Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 99)
- Language
- German
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u bekennt und gesagt hab und der stattscbreiber das geschriben und verlesen hab, dem sei also und bab das gethun und also gesagt, alßdann das hernach volget: [1] Item1) Schmoel Jud Flaiscbman hat2) bekennt, das ein Cristenkind in Jössel Juden bawß hie zu ßegenspurg hinden in seinen stall,3) als man zu der gelincken haut hinden an der mawere an einer hultzen bösen stiegen hinab geet und steigt in den keller in einen gewelblen zu der gelincken hantim winckel, da sei das vermelt Cristenkind gemarttert und getödt worden. Bei sollieher geschieht und martter seyen gewesen die hernacbgeschriben Juden: Mosse Jud der flaischacker, Haym Ganß, er Schmoel Flaischrnan, Syrnon Jud von Worms, Maier Heler, Straubinger Jude, Josuel, Lesar aidem von Landshuet, Leb Jud gegen dem Jössel Juden über, Abraham Heler, Schwartz Eberlen, Ansei Jud, Mosse von Gemunde, Sussel Jud, des schulklopfers bruder.4) kellerin hinein, getodt sey. 5) Dabey ist gewest Mosse der flaischacker, Haym Ganß und er und der Jössel. [2] Und Jössel ist der anfang gewest, und das kind ist bei drei jaren alt6) gewest. Und zum ersten hat man dem kind sein ge־ mechtlen geöffnet, das hat der Jössel gethun, und die vermelten Juden haben das kind gehabt. Dörnach hat der Jössel dem kind die adern an der stim mit einen pfrymen. 7) Und#haben das plut in ein irden geschier gefangen, und Jössel hat dem kind auch die adern am hals mit dem pfrymen geöffnet, und das plut haben sie under einander getailt. [3] Und er habs under sein anlitzs gestrichen, dorumb das sie nit sundersiech werden solten. Und hat den hernacbgeschriben das plut *) Ich notiere Varianten ans D, wo auf die Geständnisse Jossels die Schmoels folgen. *) D fügt hinzu: auf mittwochen post judica und auch am pfintztag dornach. s) In D folgt: da geet man in ein kellerlein un der glincken hanndt an einer hultzen bösen stiegen hinab, das ist geweiht, da sey das kind gemartert und getodt worden. 4) 111 D schließt die Liste mit Abraham Heler. Die weiteren vier Namen fehlen hier. Dagegen stehen sie wie in J nachher: Und das pluet haben sie under einander getailt dem schwartzen Eberlen, Ansei Juden, Mosse von Gemnnd, Sussel des schulklopffers bruder. 5) getodt sey: herübergeschrieben. 6) Herübergeschrieben. י) Ergänze: geöffnet.