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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 257

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 257)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486281--3191-3489557
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138 Vorstand abgelehnt. Sein Sohn Jona wird ebenfalls erwähnt. Ein anderer Sohn, Ottensoos, Elchanan, liess sich um die Mitte des 18. Jahrhunderts in Fürth nieder, wo er als Verleger mehrerer jüdischer Werke genannt wird. In den hierbei erteilten Approbationen wird er als angesehener Gelehrter bezeichnet. 1782 erhielt er, laut Protokollbuch, eine Unterstützung von der Gemeinde, um von hier abreisen zu können; dort wird auch sein. Sohn Meir genannt1). Ein dritter Sohn des Hirsch Ottensoos war Ottensosser David, geb. ums Jahr 17842),gest. 22. Mai 1858 in F ürth; er war der letzteaus dem Zeitalter der Bibelübersetzer und Bibelerklärer, die der Mendelssohn-Wessely sehen Schule angehörten und gewöhnlich als ״Biuristen“ bezeichnet werden. Aus seinem Geburtsort Fürth kam er sehr selten heraus und zeigte den Typus eines gelehrten Sonderlings. Bis an sein Lebensende unverheiratet, widmete er sich ganz und gar dem Lernen und Lehren. Solange die Talmudschule in Fürth bestand, genossen die meisten Jünger dieser Schule seinen Unterricht in der deutschen Sprache und Grammatik. Nach Auflösung der Schule erteilte er Privatunterricht und besorgte Korrekturen in der Zirndorfschen Buchdruckerei. Obgleich Autodidakt, besass er ein ziemlich umfangreiches Wissen; er war Kenner des Arabischen, der neueren Sprachen, der Geschichte und der Philosophie; allein; er blieb immer an der Oberfläche und v ersenkte sich nie in die Tiefen der Wissenschaft. Seine Uebersetzungen sind wörtlich ohne Eingehen in den Geist der hebräischen Sprache. Seine Geschichte der Juden ist eine flüchtige und oberflächliche Arbeit,, desgleichen seine rabbinische Chrestomathie und seine moralischen Erzählungen. Das Beste, was er geschrieben hat, sind die Briefe über den More Nebuchim. Er verfasste folgende Schriften: 1. Hebräische Erklärung zum Buch Jesaja (Fürth 1801). 2. Desgleichen zum Buch Ijob (das. 1805). 1J Ueber weitere Mitglieder der Familie Ottensoos s. Weinberg a. a.O. *) Ich schliesse dieses Geburtsjahr aus einer Bemerkung am Schluss seiner Uebersetzung des 1854) צרי היגק) wo es heisst: להשגתי ספר זה ואני בן שבעים שנה.

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