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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1913-01-01 · X. 1912 - 5673 (1913) · page 317

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
X. 1912 - 5673 (1913)
Date
1913-01-01
Page
– (sequence 317)
Language
German
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253 19. s. M. Jeosua Habillio gab den Herren Ishac und Aron Senior das Versprechen, dass er dem Daniel Habilho für dessen Schwestern,, die er aus dem Hause verwiesen hatte, einen Verpflegungszuschuss von zwei Tlr. wöchentlich leisten werde. Dies wurde urkundlich eingetragen, um den Habilho eventuell zur Innehaltung zwingen zu können. 20. Ab. Sara de Palacios wurde aufgefordert, die auf den Prozess der Rahel de Lima und des Selomoh de Lima bezüglichen Papiere herauszugeben. Sie sandte solche durch ihren Onkel Paulo de Miläo1), unter Verschluss mit dem Siegel des verstorbenen Pedro de Palacios. Der Präsident nahm die Dokumente an sich, um sie* seinerzeit dem hierzu Berechtigten auszuliefern. Chacham Ishac Jessurun ersuchte, unter Hinweis auf seine gegenwärtige Notlage, um eine Beisteuer zur Verheiratung seiner Tochter. In Erwägung der hervorragenden Verdienste und grossen Tugenden des Genannten wurde, ungeachtet der beschränkten Verhältnisse der Gemeinde, einstimmig beschlossen, ihm 100 Et. zu bewilligen. 6. Elul. Die Herren H. H. sahen sich veranlasst, Klage darüber zu führen, dass Angehörige unserer Gemeinde intime Beziehungen mit"Nicht־Jüdinnen anknüpfen. Sie wünschen eine geeignete Strafe* für ein derartiges Vergehen verhängt zu sehen. Der Vorstand erklärte aber nach längerer Beratung, er sei ausser Stande hiergegen einzuschreiten, da man hierzu bei den hiesigen Richtern Erkundigungen über den jedesmaligen Sachverhalt einziehen müsste, was ihm nicht tunlich erscheine. ~~ Die H. H. wünschen ferner den Erlass einer Verordnung gegen die Anstoss erregenden Moden (trajes escandalozos), welche überdies zur Geldverschwendung führen. Es wird ihnen erwidert, man wolle, da das Jahr zu Ende gehe, hiervon absehen und solches» lieber dem nächstfolgenden Collegium überlassen. 1J Dieser bereits früher erwähnte Paulo de Miläo war Reeder und hat sich in Glückstadt ein Schiff bauen lassen (siehe Dr. Grunwalds »Die Juden als Rheder und Seefahrer*‘).

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