Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 266)
- Language
- German
- Belongs to
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- Homer 1× ep/1025156
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206 Paael Yeder erscheint in Begleitung zweier Bürger und produciert ein Schriftstück (escrito) über 116, welchen Betrag Sus queizer (Süs Kaiser?) seiner Mutter Anna Veder schuldig geblieben sei. Er verlangt, dass dieser Betrag ihm aus dem Nachlass der Baqael queizer, Ehefrau des Genannten, bezahlt werde, denn nach den Landesgesetzen hafte diese für die Schulden des Ehemannes. Ueber diese Forderung vollzog der Komparent eine Kompromissurkunde, laut welcher er sich dem Schiedssprüche des Vorstandes unterwarf. Von obiger Forderung wurde dem Abräo Benueniste, als Curator (tutor) der verstorbenen Baquel Keizer, Mitteilung gemacht, damit er seinerseits seine Einwände Vorbringe. Man riet ihm, dieserhalb einen Rechtskundigen zu consultieren. Es wurde beschlossen, den Tudescos die Ethrogim (sidroins) zu bezahlen, welche man ihnen vom vorigen Jahre her schuldete. Der Schatzmeister Selomo Curiel soll es übernehmen, solche aus Venedig oder daher kommen zu lassen, wo es ihm am besten dünkt. Am 20. desselben. Der Antrag der Vorsteher der Talmud Torä, den Lehrern den ganzen 2. Tag Purim, den 38. Homer und den 15. Ab Urlaub zu geben, wurde abgelehnt, weil man an den einmal festgesetzten Verordnungen nichts ändern will. Jacob Mazaot und Mossd Penso waren auf der Strasse mit Messern aneinander geraten. Beiden wurde befohlen, bei Strafe der Berachä bis auf weiteren Befehl das Haus nicht zu verlassen. Da Mazaot den ersten und zweiten Befehl nicht beachtete, wurde ihm der dritte mit der Verwarnung zugestellt, dass ihn, wenn er wieder ohne ausdrückliche Erlaubnis das Haus verliesse, die Strafe des Bannes treffen würde. Trotzdem verstiess er wiederum gegen das Verbot und so wurde denn in der Haupt- Synagoge und in den Medrasim der Bann über ihn verkündet; dieser soll jedoch wieder aufgehoben werden, sobald er Reue an den Tag legt. Am 21. desselben. Jzaque Mazaot wendet sich an Selomo Curiel und teilt diesem namens seines Bruders Jacob mit, dass dieser sein Verhalten ernstlich bereue und bereit sei, alle Strafen zu erleiden, welche der