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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 19

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486289--5542-3491914
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11 £r verlebte seine erste Jugendzeit in Krakau, wo er za den Füssen des B. Joel Sirkes (ב״ח) sass and das Talmadstadiam pflegte. Unter seinen Lehrern werden ausserdem R. josua b. Joseph (מגיגי שלמה) und sein späterer Schwiegervater R. Mendel Krochmal (צמח צדק) genannt. In Krakau heiratete er die Tochter des vornehmen und gelehrten B. Lob b. Hirsch Fass (weshalb Gerson Asehkenasi auch zuweilen Gerson Fass genannt wird) und fand hierdurch reichlich Gelegenheit, unbekümmert um des Lebens Sorgen und Bedürfnisse sich ganz dem Talmudstudium widmen zu können. Er brachte es hierin so weit, dass er trotz seiner Jugend in dem altberühmten Krakau, einer Stadt ״voll Weiser und Gelehrter*, zum Babbinatsbeisitzer gewählt wurde. Dort sehloss er nach dem Tode seiner ersten Frau ein zweites Ehebündnis, indem er Gitel Tirana, die Tochter seines Lehrers R. Mendel Krochmal, zur Gattin nahm. Seine dritte Frau, Bösel, starb 1723 in Metz. Nachdem er bis 1649 in Krakau gewirkt hatte, bekleidete er 1650—1657 die Babbinatsstelle in Prossnitz und wurde von da nach Hanau berufen1). Nachdem er hier vier Jahre tätig war, folgte er einem Bufe nach Nikolsburg, wo er die durch den eben erfolgten Tod seines Schwiegervaters B. Mendel Krochmal verwaiste Rabbinatsstelle übernahm und 1661*—1664 bekleidete. Von hier ging er nach Wien, wo er bis 1670 wirkte. Als dort die Vertreibung der Juden erfolgte, wurde er nach Metz berufen, wo er bis an sein Lebensende eine segensreiche Tätigkeit entfaltete und am 11. Adar II *) Dass R. Gerson Asehkenasi hier Rabbiner war, wird auf dem Tit. BI. za שות עבודת הגרשוני (Frankfurt 1699), sowie in dem Vorwort zu תפארת הגרשוני (das.); auch im § 72 des erstgenannten Werkes findet sich ein Hinweis hierauf ייג .וכבר הארכתי בזה במו ט"ו,שגי׳ בהיותי בק״ק חענא dem Gutachten selbst ist keine Jahreszahl zu finden, aus der auf die Abfassungszeit zu schliessen wäre. Jedoch ist dort eine Bemerkung ▼erzeiebnet und zwar am Schluss, wo R. Gerson sagt, dass seine Entscheidung nur dann Gütigkeit haben solle, wenn der Gaon R. Samuel in Frankfurt und noch ein anderer gelehrter Jeschibaieiter sich damit einverstanden erklären. R. Samuel ist zweifellos R. Aron Samuel Kaidanower. Da dieser 1667—1675 Frankfurter Rabbiner war, so folgt hieraus, wenn wir 15 Jahre al ziehen, dass die von uns für die Wirksamkeit R. Gersons in Hanau angesetzte Zeit ihre volle Berechtigung hat. Gastfreund (Die Wiener Rabbinen p. 59) folgert aus obigem Gutachten, dam R. Gerson 1635 Rabbiner in Hanau war; ich halte diese Folgerung für unbegründet und irrtümlich.

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