Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 22 (1881)
- Issue
- Heft 19
- Date
- 1881-05-04
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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XXEL Jahrgang. Zweite Gritage;u Nr. 19 des Israelit. Leitender Artikel. Literarischer Wericht. ->SO 7^^^^ amn 'ZN p^>n ÜQ "pi bwZ.i nsDD rvxDiH too rrnrp ’s^«3 Tj/sn 'Zvv NZN .^LZ'IIN p"pn OPZ"-> 2yW PNL' (Schluß.) „Mein Werk umfaßt somit nahezu die ganze mündlich überlieferte min und die Art und Weise ihrer Erforschung. Der Werth des vorliegenden n'jDn omn 'd würde jedoch nicht beeinträchtigt, auch wenn Gott mir das Glück gewährte, mein Buch i"n erscheinen lassen zu können, weil es dann als Auszug und Inhaltsangabe dienen könnte. „Ich habe nun meine letzteKraft für diese Veröffentlichung meines Buches aufgeboten, aber ich kann die Last der mir erwachsenen Ausgaben nicht länger ertragen. — Die erschienenen zwei Theile haben mir bereits schwere Geldopfer auferlegt, und das Bewußtsein, nicht einmal das Buch nmn omn vollständig veröffentlichen zu können, erschüttert mir die Seele. „Deßhalb trete ich vor Euch mit der Bitte um Gnade und Erbarmen, theure, verehrte Leser, für mich und mein Buch. Man vergegenwärtige sich das Ziel dieses Werkes, sowie die Sorge und Mühe, die ich ihm zuwendete. Für mich verlange ich nichts. Ich lebe G. s. D. wohlgeachtet in einer verehrungswerthen Stadt, in welcher für meine persönlichen -Bedürfnisse hinlänglich gesorgt ist. Vergnügungen, denen Menschen sonst nachstreben, haben für mich keinen Reiz; nur um meines Buches willen bitte ich Euch um Beistand und Gnade. „Ich weiß, daß Liebe und Erbarmen die hervorragende Zierde unsrer heiligen Nation sind, ich weiß, daß der Mann, der an die Thüre unsrer Edlen pocht und die Hand ausstreckt, sie nicht ohne reiche Segensspende zurück zu ziehen braucht. Was soll aber ein Mann thun, der seine und seines Buches Ehre nicht so tief herabsetzcn kann, um an denThü-! ren zu betteln! Es gibt doch Männer, deren Natur das einmal nicht kann, und die sich auf dieses Metier nicht verstehen; und ich darf wohl öffentlich sagen, daß ich selber zu diesen Männern gehöre! „Außer dem Buche o'wn cmn habe ich schon zwei Bücher drucken lassen, aber es wird Niemand sagen können, daß ich je sein Haus mit meinem Buche betreten hätte, denn mein innres Gefühl sträubt sich gegen solche Herabwürdigung der unsrer m-n schuldigen Ehre. Der Himmel ist Zeuge der Thränen, die ich schon bei dem Anblick vergossen habe, den der Verfasser eines Buches gewährt, der seine und seines Buches Ehre in den Staub zieht, indem er an den Thüren der Neichen bettelt! „Davon jedoch abgesehen, erlaubt mir auch meine Stellung nicht, mich längere Zeit von Hause zu entfernen, denn außer meinen schwer auf mir lastenden Berufspflichten erfordert auch die Fertigstellung meines Werkes d’d rn große Arbeit, da noch einige Bände der Ergänzung und Sichtung bedürfen. Ich wende mich daher an Diejenigen, welche ein Rabbinat bekleiden, die Verbreitung meines Buches unter den einsichtigen Edlen unsres Volkes zu vermitteln. „Ew. Ehrwürden bitte ich daher meinen Worten Beachtung zu schenken, dann glaube ich die Zuwendung Ihres Segens und Ihre Fürsorge für eine allgemeine Würdigung meines Buches erwarten zu dürfen. — Was ich von den einsichtsvollen Männern unsres Volkes erbitte, ist eine aufmerksame, wohlwollende Prüfung. Es handelt sich nicht um eine Bereicherung an Besitz oder Ehre für mich, sondern nur darum, meinem Buche durch die Drucklegung das Leben zu sichern. „So richte ich zu Gott mein Gebet, daß er mir beistehe, zu vollenden, was ich unternommen, zur Ehre seines großen Namens, zur Verherrlichung unsrer heiligen Thora und unsrer lauteren, heiligen Weisen, gesegnet sei ihr Andenken, das ist mein ganzes Wollen und Streben." Vielleicht findet dieses „Wort an die Leser" jüdische, für unsre Thora warni schlagende Herzen, die sich glücklich schätzen, an einer so großen mso, wie es die Veröffentlichung eines solchen Werkes ist, Theil nehmen zu können. — Vielleicht veranlaßt diese ergreifende Bitte thorakundige Männer, das Buch sich anzuschaffen! Sie werden bann den Jammer empfinden, den es bedeutete, wenn ein solches Werk aus