Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IX. 1911 - 5672 (1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- – (sequence 312)
- Language
- German
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220 Diese Numerierung ist von grosser Wichtigkeit für die Be- Stimmung der Autorschaft des einen oder des anderen Responsums und ihre Beachtung hätte Rapoport vor vielen Irrtümern in dieser Frage geschützt (siehe החלוץ VIII, 140, Müller, 23 ,מפתח ff.) Denn die Ueberschrift zu Nr. 1: דרב נחשון (ebenso im MS. Mich, im Texte!) kann sich höchstens auf diese Sammlung beziehen, also jedenfalls nicht über Nr. 15 hinausreichen. Ebenso bilden demnach Nr. 15—28, wie Nr. 29—45 selbständige anonyme neue Sammlungen und ebenso reichen die Responsen R. Meschullams (von Nr. 61) nicht [ über Nr. 66 hinaus, was schon der Stil der Nr. 67—69 (siehe unten zu diesen) sicher macht. Dadurch erklärt sich die Wiederholung von Nr. 28 in Nr. 59; Nr. 28 gehört nämlich einer anderen, der sechsten Sammlung an, während Nr. 59 aus der achten Sammlung berrübrt; das Responsum befand sich in diesen beiden Sammlungen (vgl. Müller, 24); ähnlich bei Harkary Nr. 12 und 374, Nr. 14 und 255, Nr. 15 und 248, Nr. 13 und 436 u. a. m. Und nun möchte ich versuchen, die Autorschaft der einzelnen Responsen sowie einzelner Sammlungen nach Möglichkeit zu bestimmen 1). Sammlung 4 und 5 (welche die Worterklärungen zu Aboda Zara, die im Codex vor Beginn der Responsen standen, und die Responsen Nr. 1—14 enthält) bis Nr. 1 von R. Nach sc hon (s. unten). Von Nr. 1 bis 6 incl. vielleicht von R. Nachschon; Nr. 1 jedoch in שערי צדק IV, 7 Nr. 25 im Namen R. Scheri'ras (Rappoport fol. 3 a) ebenso RGA. M. Alaschker Nr. 68 im Namen Scheriras; möglich ist auch, dass die Worte דרב נחשון eine Nachschrift zu den ״Erklärungen“ sind und dieses Responsum Nr. 1 demnach wirklich R. Scherira gehört, wofür auch der Stil zu sprechen scheint. Nr. 5 ist im Aruch s. v. איסטיסית im Namen Sara gehört und höchst wahrscheinlich, wie dieses Stil und Inhalt bezeugen, von demselben Gaon ist, erklärt sich dadurch, dass der Kopist sie von zwei Handschriften zusammengesetzt hatte, deren eine nur bis dahin reichte, wodurch auch die Unordnung in der Reihenfolge der Erklärungen verständlich wird. *) Siehe Müller 24 מפסח Anm. 6 (dieses Buch habe ich erst bei der Conectur benützen können); vgl. auch החליץ VIII, 140 ff.