Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- VII. 1909 - 5670 (1910)
- Date
- 1910-01-01
- Page
- – (sequence 244)
- Language
- German
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184 Am — El ul. In der Junta erschien H. H. Eoby Jzaque Yesurun. Er dankte gebührend für das ihm in Form eines Zuschusses zu den Reisekosten gemachte Geschenk und erklärte sich zu jeder Tätigkeit bereit, um das Wohl dieser Gemeinde zu fördern. Mit Rücksicht auf seine grosse Tugend (Frömmigkeit) und sein bedeutendes Wissen beschloss der Vorstand, ihm das Amt eines Oberrabbiners (Chacham Geral) zu übertragen 1). Ferner, da der Genannte in dem Medras Keter Thora zu fungieren (assistir) hat, soll er, damit sich alle seines Vortrages erfreuen können, jeden dritten Sabbath in der Hauptsynagoge predigen. Sein Gehalt wurde auf Mk. 300.— feztgesetzt. Am — desselben. Man verlas ein Schreiben des Eoby Mossö Atias, in welchem dieser von seinem Amte Abschied nimmt, weil er mit seiner Familie nach London zieht. Mit Rücksicht auf seine gute Amtsführung und, da er, wie dem Vorstande bekannt, Geld zur Bestreitung der Reisekosten nötig hat, wurde beschlossen, ihm Mk. 100.־־ zu bewilligen. Am — Elul. Es handelte sich um Ersatz für Mossö Atias bei der Talmud Torä. Beschlossen: Eoby Palache soll den Unterricht in den höheren Eiassen (meninos de mayor lessäo) erteilen, während für die kleineren Kinder ein Hülfslehrer anzustellen ist. Hierzu erbot sich der Samäs Abram de Campos, welcher betonte, dass er bedürftig sei und dass seine Tätigkeit als Samäs hierunter nicht leiden würde, da erforderlichen Falles seine Söhne für ihn eintreten. Man beschloss, ihm dieses Amt mit einem Salair von Mk. — pro Jahr zu übertragen, doch müsse er sich verpflichten, die Kinder an den christlichen Feiertagen von der ״Herrlichkeit* zur Schule zu geleiten und wieder zurück zu führen, damit ihnen kein Leid widerfährt. 28. Elul. Wahl der 5 Herren, welche während des nächsten Jahres zusammen mit den zweien des bisherigen Vorstandes, fungieren sollen. *) Chacham fizchak }eschurun war demnach der erste, welcher in Hamburg den Titel ״Oberrabbiner* geführt hat.