Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVIII. (1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 121)
- Language
- German
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82 Aus der Statistik ist leider über die Vorbildung der einzelnen Lehrer nichts zu ersehen. Zweifellos sind aber mehrere darunter, die ein Seminar besucht hatten. In der Provinz Starkenburg befanden sich um dieselbe Zeit jüd. Elementarschulen (d. h. eigene jüd. allerdings private Volksschalen, deren Kinder die christl. Volksschulen nicht besuchten) in Bürgel, Michelstadt mit Steinbach (Rabbiner Wolf Muhr and Helfer d. h. Unterlehrer Isaak Kamp), Gross-Umstadt (Lehrer Lob Simon), Schafheim (Alex. Berlin), Altheim (Emanuel David), Gross-Zimmern (Löb Ochs), (in den letztgenannten zwei Orten waren die Lehrer noch nicht geprüft und hatten keine Aufenthaltserlaubnis), Reichelsheim (Abraham Hecht, freie Wohnung und Licht, freie Verköstigung durch Wandeltisch (!), von jedem Schulkind an Holzgeld 48 Kreuzer, ferner Geldgehalt jährlich 105 fl. 24 kr.), Biblis (Abraham David Herzfelder aus Sulzbach i. Bayern). In Darmstadt bezw. Bessungen existierte damals keine eigene jüd. Volksschule. Die schulfähigen Kinder besuchten teilweise die christl. Schule, teilweise wurden sie von dem jüd. Kandidaten Blum unterrichtet.1) Wie es mit den Religionsschulen und der Lage der Religionslehrer in der damaligen Zeit bestellt war, wird in der Folge eingehend besprochen werden. Einen interessanten Einblick in die Verhältnisse gewährt nachfolgende amtliche Statistik über Qualifikation und Besoldung der israel. Religionslehrer, sowie über die Schulräume im Kreis Bensheim aus dem Jahre 1827: Ort Alsbach Bickenbach Eberstadt Seeheim Hahnlein Zwingenberg Schulzimmer Schalstabe ist die Wohnstube des Simon Gatzert, dortig. Einwohners Hier existiert keine eigene Schale. Ein halbes Jahr wird in dem, das andere in einem anderen Zimmer eines Jaden gelehrt. Der Judenlehrer geht von Haus za Haas and lehrt. יי gut GebaltpJahr 36 fl. 60 fl. 95 fl. 75 fl. 48 fl. Qualification Sehr jung und wenig qualifiziert schlecht schlecht schlecht Jeder Jude, der schulfähige Kinder hat, hält Privat iehrer (!) Solche Zustände wie im letzten Falle finden wir an vielen Orten. י) Im Jahre 1841 ist aus einem Bericht der Darmstädter Zeitung vom 3. April die Errichtung einer öffentlichen jüd. Schule unter dem definitiv ernannten Elementarlehrer Schönhof za ersehen.