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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main · 1869-01-01 · 1869 · page 37

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— 38 — Masiums in Breslau, verließ diese Schule Ostern 1850 mit dem Zeugniß der Reife und studierte bis .zum Winter 1852 in Breslau, dann bis 1855 in Berlin Philologie und vorzugsweise Geschichte. Wie ich in Breslau ordentliches Mitglied des damals unter Gust. Ad. Stenz.el stehenden historischen Seminars war, so nahm ich in Berlin thätigen Antheil an den von Leopold Ranke geleiteten historischen Uebungen. Im Februar 1855 wurde ich in Berlin zum vr. Ml. promovirt, im folgenden Jahre erwarb ich die unbedingte faoultas äoeenäi. Von Stenzel war ich in das Studium der Geschichte des Mittelalters eingeführt worden, durch die Lösung einer von der philosophischen Facultät zu Breslau gestellten Preisaufgabe (1852) kam ich zur Beschäftigung mit der österreichischen Geschichte. Dies brachte mich — da ich damals unter dem Ministerium Raumer als Jude in meinem preußischen Baterlande eine Lehrthätigkeit an einem Gymnasium oder einer Realschule, die ich mir bei meiner ausgesprochenen Neigung zum Lchrerberufe so sehr wünschte, nicht finden konnte, wie mir denn auch später, meines Glaubens wegen, selbst die Abhaltung des Pädagogischen Probejahres nicht gestattet wurde — zu dem Entschluß nach Wien zu gehn. Hier lebte ich im Winter 1856—57 ausschließlich historischen Studien, trat im Frühjahr 1857 als Erzieher in das Haus des dortigen preußischen Consuls, Moriz Ritter v. Goldschmidt, und blieb in diesem Hause, dem ich noch heute in Liebe und Verehrung anhänge, bis ich im November 1859 nach Berlin als Lehrer an das eben begründete jüdische Lehrer- Seminar und an die Religionsschule der Gemeinde berufen wurde. In dieser, für meine Pädagogische Bildung fruchtbaren Lehrthätigkeit blieb ich, bis ich Anfangs August in meine jetzige Stellung eintrat. Im Druck sind von mir erschienen: 1) De eleetione Ruäolxlii I re^is, aä^eeta sunt rsruro. inter RuZolpkum I et Ottoearnm Loksmiss rsAsrn aorarum eaxita aliquot. OisssrtAtio luau^uralis kistoriea. Lerolini. Lekaäe 1855. 2) Ueber die Echtheit und Bedeutung der Urkunde vom 15. Mai 1275, betreffend die bairische Kur. Ein Beitrag zur Entstehungsgeschichte des kurfürstlichen Collegiums. Wien. Braumüller 1856 (im 21sten Bande der Sitzungsberichte der kais. Akademie der Wissenschaften). Z) Zur Charakteristik und Kritik mittelalterlicher Formelbücher. Nach Handschriften der Wiener Hofbibliothek. Wien. Tendler & Comp. 1858. 4) Das Baumgartenberger Formelbuch. Eine Quelle zur Geschichte des 13. Jahrhunderts, vornehmlich der Zeiten Rudolfs von Habsburg. Zum ersten Male herausgegeben und erläutert. Wien, Gerold 1866. Bildet den 25sten Band der von der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften zu Wien herausgegebenen ionteZ rsrum ^.ustriaearum. (Für diese Publication wurde mir von S. M. dem Kaiser von Oesterreich die goldene Medaille für Kunst und Wissenschaften verliehen.) 5) Mehrere Aufsätze, namentlich in Wertheimer's Jahrbuch für Israeliten, von denen jedoch nur einer: Die Beschlüsse des Wiener Concils vom Jahre 1263 über die Juden, wissenschaftlichen Werth ansprechen kann. V. Unterricht. Lehrer-Collegium. Schüler. Die kurz vor dem Schluß des vorigen Schuljahres vacant gewordene Stelle eines Zehrers der französischen Sprache konnte zunächst nicht definitiv besetzt werden. In den beiden oberen Klassen der Töchterschule wurde der französische Unterricht Provisorisch Herrn Louis Versel übertragen, der ihn mit Lehrgeschick, Gewissenhaftigkeit und entsprechendem Erfolge noch jetzt ertheilt; in den beiden oberen Klassen der Realschule übernahm ihn theilweise — die französische Lectüre ist seit längerer-Zeit in den Händen des Herrn vr. F. Neubürger — Herr Joel, der jedoch schon im September Frankfurt

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