Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VI. 1908 - 5669 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 196)
- Language
- German
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168 rituelle Entscheidungen und Controversen von ihm mitgeteilt; an beiden Stellen wird er als ההסיד המפורסם bezeichnet1). 7. Samuel aus Woydy sla w (1691—1694). R. Samuel. Sohn des gelehrten und angesehenen R. Urischrago Feibesch und Enkel des gelehrten R. Jehuda Löb aus Woydyslaw, hatte schon im Vaterhause dem Talmudstudium obgelegen und zu dessen Fortsetzung den Unterricht des R. Heschel und nach dessen Ableben jenen seines späteren Schwiegervaters, des hohen R. Löb in Krakau genossen. Er bekleidete zuerst eine Predigerstelle in Lemberg2), und wurde dann nach Szydlow in Kleinpolen berufen. Hier verfasste er seinen Kommentar zum 3. Teile des Schulchan Aruch, mit dessen Veröffentlichung er sich einen Ehrenplatz unter den Koryphäen jüdischer Gelehrsamkeit verschaffte. Die Gemeinde Fürth erfüllte es gewiss mit berechtigtem Stolz, den בית שמיאל als Zierde ihres Rabbinatssitzes in ihrer Mitte zu sehen. Im Spätjahr 1691 verlies er Szydlow, um nach Fürth überzusiedeln3). Er kam gewiss in der Absicht, hier länger zu verweilen und fand hier auch Gelegenheit, Schüler um sich zu sammeln und so für die Verbreitung der göttlichen Lehre tätig zu sein 4). י) Der Herausgeber der חידושי הלכות מו״ה העשיל nennt R. Wolf seinen Verwandten; cf. Brüll fahrb. VII, 187. Die dort von Brüll in Bezug auf Jahrb. V, 219 ausgesprochene Identität des R. Wolf ßutschatscher mit Wolf Levi in Frankfurt beruht auf Irrtum; jener war kein Levi, hiess nicht Levi und lebte nie in Frankfurt; auch der Hinweis auf שו״ת הינוך בית יהויא ändert nichts hieran. — Eine weitere von R. Wolf getroffene Anordnung wird im אשל אברהם (Frankfurt a. M. 1747) p. 92 erwähnt, wobei ihm R. Abraham Brod das ehrenvolle Epitheton םפודסם ביראה beilegt. *) Buber אגש♦ שם No. 539. *)>4m 27. August 1691 approbierte er in Breslau auf der Durchreise nach Fürth die erste Ausgabe des מג[ אברהם. Eine Anfrage von ihm an R. Jakob Reischer (1 שבות יעקכ No. 70) trägt die Unterschrift הק' שמואל בנסוע למחוז חפצו ק״ק פירדא. 4> Vgl. Vorwort zur 2. Ausgabe des בית שמואל (Fürth 1694), in welchem Verfasser seine Freude darüber ausspricht, in die «heilige und berühmte" Gemeinde Fürth gekommen zu sein, wo er Gelegenheit fand, mit lernbegierigen Schülern sein Wissen zu vertiefen.