Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XI. (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 201)
- Language
- German
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181 günstigen Verhältnisse“ zusehreiben, unter denen ״eine synagogale Baukunst (in Polen) sich entwickeln konnte“. ״Sie [die Erzrabbiner, Landrabbiner] versammelten die Synoden“ (Czacki a. a. 0. S. 96). ״Moses Mendelssohn wirkte auf seine Bekannten ein, dass sie bei König Friedrich II. von Preussen sich bemühen, dass durch seine Einflussnahme die Synode und der Gerichtshof der Vierländer zerstört werde“ (Schreiber, חוט המשולש החדש, Drohobycz 1908, S. 52 b Anm.). ״Die Synodalmitglieder wurden durch die freie Wahl der stimmfähigen Individuen berufen“ (Klemperer, E. Jonathan Eibenschütz a. a. 0. S. 188; vgl. jedoch diese Materialien I 12). ״Als zur Zeit des ש״ך die Versammlung der Synodal-Eabbiner stattfand, predigte der ש״ך und verweilte bei dem Satze in Ijob 87, 6 : ״Zum Eegen (שלג) spricht er, sei auf Erden (ארץ)“. Es ist bekannt, dass in Wilna שלג״“ bedeutende Männer der Thora sind, alle würdig für die Eabbinate in grossen Städten. Daher ziemt es, dass der Eabbiner aus unserer Stadt [Wilna] und die aus den anderen Städten Lithauens zu Vorstehern und Eabbinern der Vierländersynode gewählt werden. Dem stimmten damals die Vorsteher der Synode zu“ (Maggid-Steinschneider, עיר ווילנא a. a. 0. S. 6 Anm. 1). ״Man erzählt, dass dieser Hass [der polnischen Juden gegen die lithauischen] aus der Zeit stamme, als die Häupter, Eabbiner der Vierländer, und Vorsteher in Israel herrschten . . . Anstoss erregte die Erhebung und Bezahlung der Steuern an die Herren der Länder, die die Auflage für jeden Landesbezirk nach Gutdünken bestimmten. Hierbei gab es beständig Erörterungen, Forderungen und Eechtsstreitigkeiten zwischen den Landesvor- Stehern und ihren Untergebenen, bis im Laufe der Zeit der Hass in ihrem Herzen eine Stätte fand und die Juden Polens, zahlreicher, wohlhabender und stolzer, gegen die Juden Lithauens Ekel empfanden, die in der Minderzahl, von mittelmässiger Wohlhabenheit und bedrückten Gemütes waren. Indes ist dies nicht wahr. Wenn vielleicht Streitigkeiten herrschten, so haben wir davon nichts gehört, wie wir zur Genüge von dem Streit zwischen Chassidim und ihren Gegnern gehört haben .... So