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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 285

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 285)
Language
German
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219!ähren. Endlich ging die bayerische Regierung gegen mich vor und klagte mich an, Menschen zu veranlassen, ans Deutschland auszuwandern. Ich brachte einen Zulu mit, ich glaube der erste, der nach Europa kam, um den Menschen zu zeigen, mit wem sie Zusammenkommen würden. Endlich nach mehreren komischen Zwischenfällen und ohne Ende von Mühsal, mietete ich im November 1847 ein Schiff mit dem Namen ״Beta“ und schickte mit demselben 47 Familien, Männer, Frauen und Kinder. Alle diese Leute waren außerordentlich arm, und ich bestritt sämtliche Kosten und siedelte sie in der Nähe von Durban an. Die meisten von ihnen, beinahe alle, waren verheiratet. Die ״Beta“ war annähernd 100 Tage unterwegs, und als sie ankam, war das Wasser so niedrig, dass sie nicht landen konnte, und die Leute mussten unter grossem Risiko an der hinteren Küste gelandet werden. Jedem wurden 250 Morgen Land zugewiesen und ich hatte alle nötigen Materialien zum Bau ihrer Häuser, Kirche und Schule herbeigeschafft. Sie mußten für zwei Jahre vollständig ernährt werden. Ihre Niederlassung erfolgte auf dem mir gehörenden Boden, und ich nannte den Platz, wie er auch heute noch genannt wird, ״New Germauy“. Ich brachte einen Priester und Lehrer mit, jedoch verlor dieser Mann, wenn ich mich recht erinnere, sein Leben durch einen Tiger. Nach diesem übernahm Missionar Posselt von der Berliner Missionsgesellschaft die Gemeinde in der Eigenschaft als Pfarrer und Lehrer. Ich baute mit Hilfe der Leute eine Kirche, ein Schulhaus, legte einen Friedhof an und nannte das Dorf ״Bergtheil*. Unglücklicherweise, während wir auf dem Wege zur Kolonie waren, verliess der Best der holländischen Bewohner, die daselbst gewohnt hatten, Natal, und wir waren nach unserer Ankunft vollständig auf unsere Hilfsquellen angewiesen. Der Niederlassungsplan Jonas Bergtheils gedieh. Sein Name und seine guten Taten waren stets auf den Lippen dieser deutsehen Ansiedler und ihrer Nachkommen. Das Unternehmen wuchs, doch ist die darauf folgende Entwicklung eine Geschichte, über

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