Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VIII. 1910 - 5671 (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- – (sequence 564)
- Language
- German
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446 einige Wörter ungelesen, jedoch ohne, wie es scheint, etwas am Sinn vermissen za lassen. Der Verfasser erwähnt, dass er in Plock einen Waisenknaben Barach Mendel (Menachem) erziehen ließ and als Schwiegersohn ins Haas nahm. Dieser Barach Mendel (Menachem) Auerbach, der ziemlich jung gestorben ist, gehörte der gleichnamigen Kalischer Rabbinerfamilie an, die ihren Ursprung auf Joseph Garo zurückführt. Von ihm übernahm seine Tochter, Frau Henriette Jacobsohn in Samotschin, das Heft and übergab es später ihrem Neffen, dem seinem Großvater gleichnamigen Enkel. Von diesem, dem Rabbiner Barach Mendel (Menachem) Anerbach in Gollantsch, habe ich die Originalhandschrift erhalten. Bei der Drucklegung des kleinen Textes habe ich mich bemüht, die Rechtschreibang des Verfassers genau wiederzugeben, da sie in einer gewissen geistigen Verbindung mit dem ganzen durch ״Melizöt“ durchzogenen spätrabbinischen Stil steht. In demselben Sinne habe ich es ohne Änderungen übernommen, wenn u. a. der Verfasser die hebräischen Femininformen des Verbums durch die entsprechenden Maskulinformen ersetzt. Diese genaue Wiedergabe des Stils, der Grammatik und der Orthographie tragen m. E. dazu bei, das Zeitbild in seinen natürlichen Farben erscheinen zu lassen. Nur offenbare Schreibfehler habe ich verbessert. So veröffentliche ich hier die kleine Selbstbiographie, die Mosche Wasserzug seinen Nachkommen hinterlassen hat, als einen kleinen und unscheinbaren, aber nicht wertlosen Beitrag zur inneren Geschichte der nordostdeutschen und polnischen Juden.