah“ Wien unter Vorantragung der rot-weiß-roten und blau-weißen Fahnen. Ihr schlossen sich die Vertreter der zehn jüdischen Vereine an, die aus allen Teilen Deutschlands zur Teilnahme an diesem Sebwimmfest gekommen waren. In der Ehrenloge war unter andern der Leiter des österreichischen Konsulates an* wesend, der sieh auch saust der Wiener jüdischen Schwimmer auf das freundlichste an na hm. Der Präsident des jüdischen Sohwimmvereins und de« Makkahi in Breslau hielten Ansprachen, worauf die Tikwah angestimmt wurde. An dein Fest nahmen nicht nur Makkabivereine, sondern auch zahlreich© Gruppen des nichtzion ischen „Schild“ teil. Überlegener Sieg der Hakoah Glücklicherweise waten die Hakoahner darob die großen Erwartungen, die man in sie setzte, nicht nervös geworden, sondern ließen sich im Gegenteil dadurch zu besonderen Leistungen anspornen. So kam es, daß die Hakoahner ln Jedem Bewerb, in welchem eie antraten, den Sieger stellten und auf diese Weise wirklich dl* Aufgabe erfüllten, den in Deutschland unter kaum faßbaren Schwierigkeiten arbeitenden jüdischen Sportlern als Beispiel zu dienen. & ist fast unmöglich, di© erzielten Leistungen der Hakoahner und Hakoaknermnen zu besprechen oder einzelne von ihnen hervorzutoeben, da alle 24 Schwimmerinnen und Schwimmer wirklich ihr Bestes gaben. Als ganz besondere Leistung seien vielleicht di© 200-m- Brust von Eibogen (2:57.6), die 100-m-Riikken von Renate Kreindlor (1:28,4), die 100-m-Kraul von Haber (1:04.9), die 400-m- Kraul von K u 1 k a (5:S2) und die 100-m-Brust von Liesl Lustig (1:34,7) hervorgehoben. Überwältigend war auch der Sieg der Wasserballer über ©in« Auswahlmannschaft des „Schild“, die mit 18:1 Toren unterlag. In Anbetracht dessen, daß anch unter weit günstigeren Umständen die jüdischen Schwimmer in Deutschland keine besonderen Leistungen zeigten, ist trotz der Überlegenheit der Wiener Schwimmer der Fortschritt ganz deutlich bemerkbar: Schon jetzt sah man einige Zeiten, die man auch objektiv als gut bezeichnen muß und vor allem gab es eine solche Menge aufstrebender Jugend, daß man — wenn auch auf weite Sicht und immer unter der Voraussetzung, daß die Verhältnisse nicht noch schlechter werden — mit einer weiteren Steigerung des Könnens der jüdischen Schwimmer in Deutschland rechnen kann. Sicher hat di© Anwesenheit der „Hakoah“ in Breslau in dieser Richtung viel genützt und dem Schwimmsport «inen Sterken Auftrieb gegeben. Mit der „Hakoah“ nach Bratislava. Der Schwimmklub „Hakoah“ veranstaltet Sonntag, den 14. d., eine Autobusfahrt nach Bratislava, wo ©in Klubkampf gegen „Bar Kochba“ durchgeführt wird. Dia Reis© wird Sonntag früh angetreten. Die Reiseteilnehmer smd Sonntag abends wieder in Wien. Fahrpreis S 7.50 oder inklusive Eintritt zum Meeting und Nachtmahl in einem Restaurant in Bratislava S 10.—. Anmeldungen täglich im 8« kretariat ,W»singerstraße 1Ü, '

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.