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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1916-01-01 · XI. (1916) · page 223

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XI. (1916)
Date
1916-01-01
Page
– (sequence 223)
Language
German
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IRI
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203 notorische Mitglieder der Synode. Noch am 15. Ab 1756 versicherte der Präsident R. Abraham b. R. Joske ans Lissa von der Synode Constantinow aus R. Jakob Emden, dass er durchaus nicht auf gegnerischer Seite stehe. Noch viel weniger aber tat er oder die damalige Synode einen Schritt gegen R. Jonatan, trotzdem R. Isaak b. Meir Eisenstadt seinem Freunde R. Jakob Emden meldete, dass der andere Synodalpräsident Abraham aus Lublin dieser Synode die Anregung gegeben habe, die R. Jonatan zugeschriebenen [sabbatianischen] Schriften und Amulette in den Bann zu tun 208). Das Urteil von Graetz 209J über die Tätigkeit der Synode in diesem Kampfe zwischen R. Jonatan und R. Jakob lautet folgendermassen: ״Jede Synodalversammlung war ein Kampfplatz gegen einander wütender Eibeschützer und Falkianer (der Rabbiner in Frankfurt, in Polen sehr bekannt, galt dort als Fahne). Noch toller als auf den polnischen Reichstagen ging es auf den Synoden zu. Je nachdem die eine oder die andere Partei zahlreicher oder von energischeren Parteigängern vertreten war, wurde die schwächere in den Bann getan“. Von all* dem herben Tadel steht indes in der angeführten Quelle — R. Jakob Emdens עדזת ביעקב S. 59 a — auch nicht ein Wort, trotzdem R. Jakob mit den Friedenskundgebungen der Synode höchst unzufrieden war. Die Synode wird überhaupt dort nicht erwähnt. Um so anmutender sind die Worte eines anderen Zeichners jener Epoche der synodalen Geschichte: ״Die Synode der Vier-Länder galt stets für ein unparteiisches, unbestechliches Tribunal in religiosen Angelegenheiten, was Emden selbst durch Anrufung ihres Urteils bekundete. Der günstige Ausfall derselben für Eibeschütz durfte Graetz nicht zu der Annahme bewegen, dass die Eibeschützer ihre Helfershelfer dorthin gesandt, um eine Pression auf die Versammlung zu üben“ 210). Auch ein Forscher aus jüngerer Zeitm) kennzeichnet Graetzens Auffassung als im Banne der Emdensehen Darstellung jener Vorgänge stehend. 208) Grunwald a. a. O. XH 124, ספר שמוש, S. 2 a f. 209l Gesch. X 406. 210) Cohn, Ehrenrettung des R. Jonatan Eibeschütz, a. a. O. S. 56. 211) Dukesz, חכמי אה״ו, S. 71 des heb!־. Teils.

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