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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main · 1869-01-01 · 1869 · page 35

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Schulnachrichten. ^. Chronik. Am 2. April 1868 waren für drei Mitglieder des Lehrer-Collegiums, für die Herren vr. Jacob Auerbach, T endlau und Frau Wolter, 25 Jahre einer reich gesegneten Lehrtätigkeit in unserer Schule vorüber gegangen^). Eine Deputation des Schulraths, geführt von dessen Präsidenten, Herrn E. B. Scheyer, begrüßte an jenem Tage Herrn vi-. Auerbach, damals Mitglied des Directoriums, und drückte demselben, unter Überreichung einer Adresse und einer Ehrengabe, Dank und Anerkennung aus für die hohen Verdienste, die sich der Jubilar, ein würdiger Nachfolger Michael Creizenach's, um die Bildung und Erziehung der Jugend erworben. In gleich ehrender Weise wurden Herr Tendlau, der treue, unverdrossene Jugendlehrer und Jugendfreund und die Lehrerin und sorgsame Beschützerin unserer Mädchenklassen, Frau Wolter, vom Schulrath begrüßt und durch Darbringung von Adressen und Ehrengaben ausgezeichnet. Daran schlössen sich die Glückwünsche des Lehrer-Collegiums. Möge den Iubilaren die rüstige Kraft, in der sie unter uns wirken, zum Heile der Schule noch lange erhalten bleiben! Montag den 20. April 1868 wurde das neue Schuljahr eröffnet. Das während der Krankheit des sel. Directors vr. Sigismund Stern im Januar 1867 eingesetzte Directorium, bestehend aus den Herren vr. Auerbach, Säbel und vi-. Zirndorf er sorgte, von dem Lehrer-Collegium unterstützt, für den regelmäßigen Fortgang des Unterrichts sowie für die Aufrechthaltung der guten Ordnung der Schule und führte mit bewährter Umsicht die directorialen Geschäfte bis zum Amtsantritt des Unterzeichneten. Am 9. März 1868 wurde der Unterzeichnete vom Schulrathe unter Zustimmung der zuständigen Behörden zum Director der Real- und Volksschule der israelitischen Gemeinde gewählt und am 13. Juni 1868 durch C.-O. von Sr. Majestät dem Könige bestätigt. Seine Amtseinführung erfolgte unmittelbar nach den Sommerferien, am 3. August v. I. In dem festlich geschmückten Turnsaale versammelten sich an jenem Tage, Vormittags 9 Uhr die Schüler und Schülerinnen, das Lehrer-Collegium, der Schulrath, die Mitglieder der Gemeindebehörden und andere Freunde der Schule. Die Feier wurde durch einen Gesang der Schüler eingeleitet. Darauf ergriff der Vorsitzende des Schulraths, Herr E. B. Scheyer, das Wort, um auf die Bedeutung des Vorganges hinzuweisen. Die Schule sei die Pflanzstätte der Gemeinde, von ihr hänge die Zukunft derselben ab. Wenn der Name der Frankfurter israelitischen Gemeinde überall mit Ehren genannt werde, so verdanke man das der Schule. Ihr wende sich deshalb seit einer langen Reihe von Iahren die Aufmerksamkeit und Sorgfalt des Schulrathes und der Gemeindebehörden mit besonderer Vorliebe zu, sie sei der fruchtbarste Boden ihrer Thätigkeit. Was die Schule sei, sei sie geworden durch die Einsicht, den Eifer und die Berufstreue der Lehrer und vor Allem der unvergeßlichen Männer, die an ihrer Spitze gestanden. Ein glückliches Geschick habe bisher in dieser Hinsicht über ihr gewaltet: seit 62 Iahren!) Herr Tendlau ist schon seit dem Jahre 1839 an unserer Schule beschäftigt, sein Anstellungsdecret datirt vom April 1843.

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