Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1931-01-01 · XXII = 1931/32 (1931-1932) · page 248

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXII = 1931/32 (1931-1932)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 248)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/3486266-3486297--8699-3495079
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Erzählungen und Legenden über Esra Hasofer. Von Dr. Michael Munk in Berlin. Vorwort. Das Bild der Persönlichkeit Esras, wie es die rabbinische Tradition zeigt,1) erfährt mannigfache Ausschmückung im Volksmund, in Legenden und Erzählungen. Auch nichtjüdische Quellen wissen von ihm zu berichten. Wir hören von prophetischen Wundertaten, die er vollbracht, von der Verehrung, die ihm bezeugt wurde. Wir erfahren von einem Volksstamm, der sich geweigert habe, ihm zum Heiligen Land zu folgen. An verschiedenen Orten zeigt man seine Grabstätte. Es gibt Synagogen, deren Gründung ihm zugeschrieben wird, Torarollen, die von ihm stammen sollen, und Inschriften, die auf ihn Bezug nehmen. Auch im Koran nimmt Esra eine besondere Stellung ein. Alles dies soll im folgenden dargestellt werden.2) Man darf solchen legendären Erzählungen insofern auch einen historischen Wert beimessen, als sie die typischen Merkmale populärer Menschen aufzeigen. l) Vgl. ״Esra Hasofer nach Talmud und Midrasch“ in Jahrbuch XXI 1930, S. 129—198. *) Wo im Text auf Noten verwiesen wird, beziehen sich diese auf die Fußnoten der in Anm. 1 zitierten Arbeit, in welchen jeweils die Quellen aus der talmudischen Literatur angeführt werden.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.