Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 3 (1915-1916)
- Issue
- 1 (5.1915)
- Date
- 1915-05-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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tm& viel Mazzos. Eine Hai sich entschuldigt, sie könne nicht mit, fir hätte keinen „jomtofdicken" Rucksack. An einem andern Sonntag sind wir auf den höhen von Icking und Welchstedt Ski gelaufen. Die kleinste von Allen, die Edith, ist mit viel Schwung und Schneid abgefahren, aber eine, die ist sehr viel umanand gekugelt und ist mehr runter gefallen als gefahren. Braungebrannt sind wir nachhause gekommen. Ein anderes Mal, da sind wir in den Forstenrieder park, da wars besonders schön, wir haben viel gesungen und gespielt, da bin ich, ich muß es zu meiner Schande gestehen, auf den Gedanken gekommen, ein kleines hütterl zu erbrechen und mit großer Blüh und Not gelang es mir mich raufzuschwingen und ein kaputnes Fenster einzuhauen, und von innen 31t öffnen. Nachdem wir schon lange wieder beim Spiel waren und unsre Schandtat vergessen hatten, da kam ein Pfundskerl von einem Jäger mit 2 Hunden und machte einen Mordsskandal und schrie uns an, fsdaß wir gleich unsre vielen Sachen packten und mit großen Schritten uns fortmachten. Nachgeflucht hat er noch und es hat, glaub' ich, so geklungen, daß wir uns nicht so bald wieder blicken lassen sollten. So was dürfen wir halt ja nimmer tun. Und jetzt hört folgendes. Die schönen Fahrten in aller herrgottsfrüh, die müssen wieder aufge» nommen werden. Denn was ein echter Wandrer ist, der kann garnicht bald genug fortgehen. Der weiß, daß es draußen am frühen Morgen am allerschönsten ist, wenn die Sonne noch nicht so heiß irr den Nacken brennt und wenn die Wirtshausausflügler noch bis an die Dhren in den Federn stecken. Aber freilich, da ist es viel be» quemer, bis 8 Uhr schön auszuschlafea und dann recht gemütlich hin» auszubummeln. — Und nun, liebe Wanderschwester, denk einmal ehrlich darüber nach, wie es mit Deinem Wandern steht. Eine jedo einzelne soll Mitarbeiten an der Gestaltung des Ganzen und sei es nur rege Beteiligung an Fahrten, die doch immer das Gepräge der Teilnehmer tragen, tauft aber um Gotteswillen nicht stumpfsinnig mit und denkt, der Führer wird schon alles wissen; da habt ihr gar nichts davon. Gebt genau acht, was der Führer macht, nehmt Aarten mit und seht sie auch an, schaut euch die Natur an, nehmt einmal ein Skizzenbuch mit, denkt einmal darüber nach, was zu einem rich» tigen Abkochplatz alles gehört und dergl. mehr. Mit einem Wort: Arbeitet ordentlich mit, daß wir auf tüchtige Leute herabschauen, denen wir einmal mit Freuden und ohne Sorge den Wanderbund anver» trauen können. Tut einmal nach diesem Rezept, und ihr werdet viel