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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1918-01-01 · XII. (1918) · page 252

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XII. (1918)
Date
1918-01-01
Page
– (sequence 252)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486293--5104-3491474
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249 Worms eine Synode zusammen, welche es sich zur Aufgabe machte, einheitliche Bestimmungen für das Erbrecht zu treflen. An dieser Synode nahm Ascher b. Jechiel, vielleicht sogar als Oberhaupt derselben, teil1) Auf Grund eines Gutachtens R. Meirs aus Rothenburg wurde dann das Erbrecht geregelt. Ascher b. Jechiel war nunmehr als rabbinische Autorität ״Landesherr2״) in Deutschland, und so konnte er nicht nur in seinem Amtssitze einen neuen religiösen Brauch mit Erfolg einführen3), sondern ganz Deutschland richtete sich in halachischen Fragen nach seiner Entscheidung, sogar gegen die Meinung seines älteren Bruders R. Chajim4). Inzwischen wurden die Zeiten immer düsterer. Zu dem Schmerze, seinem Lehrer nicht einmal ddn letzten Liebesdienst erweisen zu können5), kam noch das drohende Unwetter des Krieges. Die furchtbare Verwüstung der Pfalz durch Albrecht im Jahre 1801, die gesetzlosen Zustände im Reiche, besonders am Mittel- und Oberrhein, und die ständige Gefahr von seiten des Kaisers, ein ähnliches Schicksal wie R. Meir zu erdulden6), brachten in R. Ascher den Entschluss zur Reife, aus ״dem Lande der Verfolgung'*T) / auszuwandern. Er flüchtete aus seinem Amtssitze, wo er von den Behörden beobachtet wurde, in eine andere Stadt8) und verliess hierauf (gegen 1303) 9) sein Heimatland, wo er Gutachten wird erwähnt Ascher EGA. Nr. 52 * und Chajim Or Santa RGA. Nr. 91. 1) Ascher RGA. Nr. 84 *. Für וובמשא ist וורמשא zu lesen. Die Zeit ergibt sich aus den Worten אחר שפרץ השם פרץ רב בבני עמינו ונהרגו קהלות הקדש. 2) So nennt ihn sein Neffe Mose ha-Cohen im kleinen ספר חסידים (Warschau 1866) f. 14b: איש אתני הארץ״»,. 8) Jehuda b. Ascher, Testament (1885 בית תלמוד S. 875): אדוני אבי ז״ל תיקן בעירו באשכנז 4) טור או״ח Nr. 49. — Vgl. טור ון״ך Nr. 298 über Aschers rabbiniachea Urteil in Deutschland. 5) Back, Meir b. Baruch I. S. 87ff. •) Salomo Lurja י□ של שלמה IV. 66- 7) So bezeichnet Jehuda b. Ascher sein Heimatsland Deutschland. בירן 1885 תלמוד s. 342:.מארץ הנזירה הוציאני ף ibid. s. 374: ונשמט מלפניו והלך לעיר אחרת. Er Weit sieh dann wahrscheinlich wie sein Amtskollege Isak aus Dören in Süddeutschland im Herzogtum Schwaben auf (שערי תרא Nr. 78). 9) S. D. Luzzatto, אבני זב רון P* 9 Amn. 1 bezieht das Datum in Jehudas Grabschrift auf die Auswanderung R• Aschers. Doch handelt es sieh dort

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