Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XV. (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 74)
- Language
- German
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71 Abraham Emanuel Wplff, der in Lissa und Posen seine ärztliche Kunst ausübte, zum Christentume übertrat, zu sehr hohem Ansehen gelangte, Fürstlich Sulkowskifeher Leibarzt, polnischer Hofrat und Generalstabsarzt des polnischen Heeres, preussischer Geheimrat und erster Medizinalassessor des südpreussisehen Medizinalkoliegiums wurde 1). Am 13. September 1756 wurde Wolf Loebl Geiteles, ״ein Prager Jude“ immatrikuliert und zahlte drei Groschen Einscbreibegebühr. Unter den in Hirschs biographischem Lexikon der hervorragenden Arzte (III 391 ff.) genannten Ärzten der Prager Familie Jeitteles befindet er sich nicht. Ob er ein Sohn des Prager Arztes Juda Jeitteles war, der um 1741—1760 dort praktizierte, oder des 1757 oder kurz zuvor als Prager Hausbesitzer genannten R. Lob [ben] R. Jona Jeittel? Es ist mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, dass er ein Glied dieser in der Prager Gemeinde als Ärzte, Vor- Steher und Gelehrte hervorragend tätigen Familie sei. Unter den Notabein, die am 20. Kislew 1748 die Berufung des R. Jecheskel Landau in das Prager Oberrabbinat unterzeichnen, figurieren Josef Benjamin Seeb Jeitteles, Löb R. Sch. [wahrscheinlich Schalem] Jeitteles und Michel, Sohn des reichen R. Löb Jeitteles Rokacb2). Die nun eintretende fast vierjährige Unterbrechung in den Immatrikulationen erklärt sieh durch die Unruhen des siebenjährigen Krieges. Am 16. Juli 1760 wurde Aaron Mendel Philipp aus Frankfurt an der Oder immatrikuliert. Vielleicht ist er ein Bruder des oben- י) Univ.-Matr. II 390, Jacobson in den hist. Monatsbl. f. d. Prov. Posen XVII, Posen 1916, S. 31 ff., Jahrbuch des evangelischen Vereins i. d. Kirchengesch. d. Pr. Posen V, Lissa 1916, S. 121. Anf die Mitteilung über seine Taufe bei Davidson, Üher die bürgerl. Verbess. der Juden, Berlin 1798, S. 98 habe ich bereits in meinen Jüd. Ärzten in Grosspolen “ S. 56 aufmerksam gemacht. Vgl. noch weiter unten die I.umatrikulation vom 2. Mai 1788. 2) Univ.-Matr. 11 393, Zeitschr. f. d. Gesch. d. J. in Deutschi. V 375, Kameelhar S. 8a, אגרת מחלת ed. Freimann, קבץ על רך VIII, Berlin 1898, S. 72; vgl. über die Familie Jew. Eue. VII 91, VIII 420, Benjakob S. 158 Nr. 157, Jahrbuch f. d. Gesch. der Juden und des Judent. IV 186, 191, 205 Anm. 1, Brüll, popul.-wissenscb. Monatsbl. XIVr Frkft. a. M. 1894, S. 33, Ben Chananja 1858 S. 289, Zeitschr. f. hehr. Bibliogr. XX 46, XVII 145, Zeitung des Judent. 1895 S. 595 f., Monatsschr. 1918 S. 222, Fürst, Orient XI, Leipzig 1850, S. 202, Landshuth,.בכורי העתים ,25 .8 תאה״ש XI Ben Chananja 1858 S. 289.