Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- X. 1912 - 5673 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 343)
- Language
- German
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279 Mit dem Tamid für die Armen soll es wie bisher gehalten werden; jedoch erhält Esperanga Meatob eine Zulage von */2 Et. per Monat. Ferner kommt man überein, der Frau Witwe des sei. Herrn H. H. Ishac Jesurun fortan monatlich 15 Mk. zu bewilligen. Bei den derzeitigen rückständigen Verhältnissen der Gemeinde kann der Vorstand hierüber nicht hinausgehen, doch werde man bei vorkommenden Verteilungen ihre traurige Lage berücksichtigen. Der Witwe des sei. Roby Meatob sollen für dieses Mal 10 Et. als Geschenk zu den Feiertagen überwiesen werden. 5. s. M. Jacob Oeb beschwerte sich über Dr. Ishac Pereira, der ihn beim ״Nedergericht“ auf eine hohe Summe für ärztliche Behandlung seiner Angehörigen verklagt hatte. Er wünschte, man wolle Pereira veranlassen, seine Forderungen dem Vorstande oder aus unserer Gemeinde gewählten Schiedsrichtern zu unterbreiten; er werde bezahlen, was diese für recht befinden. — Man machte dem P. Vorwürfe darüber, dass er sich an die Landes-Gerichtsbehörde gewandt hatte, und suchte ihn im obigen Sinne zu beeinflussen. Er wollte sich aber höchstens zu einem Vergleich herbeilassen, andernfalls aber seinen Rechtsstreit da weiterführen, wo er ihn anhängig gemacht hatte. Der Vorstand musste es schliesslich aufgeben, auf die Parteien einzuwirken, und überliess es ihnen, ihr Recht zu suchen, wo sie wollten. 8. s. M. Dem H. H. Moseh Israel, dessen Kinder an heftigem Fieber erkrankt waren, wurden, da er sich nicht an Bikur Holim wenden mochte, 10 Rt. zur Krankenpflege bewilligt. Die Apothekerkosten soll indes die Hebrä zahlen. Dem Asser Luria gewährte man zwei Rt. als Beisteuer zu den fünf Rt., die es ihn, wie er sagte, kosten würde, seinen Sohn oder Enkel, der sich als Soldat hatte anwerben lassen, freizukaufen. Sara Abrabanel und Sara de Vargas erhielten auf ihre Bitte 8 resp. 6 Mark Vorschuss auf ihr Tamid, wobei alle Mitglieder des