Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXi (1929)
- Date
- 1929-01-01
- Page
- – (sequence 71)
- Language
- German
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VIII Die Jüdifch - Literarifche Gesellfdiaft verliert in Funk einen gelehrten Mitarbeiter, der seine Arbeit vornehmlich der Erforfchung der talmudifdien Zeit und des talmudifchen Schrifttums gewidmet hat. Von seinen Arbeiten in den ״Monumenta Jud.“ über Bibel und Babel abgesehen, hat er fast ausfchlieMich dieses Gebiet bearbeitet■ Sein Hauptwerk ist ״Die Juden in Babylonien 200-500“, das Holzmann mit Recht ״ein Stück Kulturgefchichie des Judentums auf babylonischem Boden" nennt; seine ״Entstehung des Talmud“ und ״Talmudproben“ (beide in mehrfacher Auflage in der Sammiung Göfchen erfchienen) haben sehr viel zur Popularisierung des Wissens vom Talmud beigetragen und dadurch apologetifdi sehr verdienstlich gewirkt. Audi seine anderen Arbeiten bewegen sich auf diesem Gebiete. In unseren Jahrbüchern erfchienen: Beiträge zur Kulturgefdiichte Babyloniens aus der Zeit der Tanaiten (1905, 1911); Beiträge zur Geographie des Landes Babel (1906); Raba (1906); Die Papyri von Assuan als älteste Quelle einer Halacha (1909); Die Sprache der Scheidebriefe (1924); Der Schutz da* geistigen Arbeit in der Halacha (1926). Dadurch, dab Funk gerade die Epoche und das Milieu des Talmud zu seinem Lieblingsvorwurf genommen, dab er es verstanden hat, in gründlicher dabei leiditfablidier Weise dieses Gebiet zu erhellen, hat er sidi neben dem Dank der Wissenfchaft im allgemeinen, ganz besonders den Dank der Kreise erworben, die auf dem Boden der Tradition stehen. Er hat sich damit auch ein ewiges Denkmal in unserer Gesellfdiaft errichtet.