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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1911-01-01 · VIII. 1910 - 5671 (1911) · page 209

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
VIII. 1910 - 5671 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 209)
Language
German
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90 1698. Später verzog er nach Kitzingen (daher auch Bärmann Kitzingen genannt); dort beschloss er 1742 sein Leben und wurde in Rodelsee neben seinen zwei Söhnen Henoch und Josef, die kurz vorher gestorben waren, beerdigt. Näheres über ihn und seine Familie s. in meinen Blättern V, 92 und in meiner Kurpfalz S. 238 n. 2. Frankel, Chaggai Chanoch1) auch Henoch Levi und Morenu Henoch genannt, wurde ums Jahr 1620 in Prag als Sohn des Talmudgelehrten R. David Levi 2) geboren, der später als Rabbiner nach Eisenstadt berufen wurde. Seine Söhne Chaggai Chanoch und Chajim erhielten eine sorgfältige Er- Ziehung und wurden sowohl in hebräischen, als auch in profanen Fächern herangebildet. Hier verschwägerte er sich auch mit Koppel Frankel, dem reichsten Manne im Wiener Ghetto, dessen Tochter Ritschl dem damals schon durch Gelehrsamkeit und tiefes Wissen hervorragenden Henoch Levi die Hand zum Ehebund reichte, der infolge dieser Verbindung sich auch den Namen Fränkel beilegte. In Wien stand R. Chaggai Chanoch zu dem Rabbinat in naher Beziehung. Als aber 1670 die Juden von dort vertrieben wurden, verlegte er mit drei Schwägern seinen Wohnsitz nach Fürth, wo bereits drei Schwestern seiner Frau verheiratet waren3). Hier lebte R. Henoch Levi in behaglicher Ruhe seinen 0 Vgl. Kaufmann, letzte Vertreibung, S. 88 u. 196 ff.; meine Blätter Vf 94; siehe auch die Stammtafel im Anhang Beilage VII a. 2) Er hies auch David Abner und zählte sich zu R. Lippmann Hellers Verwandten. 8) Edel, Frau des Lämel b. Joel, starb 1698 (Kaufmann-Gedenkbuch S. 399); Hindel, Frau des Leser Schneior, starb 1686 (das.) (In der Grabschrift No. 65 muss am Schluss statt כ״ד 'n, was nicht stimmt, בכ״ד d. i. am 24. Siwan= 16. )uni gelesen werden, wie ich schon in meinen Blättern II, 52 bemerkt habe.); Freudei, Frau des Wolf Fürth, starb 1707 (das. S. 437); vgl. auch das S. 399 und meine Blätter V, 95 (wo das unter No. 5 verzeichnete Sterbedatum 14. Kislew 8. Dezember 1707 lauten sollte.) Die Grabschritt Im KaufmamrGedenkbuch S. 437 No. 94, die so, wie sie dort steht, unverständlich ist, muss wohl folgendermassen zusammengesetzt und ergänzt werden: פרייז^ ב, הקצין ופו׳ סגה זיוה והדרה רבמה בכי וקינה רדי לומדי תודה [תמכה]

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