Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1921-01-01 · XIV. (1921) · page 17

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIV. (1921)
Date
1921-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3486266-3486289--5540-3491912
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Im Jahre 1622״ wollten zwei Juden aus Hanau in der hohen־ lohischen Stadt Weikersheim für den dortigen gräflichen Ho! und die Bürgerschaft ein Geschäft errichten und versprachen, nach Gewährung ihres Gesuchs 3000 Reichstaler vorzustrecken (Rabiner, Isr. Wochenschrift 1886 No. 24). — 1627 und später eiferten die Geistlichen in Hanau gegen die Juden, auf deren Bitte die Glaubensgenossen in Wien den Kaiser Ferdinand II. um Abhilfe ersuchten ^(Geiger Ztsch. f. die Juden in Deutschland III, 1dl; Zimmermann p. 509). Der nächstfolgende Rabbiner David Kohn, auch David Hanau genannt, war, wenn unsere Berechnung richtig ist. 1638—1641 Rabbiner in Hanau und wurde von da nach Altona berufen, wo er die Reihe der dortigen Rabbiner eröffnete und bis 1660 seines Amtes waltete1). Die Zeit seines Ablebens ist nicht bekannt. Seine Schwester Gutrut starb 1635 in Hanau. Seih Vater Menachem b. David, der als חסיד מופלג בתורה im Hanauer Memorbueh eingetragen ist, starb 1626. Seine Gattin war~Rachel bas Jizchok. Sein Sohn Elia, der das' Vorsteheramt in Altona bekleidete, war mit Ulk (Olka) Mehlreich, einer Tante der Glückei von Hameln, verheiratet; er war ein vornehmer und angesehener Mann, der nach GKickels Bericht vom Glück sehr begünstigt war und in bestem Mannesalter 1653 vor Vollendung des 40. Lebensjahres starb2). Ein anderer Sohn Menachem starb 1709. Von Elias Söhnen werden der vornehme Greis Mosche Jakob (st. 1721) und der angesehene Vorsteher Mordechai erwähnt. Der Letztgenannte war der Schwiegervater des Rabbiners Jizehak Spiro, dessen Schwiegersohn R. Jonatan Eibeschütz wurde. Eibeschütz verweilte 1713 und 1714 im Hause seines Grossschwiegervaters Mordechai Kohn in Altona (Vorwort zum פלתי); er rühmt ihn als hervorragenden gottesfürehtigen Mann, zum* * 70. Geburtstage Martin Philippsons p. 17 t gibt Eschelbaeher irrtümlich 1705 als Geburtsjahr des Mathematikers an und infolge dessen auch das Lebensalter von 74 anstatt 94 Jahren an. *) Vgl. Duckes* אוה לסושב P* 1■• ln den Memoiren der Glucket von Hameln ed. Kaufmann p. 31 ist David Hanau als נתל הדור angeführt; dort berichtet Glückei von ihm. יבמרומה לי א״בר תוך ©׳יישלאנד גיוועןון worüber ich nichte näheres anzugeben weiss. 2) Die folgenden Notizen sind Dukes 1. c. entnommen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.