Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 246)
- Language
- German
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186 hier untergebracht waren, woselbst man sie aber nicht länger dulden wollte, so dass es, wie jene erklären, nötig sei, Schiffe (charruas) für sie za trachten, am sie fortzuschaffen. Diese Angelegenheit überwies der Vorstand den Herren Semael de Cäseres and David Milano, welche sich stets mit Werken der Wohltätigkeit und Misvot befassen und von deren Eifer der Vorstand überzeugt ist. Diese Herren sollen, wie bisher geschehen, die hier durchreisenden Armen mit Almosen in dem Masse unterstützen, wie sie für nötig erachten und ebenso verfahren wie bei den unlängst weiterbeförderten.- Joseph Francös hatte am Abend von Rosesanä in der Synagoge laute Reden geführt und die Ehrfurcht vor dem heiligen Orte, an welchem er sich befand, verletzt, auch sich gegen den Vorstand ungebührlich benommen. Dieser verfügte, dass er allerdings verpflichtet sei, das Amt als Vorsteher der Talmud Thora wahrzunehmen, gleichzeitig aber Fünfzig Mark für die Armenkasse (sedacä) bezahlen solle. Nähme man nicht Rücksicht auf seine Kränklichkeit, so würde man weit strenger gegen ihn vorgehen. Der Präsident Abräo Seneor und Abräo Levy Flores sind beauftragt, ihm eine scharfe Rüge zu erteilen. 6. Tisry. Da es Anstoss erregt, dass unanständige (jndesentes) Personen Freitags an den Türen betteln, wird verfügt, dass fortan nur die nachbenannten Personen, und zwar der Reihe nach, je einen Monat mit der Sammelbüchse herumgehen sollen. Der Schatzmeister hat den Betreffenden dem Armenpfleger (Gabay da Sedaca) namhaft za machen: H. Roby Leäo, Joseph Jezurun, Jeosua de Palasios, Mosd Abensur, Abräo Levy Flores, Selomo Coön, Joseph Abendana, Jacob Baruch Jzidro, Mossö Abudente, Abräo Fidanque, Abräo Chiläo, David Antunez. Man beriet darüber, was zu tun sei, um der Hausbettelei der Tudescos aus Altona und Wandsbek zu steuern. Es wurde beschlossen, das Liebeswerk (misua) für die Tudescos solle in bisheriger Weise fortgeführt werden. Die betreffenden Administratoren haben die hierfür freiwillig gespendeten Beträge einzufordern und die Namen derjenigen, welche die Zahlung ver-