Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 458)
- Language
- German
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394 רבו אלא אם כן היה . רחוק ממנו שלש פרסאות כנגד מחנה ישראל אמר להו לאו.אדעתאי. Tanchum, Sohn Rabbi Amis, kam einst nach חתר und trug yor, dass der Weizen, welcher פסח zu Mehl gestossen wird, unmittelbar vorher etwas angefeuchtet werden darf. ״Wie“?, hielt man dem Vortragenden vor, ״ist denn dein Lehrer R. Mani aus Zor1) nicht da? In der Baraita wird doch gelehrt, ein Schüler darf keine halachische Entscheidung treffen, ausser wenn er von dem Lehrer so weit entfernt ist, als der Raum des Lagers Israels in der Wüste betrug, nämlich drei Meilen (= 12 Mil)?“ ״Ich habe nicht daran gedacht2)“, gab Tanchum zur Antwort. — Dieser Ort חתר ist aber in der palästinensischen Geographie völlig unbekannt und wird auch sonst nirgends erwähnt. Die Regel לא ראינו אינה ראיה scheint mir hier nicht anwendbar sein zu sollen. Denn gleich darauf folgt eine zweite Erzählung, die mit den Worten anfängt: .רבי חייא חדיד. Da streichen Raschi und תוספות den Namen חייא und zwar mit Rücksicht auf Jeruschalmi SchebiithVI, 1. Es ist ja leicht möglich, dass ein Kopist sich irrte, חייא anstatt חוייה schrieb und es zwar bald merkte, aber doch das fehlerhafte Wort zu streichen unterliess. Diesem Beispiele folgend, scheint mir auch חפר anstatt unseres rätselhaften חתר zu lesen. Gemeint ist נת חפר, heute El Mesched, unweit südlich Zipori (Sepphoris) gelegen. Ich gründe meine Emendation auf eben denselben Jeruschalmi, ferner Jeruschalmi Gittin I, 2, Pesikta de Rab Kahana 172a und Tanchuma Achre 6. Überall wird hier, wo sich das Ereignis mit R. Tanchum wiederholt, חפר gelesen. Aus חפר mag nun später חתר entstanden sein. Noch sei zu erwähnen, dass Jeruschalmi Gittin a. a. 0. und Parallelstellen nicht wie Talmud Babli תנחום בר אמי, sondern תנחום בר ירמיה lesen. Auch hier ist es möglich, dass aus 'ירמי (mit Ab- ל Wo sein Wirkungskreis war* * das erfahren wir aus Talmud Jeru״ schalmi, s. w. *) לאו אדעתאי kommt häufig im Talmud vor. B. Berachoth 26; a über״ setzt es Raschi *לא נתתי לב und b.Schabbath 95a: לא תייתי זכור, was dasselbe ist. Ebenso das ייתי עלי דלא ידעית der Parallelstellen ()erüschalmi Schebiith ist עלי ausgefallen): fürwahr, daran dachte ich nicht Demnach kommt Frankels Folgerung (131 מבוא הירושלמי a s, v. רבי תנחום בר ירמיה) nicht mehr in Betracht. 4