Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIV. (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Ge denk wort. Das Schiff verläßt den Häfen. Die allen Farben leuchten, dieselben Räder drehen sich, wie früher rausdien die Wimpel; doch der alte Steuermann fehlt auf seinem Platze. Am Ufer stehen sie und sehen der Abfahrt des Schiffes zu; vielen stiehlt sich die Träne aus dem Auge, sie trauern um den alten Führer des Schiffes. Dreizehnmal hat Provinzialrabbiner Dr. Salomon Bamberger זצ״ל das Jahrbuch unserer Gesellschaft in die Welt hinausgesandt. Mit ruhiger, stolzer Freude hat er noch das vorige Mal den fertigen Band den Freunden gezeigt und darauf hingewiesen, daß ein großer Teil der Arbeiten für das nächste Jahr gesichert sei. Kurze Zeit darauf wurde der geniale, arbeitsfreudige Mann uns genommen. Die Vertreter der Jüdisch-literarischen Gesellschaft standen mit tiefer Trauer im Herzen neben den Verwandten und den zahlreichen ihn bewundernden und liebenden Freunden. Was er allen gewesen, bemühten sich des Wortes mächtige Redner und Schriftsteller an seiner Bahre und in der Presse zum Aüsdrudi zu bringen. Audi für unsere Geseftsdiaft sprach und schrieb man. Doch wir sind uns bewußt, daß seine Leistungen, sein unvergeßliches Wirken bei weitem nicht genügend gewürdigt wurde. Seinen vielseitigen, großen Talents» entsprechend wesen auch seine Leistungen auf weit auseinander Hegenden Ge-