Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 331)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3486266-3486299--8401-3494780- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
324 S. 56ff. Über einen Sulzbaeh-Wilhermsdorfer Approbationskonflikt vgl. die Approbationen zu der Nummer 641. Vgl. a. in diesem Nachtrag die Bemerkung zu 1755. S. 80 Z. 7. Salmans Frage ״Warum Hessen die polnischen Rabbiner ihren eigenen Bann unbeachtet und veranlassten nicht die Vergrabung, da doch der (Sulzbacher) Talmud nirgends so viel verbreitet ist, wie dort?“ blieb nicht ohne Wirkung. Dieses Monitum veraniasste die Rabbiner von Posen und Brisk, öffentlich die Beniitzung des Sulzbacher Talmuds zu verbieten (kein Verbrennnen oder Vergraben!). Die Klarheit und Unwiderleglichkeit der Salmanscheu Argumente hatte einen gewaltigen Eindruck gemacht und zahlreiche Rabbiner auf seine Seite geführt. 4. Ahron (ben) Salman alleiniger Druckherr. Schon in dieser Periode zeigen sich die ganz ausserordentliche Regsamkeit, Unternehmungslust und Liebe zum Druckberuf bei Seckel, dem Sohne und Nachfolger Ahrons in der Offizin. Er besass den hohen Ergeiz, die etwas daniederliegende Firma wieder zur alten Blute emporzuführen. Ais junger Mann noch erscheint er in dieser Periode zuweilen als Herausgeber neben dem Vater (No. 294 1780; 315 1785). Und die Approbation R. Dav. Diespecks zu 556/8 (1787) war nicht etwa für den Vater Ahron oder beide zusammen ausgestellt, sondern für Seckel allein. Sie galt auch für andere von Seckel geplante Werke ,סמ״ע, ט״ז, ש״ך und פרי מגדים. 6. Seckel (ben) Ahron (Arnstein).x) Bei den vielen Beratungen und Verhandlungen in Bayern über die Besserstellung der Verhältnisse in den ersten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts vertrat Seckel die Oberpfalz. Seckel war dreimal verheiratet. Das erstemal heiratete er am 22. Juni 1779. 7. Die Firma S. Arnstein und Söhne. Eine kurze Notiz über diese Periode s. bei Aretin ״Gesch. d. Juden in Bayern“ S. 101/2. 1) Der von allen Söhnen Ahrons angenommene Familienname Arnstein ist eine Zusammensetzung aus Ahron und der bei Familiennamen beliebten Bildungssilbe stein. Naftalis Nachkommen benützten die Bildungssilbe berger za Neftelberger.