Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XVI. (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- – (sequence 114)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3486266-3486309--6174-3492548- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Am 28. Januar 1810 wurde Samuel Simon Guttentag, 28 Jahre alt, bei der medizinischen Fakultät angenommen. Sein Vater Simon war Kaufmann, seine Heimat Breslau. Seine Vorbildung genoss er in Göttingen, von dessen Universität er ״mit hervorragenden Zeugnissen versehen14 worden war. Simon Bär Guttentag in Breslau war Subskribent auf תורת לשון עברי, Breslau 1796, und 1793 im engeren Ausschuss der Breslauer Gesellschaft der Brüder, ebenso 1796. Samuel Simon erhielt in Anerkennung seiner ärztlichen Tätigkeit in den Befreiungskriegen 1813/14 den bayrischen Verdien&torden. In den Breslauer Magistratsakten wurde er wegen seiner patriotischen und aufopferungsvollen Berufstätigkeit an den Kriegsverwundeten erwähnt. Er praktizierte in Breslau, wurde 1815 Privatdozent an der Universität, am 12. Februar 1815 auf Empfehlung des Dr. Warburg dritter lnstitutsarzt bei dem Breslauer jüdischen Hospital mit einem Gehalt von 50 Talern, 1818 zweiter und seit 1839 sein alleiniger dirigierender Arzt. ״Der mit Geist und Kenntnissen begabte Guttentag erwarb sieb gleich von vornherein durch unermüdliche Tbätigkeit grosse Zuneigung44. Zusammen mit seinem Breslauer Kollegen Dr. Elias Hensehel verfasste er die kleine Schrift: ,,Guter Rath bei Annäherung der Cliolera, ihren hiesigen Mitbürgern gegeben44 (Breslau 1831). Am 11. März 1827 trat er in die Gesellschaft der Brüder ein und starb in Breslau am 5. Juli 1857. Rafael Fürstenthal widmete ihm. dem תפארת עמו ועדתו הייה החכם השלם המשכיל המפואר הרופא הגדול המובהק seine Selichoth-Ausgabe, Breslau 1823. Als Subskribent erscheint er in den Werken כאור נוגה, Breslau 1816, תוכחות מוסר, Breslau 1819, כאור מלות ההגיון, Breslau 1828, אש דת, Breslau 1834 und נהר מעדן, Breslau 1837.L) Dr. Stern-Berlin in seinem Verzeichnis Berliner Aerzte nannte. Portraitmaler Fliess in Berlin s. Kaufmann-Gedeiikbuch S. 630. Fliess in Berlin-Schönefliess s. Freudenthal, Aus d. Heimat Mendelssohns S. 144. In der Neumark s. Philippson, biogr. Skizzen I, Leipzig 1864, S. 19; in Kempen s. meine ״deutsche Ein- Wanderungen in polnische Ghetto“ [S.-A. aus Jabrb. der jud.-lit. Ges. IV, V] Frankf. 1907, S. 119. Am 13. Mai 1776 starb der Besitzer einer reichen hebräischen Biichersammlung Moses Fliess in Berlin (Geiger, jüd. Zeit sehr. f. Wissenschaft u. Leb. X 187 AnnO. Ein Levite Fliess ist 1795 in Kempen geboren (Archiv der jüd. Gern. Kempen Volksbuch 11 Nr. 179 u. loses Blatt.) ף Univ.-Matr. 11 678, Brann, Gesch. d. Ges. d. Brüder, Bresl. 1880, S. 34, 36 Anm. 1, 41, 60, wo das Fragezeichen bez. seines Geburtsjahres durch obiges