Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1923-01-01 · XV. (1923) · page 76

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XV. (1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 76)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3486266-3486287--5859-3492232
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

73 Am 11. Dezember desselben Jahres wurde Marens Elieser Bloch aus Hamburg, der berühmte Arzt und Erforscher des Lebens der Fische, immatrikuliert. Er war in Ansbach oder einem seiner Nachbarorte geboren, kam mit neunzehn Jahren nach Hainburg zu einem Wundarzte als Hauslehrer, lebte vor der Immatrikulation in Berlin, wo er der Freundschaft Mendelssohns sieh erfreute, promovierte 1762 in Frankfurt mit einer Abhandlung über die Hautausschlage und praktizierte in Berlin. Nach seinem Tode erwarb die preussische Regierung seine Sammlung von Fischexemplaren und schenkte sie der Akademie der Wissenschaften. Sie ist im Berliner zoologischen Museum zu sehen. Ausser zwei Werken medizinischen Inhalts schrieb er vier über die Naturgeschichte der Fische, von denen das grösste, in zwölf Bänden mit 432 prächtigen lllustrationen, sich der Unterstützung fürstlicher Gönner zu erfreuen hatte, unter denen auch Friedrich der Grosse sich befand. Die Förderung des bedeutenden Werkes galt nahezu als nationale Sache. Es wurde auch ins französische übersetzt. Ehren wurden ihm von verschiedenen Seiten erwiesen. Bloch starb am 6. August 1799 in Karlsbad und wurde im nahen Lichtenstadt beerdigt. Der hebräischen Literatur, der einzigen, die er bis zu neunzehn Jahren kannte, verschloss er auch im Alter sein Interesse nicht י). Am 13. Januar 1761 wurde Barueh Lewin aus Frankfurt an der Oder eingetragen. Trotzdem er denselben Namen trägt wie das bekannte Mitglied der Measfim-Schule Barueh Lindau, ״genannt Levi11a, sind die beiden verschiedene Personen. Der letztgenannte ist erst 1759, nach anderen 1757, und in Hannover, geboren 2 * * S.). i. Pr., Königsberg i. Pr. [1913], S. 10. Zu seiner Familie vgl. Kaufmann. Gedenkbuch, Breslau 1900, S. 418, 434. *) Univ.-Matr. a. a. 0., Haenle, Gescb. d. Juden im ehemal. Fürstent. Ansbach, Ansbach 1867, S. 126 f, Kayserling, Moses Mendelssohn, Leipz. 1862, S. 127, Jew. Enc. III 255, wo das falsche Jahr 1747 für seine Promotion (mit seinem Bildnisse), Carmoiy, hist, des med. juifs, Brüssel 1844, S. 221, Zeitsehr. d. hist. Ges. f. d. Pr. Pos. III 235 ff., Davidson, über die bürgeri. Verbess. der Jud. S. 91 ff., Zeitung des Jadent. 1880 S. 475, 1899 S. 3691., Sabbat- Stunden, Beil, der jüd. Presse, Berlin 1899, S. 127, Zeitschr. f. ü. Gescb. der, Jud. in Deutschl. IV 298, V 173; vgl. noch ZfhB XVII 81, Grunwald Mitteil. z. jüd. Volksk. 1917 S. 28 f., Fürst, bibL jnd. I 121 f., □1 תהלי“dt Kommentar Joel Briis, Berlin 1791, Subskribenten verz. 2) Univ.-Matr. II 403, Zeitschr. f. d. Gescb. d. J. in Deutschl. V 173,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.