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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1920-01-01 · XIII. (1920) · page 243

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIII. (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 243)
Language
German
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192 Gleichzeitig mit der fortschreitenden Anerkennung von Jakob b- Aschers kodifikatorischer Leistung machte sich jedoch eine — wenn auch nur stille — Opposition gegen die Turim bemerkbar1). Menachem b. Serach, obwohl von der Existenz des מVierbuches* unterrichtet2), ging in seinem 1373 in Toledo verfassten צידה לדרך unmittelbar auf Ascher b. Jechiels Schriften zurück, deren Gesetzesstoff er doch bei Jakob b. Ascher schon systematisch verarbeitet, also für seine Zwecke viel leichter verwendbar vorgefunden hätte, sodass es scheint, als ob er den Tur — natürlieh nur zu seinem eigenen Nachteil — einfach ignorierte. Chasdai Crescas, der Verfasser des philosophischen Werkes 3 (1410) איר ה״), und sein Zeitgenosse Prophiat Du ran (1403) 4) übergehen bei ihrer Aufzählung halachischer Kompendien den Kodex Jakob b. Aschers mit Stillschweigen, ja der erstere wollte sogar noch nach 1410 ein neues Gesetzbuch schreiben, bloss um die Fehler des Mischne Thora gutzumachen5). Aber die bedeutendsten Halachisten jener Zeit konnten über die Turim nicht stillschweigend hinweggehen, zumal Jakob b. Ascher bereits 80 populär geworden war, dass man mit seinem Namen Missbrauch trieb, indem man ihm jüngere Lehrsätze unterschob6). Für Isak b. Schescheth (gest. 1408) gehörte Jakob ebenso wie sein Vater zu den ״grossen Männern“7), erbenutzte die Turim öfter, ohne jedoch alle vier Bände derselben zu besitzen 8). Zur Zeit seines Schülers Simeon Duran (st. 1444), also hundert 0 VgL Bosenmann in Magazin 1893, 157. 2) Siehe צידה לדרך ed. Sabionetta, Einleitung p. 16 a. s) In der Einleitung zu diesem seinem Werke. Vgl. Magazin a. a. 0. Anm. 4. 4) Siehe Güdemann, Das jüdische Unterrichtswesen während der spanischarabischen Periode, S. 179—180 Kegel 3; Magazin 1893, 157 Anm. 4. לאור ה, ף Wien 1860, Einleitung p. 2a. siehe Weiss,דור דור ורורשיו V, 1391. «) isak b. Schescheth rga. Nr. 328: #..עוד כתבת שראית כתוב בשם הרב רבינו יעקב בן הרא״ש ז״ל שכתב בשם אביו הרא״ש ז״ל תשובה: לאו הרא״ש ז״ל ולא הרב רבי׳ יעקב חתימי עלה ואיני רואה בגברי רברבי כותיהו .סברא זו שאין לה על מה שתסמוך י) Siehe die vorige Anmerkung. 8) Isak b. Schescheth KGA. Nr. 293, woraus hervorgeht, dass er Tur יו״ך nicht besass. Siehe Michael, אור החיים P489 ״.

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