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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1912-01-01 · IX. 1911 - 5672 (1912) · page 440

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
IX. 1911 - 5672 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 440)
Language
German
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348 1 / Talmud Torä hätte hinreissen lassen, weil dieser den Manoel de Caceres (anscheinend Sohn des ersteren) gezüchtigt hatte. David de Caceres wird dieserhalb zu einigen Tagen Hausarrest und zu 10 Talern Strafe verurteilt; er muss überdies durch Verlesung eines Schriftsatzes öffentliche Abbitte leisten. In obiger Veranlassung wird nun folgende Verordnung (Ascamä) verkündet: ״In Anbetracht der Störungen, Ungebührlichkeiten und Ausschreitungen, welche von den Schülern der Talmud Torä gegen die Lehrer (robissim) und Vorsteher, denen sie unterstellt sind, begangen werden, verordnet der Vorstand, um derartigen Uebelständen und Störungen vorzubeugen, dass derjenige, welcher sich gegen einen der Vorsteher oder Lehrer einen Ungehorsam oder eine Unbotmässigkeit zu schulden kommen lässt, sich jeder Strafe unterwerfen muss, welche die Betreffenden über ihn verhängen, ohne dass sich die Eltern oder sonstigen Angehörigen einmischen dürfen, mag nun die Bestrafung zu Recht oder zu Unrecht erfolgt sein. Es steht diesen jedoch der Rekurs an den Vorstand frei, welcher sodann bestimmen wird, was in jedem einzelnen Falle angemessen erscheint. Jeder, der die erwähnten Lehrer oder irgend einen Beamten der Gemeinde wegen einer mit dessen Amte zusammenhängenden Handlung wörtlich oder tätlich beleidigt (gleichviel, ob mit oder ohne Grund), soll unnachsichtlich exemplarisch bestraft werden und zwar hat er sowohl die durch unsere heilige Religion vorgeschriebenen Strafen wie auch Geldbussen zu gewärtigen.“ Manuel de Campos ist von Egiquipe (?)*) hierher zurückgekehrt, um sich nach Amsterdam zu begeben. Wegen seiner grossen Bedürftigkeit werden ihm 5 Rt. bewilligt. Am 25. Nisan. Jacob de Campos aus Jerusalem bittet um Unterstützung für seine Familie sowie zur Verheiratung seiner Tochter. Da sich der Genannte in Veranlassung des Pascoa de Pessach eine längere Zeit hier aufgehalten hatte, liess man ihm den durch Verordnung festgesetzten Betrag von Rt. 4, sowie zur Bestreitung seines hiesigen Aufenthaltes Rt. 6 behändigen. 4) Manuel de Campos war einer der nach Serepique (Essequibo) Ausgewanderten (Siehe unter 25. Nissan 5418, Jahrb. VIII, S. 2341)

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