Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXi (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 346)
- Language
- German
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Die hebräischen Handschriften der Landesbibliothek Fulda. Von Rabbiner Dr. M. Weinberg, Neumarkt (Oberpfalz). Die Landesbibliothek Fulda wurde unter Fürstbischof Heinrieh VIII. i. J. 1778 ins Leben gerufen. Sie entstand ans den Beständen einiger anderer Bibliotheken, insbesondere der alten Klosterbibliothek. Letztere führt uns zurück bis in die Karolingerzeit und noch weiter hinauf, da Fulda noch ein Mittelpunkt im geistigen Leben des Frühmittelalters war. Die Bücher- und Hand- Schriftenschätze wurden im Laufe der Jahrhunderte im Wechsel der zeitgeschichtlichen Ereignisse zerstreut und so kam es, dass aus jener Glanzzeit sich in Fulda selbst nicht besonders viele Stücke der alten Bibliothek erhalten haben; unter den erhaltenen aber finden wir einige Kleinodien alter Handschriften. Die jetzt vorhandenen hebräischen Handschriften sind vermutlieh erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts der Bibliothek einverleibt worden. Das ergibt sich aus bibliothekarischen Einträgen in manchen Handschriften. Es geschah wohl zumeist in dem Jahrzehnt, das der Gründung der Landesbibliothek vorausging und ihm nachfolgte. Man wollte diese auf allen Gebieten möglichst reichhaltig und wertvoll gestalten und erwarb daher durch Kauf, Schenkung oder Überweisung erreichbare hebräische Handschriften; auch dieses geht aus gelegentlichen bibliothekarischen Einzeichnungen in den Büchern hervor. Jahrbuch der J. L. G. XX. 18