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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 266

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 266)
Language
German
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147 •dass er von frühester Jugend bis zum spätesten Alter das Tborastudium pflegte und zu verbreiten suchte. Sondheimer, Hillel Wolf, lebte als Gelehrter 1783 in Fürth; er war der Sohn des Wolf Sondheim1) und der Rebecka, einer Tochter des R. Hillel Minz, der an der Lemle Moses Klaus in Mannheim als Rabbiner angestellt war und dem Familienstamm Katzenellenbogen angehörte2). 1783 bewarb er sich um die Rabbinerstelle in Aschaffenburg; seine Be- ׳Werbung blieb aber damals unberücksichtigt, bis er 1786 gewählt wurde und im Sommer 1788 die Stelle antrat. Er fungierte hier zunächst als More Zedek und erst vom Jahre 1803 an führt er den Titel eines Oberrabiners. Dort entfaltete -er 45 Jahre lang eine reich gesegnete Tätigkeit, bis er am 1. Adar II (2./3. März) 1832 im Alter von 83 Jahren sein Leben *beschloss3). Im Jahre 1830 stellte er für Moses Körner ein Empfehlungsschreiben aus (vgl. dessen רשפי, קשת S. 09). Steinb ach, Maier, einer der Fürtber Gelehrten zur .Zeit des R. Aron Samuel Kaydanower4), so genannt nach seinem Geburtsort Steinbach bei Langenzenn in Mittelfranken; seine Witwe Sorle starb 1776 in Fürth im Hause ihres Schwiegersohnes Lämle, der ein Sohn des R. Meir b. Ascher war5). Strauss, Samuel, Sohn des Rabbiners David Strauss in Fürtl1({)׳ wurde 1737 in Frankfurt a. M. geboren und ף Die Familie stammte wohl aus Sontheim bei Heilbronn. 2) Vgl. meine Kurpfalz S. 139 n. 3) Näheres über ihn bei Bamberger, Historische Berichte über die Juden der Stadt und des Fürstentums Aschaffenburg (Strassburg 1900), S. 43 ff. Irrtümlich ist dort R. Hillel wiederholt als Dajan in Fürth bezeichnet; er war aber nur Privatgelehrter und wird auch in einem Eintrag des Fürther Protokollbuches v. J. 1788 התורני, aber nicht דיין genannt. Dieser Eintrag erfolgte am 7. Ab, wenige Tage vor seiner Abreise nach Aschaffenburg. Siwan 1788 hielt er in Fürth eine Draschah und wurde darauf mit dem Morenutitel beehrt. 4) Vgl. אמונת שמלאל S. 3a; das. S. 25 c wird auch ein gelehrter R. David aus Steinbach erwähnt. 5) Vgl. Jahrbuch VI, 164; ein anderer Gelehrter namens R. Maier -Steinbach (vielleicht Enkel des hier Genannten) stand mit R. Josef b. Meir :Schnaittach in Briefwechsel; vgl. שו״ת ריב״ם שנייטוך S. 17b. 1 6) Vgl. Jahrbuch VI, 188.

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