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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1923-01-01 · XV. (1923) · page 26

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XV. (1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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£3 Eine Skizze über Sprachliches im Talmud wäre sehr lückehhalt, wenn nicht auch der Bemerkungen Erwähnung getan würde, die über die Schrift gemacht werden. Sprache und Schrift stehen speciell im Hebräischen in innigem Zusammenhänge. Es sei bloss daran erinnert, dass an vielen Stellen der biblischen Bücher das geschriebene Wort sich mit dem gelesenen nicht deckt, dass קרי und כתיב differieren, so vor allem bei dem Gottesnamen, der nur im Heiligtume 8 0 gesprochen werden durfte, wie er geschrieben ist פסחי* ו♦ קירר עא. לא כשאני נכתב אני נקרא, dass ein in manchen Beziehungen für die Halacha bedeutsamer Streit, ob יש אם למקרא oder למסורה sich an vielen Stellen vorfindet :קירר יה: סנה, ד. ו ח. זבחי, לז* n מכות u. a. Über die verschiedenen Wandlungen der Schrift: עברית ,לבונאה ,רעץ und אשורית ist bereits vieles gesagt worden und verweise ich auf die einschlägige Literatur. Der Umstand, dass die hebräischen Buchstaben gleichzeitig Zahlen bedeuten, sodass jedes Wort gleichsam eine Zahl darstellt, gleich der Summe seiner Buchstabenwerte, bat es bewirkt, dass eine eigentümliche Wechselbeziehung hergestellt wurde zwischen verschiedenen Worten mit gleichen Zahlenwerten. Man setzte einfach die zwei verschiedenen Worte und die ihnen entsprechenden Begriffe einander gleich, ebenso wie der Mathematiker eine Gleichung bildet, sobald er zwei mathematische Ausdrücke, die sich decken, vorfindet. Z. B. נכנס יין יצא סוד. Die Begriffe יין und סוד, die gar nichts gemeinsam haben, treten bloss deshalb in Beziehung zu einander, weil der Zahlenwert ihrer Buchstaben der gleiche ist. Hier sehen wir ganz augenfällig den Zusammenhang zwischen Sprache und Schrift, dem Worte und seinen Buchstaben. Der Zweck, solche Beziehungen zu finden, ist meist ein didaktischer und ethischer — selten ein halachischer wie z. B.: יהיה den Zahlenwert 30 besitzt und andeuten soll, dass סתם גזירות ל, יום מ״ק יט. תעני, יז. נזיר ה. u. a. Im folgenden seien die im babylonischen Talmud sieh findenden גמטריות zusammengestellt: .אליעזר נ׳ מאות וי־ח (וירק את חניכיו) נדרי׳ לב אבדם המליכו הקב״ה על רמ״ג איברים , אברהם המליכו הקב־ה על רמ״ח איברים ■י " לב. איכה הואיל ועברו על ל״ו כריתות סנה׳ קד.

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