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Der junge Jude · 1930-10-01 · Heft 5 (Oktober 1930) · page 4

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Journal
Der junge Jude
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 5 (Oktober 1930)
Date
1930-10-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Völlig einsam begann der Arbeiter seine Tätigkeit im Lande, einsam im Zionismus und einsam im Jischuw. Die Nachkommen derer, welche den Bhrennahmen ßilu tiugen, beehrten drn jüdischen Arbeifer mit dem Schimpfnamen „Schmendjrik'In der Geschichte der Arbeiterbewegung findet sich nichts, d.as anfangs nicht auf eine ablehnende, verständnislose Haltung oder sogar -auf Gegnerschaft und Kampf von Seiten verschiedener Kreise des Jischuw und der zionistischen Bewegung gestoßen wäre. Seibist der Gedanke der Arbeit, der gleichsam den ersten Grundsatz der zionistischen Bew-eigung unserer Tage darstellt, wurde seinerzeit sogar von dem größten und tiefsten Denker der Chibath Zion — Achad Haam — nicht richtig gewertet und verstanden. Die Werke der Arbeit, die Bewachung, die Arbeiterkolonisation, die Erziehungs- und Kulturinstitutionen, die Kooperative und die kollektive Wirtschaft, die Führung in den Institutionen des Jischuw — all dies wunde erst nach langer Mühe und Ringen erobert und um vieles hieven geht der Kampf noch weiter. Aber viele von den Werten und Gütern, die die Arbeiterbewegung im Lande geschaffen und gepflegt hat, sind im Laufe der Zeit zum ständigen eisernen Besitze der gesamten zionistischen Bewegung geworden. „Ein Stein, den die Bauenden verachtet hatten, wurde zum Grundstein." Der jüdische Arbeiter wurde zur wesentlichsten, entscheidenden Kraft im Jischuw, zu einer wirtschaftlichen, kulturellen, moralischen, organisatorischen und politischen Kraft, der im Lande nichts zu vergleichen ist und der in keinem der jüdischen Siedlun'gispunkte der Diaspora etwas an die Seite gestellt werden kann. * Durch das Arbeiterwerk wurde nicht nur eine bedeutungsvolle Stufe in der Leiter der zionistischen Verwirklichung im Lande gebaut, sondern auch ein starker Hebel zur Hebung der Bewegung der Gola. Die Arbeiterbewegung im Lande, die das Aussehen des ganzen Jischuw veränderte, -strahlte ein neues Licht auf die zionistische Bewegung aus und rief neue Kräfte in der Gola wach. Der erste Ausdruck der Kraft der Arbeiterbewegung in der Gola war die Chaluzbewegung. Im Gegensatz zum offiziellen bürgerlichen Zionismus, der zu sehr Wenigem verpflichtet, der sehr wenig von seinen Trägern fordert und nichts in ihrem Leben ändert, — erwuchs machtvoll durch den rückwirkenden Einfluß der Verwirklichen des Zionismus, ein neuer, revolutionärer und chaluzischer Zionismus, ein Zionismus der persönlichen Verwirklichung, der seine Träger (ganz in den Dienst der Bewegung stellt, der ihre Lebenswege verändert und sie zur Erfüllung der Aufgaben der Bewegung im Lande vorbereitet. Das lebendige Werk der Chaluzim des sich verwirklichenden Zionismus drang bis in K-reise und Schichten vor, die dem abstrakten zionistischen Gedanken im Laufe vieler Jahrzehnte verschlossen und unzugänglich geblieben waren. Ein großer Teil der jüdisch-sozialistischen Intelligenz im Osten und Westen Europas und die große jüdische Gewerkschaftsbewegung in Amerika, die dem Palästinagedanken Jahrzehnte hinduroh fremd gegenüber gestanden hatten, wurden durch die schaffende und verwirklichende Tat der jüdischen Arbeiter im Lande erobert. Die Arbeiterbewegung im Lande steht noch am Anfange ihres Weges — und die Geschichte fordert von ihr: wachse und vergrößere dich! $5 Jahre 146 ■iMfliKO"'<" sf'8iw'am5Al'-'ll''-vj wj";'ffTaa.WibA.- aigro^g^B^fe^^J^'- 'swu n s. wag?«g^ä'.^^^^^^^T^s^^^vv^^^^vr^ ^r^r.^-r'r1"^ ^^Aaa».

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