Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- V. 1907 - 5668 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- – (sequence 219)
- Language
- German
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Nachträge. Von sefardischen Einwanderungen weissaucheine im Posenschen verbreitete Sage zu erzählen. Spanische Yertriebene kamen auf ihrer Wanderung nach dem fernen Osten und sprachen ״) פה ליןHier weilen“). So entstand der Name ״Polen“ 1). Isaak ha-Sefardi war in der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts Leibarzt der polnischen Könige, lebte in Lernborg und Krakau und starb 1510. R. Josef Cohen, der 1591 als Rabbiner in Krakau starb, war ein Ururenkel des R. Akiba Cohen Zedek, Rabbiners in Saloniki, der zu den spanischen Vertriebenen — wohl des Jahres 1492 — gehörte. R. Isaak ha־S e f a r d i war ein Jugendfreund und Studiengenosse des R. Chajim b. Bezalel, der in Posen geboren, ein Schüler des R. Salomo Loria (מהרש׳ ל) und des R. Schechna, ein Studienfreund des R. Mose Isserles war und um 1549 nach Deutschland kam. Ein Abraham ha-Sefardi soll der Erbauer der grossen Synagoge in P r z e m y s 1 sein. Nachkommen des im sechzehnten Jahrhundert blühenden R. Samuel Lanajado (La Naja im nördlichen Spanien) weiden im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert in Polen genannt. Josef Lima, der dem neunzehnten Jahrhundert angehört, wohnte in P i n s k. Abar banell werden 1834 auch in Ostro wo, Bojanowo und Frau- Stadt erwähnt. Die bekannte polnische Rabbinerfamilie Chajoth leitet ihre Abstammung von sephardischem und provengalischem Ursprünge ab2). Vielleicht war sefardischerHerkunft Alexander Süsskind b. Mose קאנטשיגרו(Consuegra, südöstlich von Toledo?), dessen 1747 מצנפת בד in Zolkiew gedruckt worden ist, und desgleichen die Familie Rosanes, von denen Glieder im achtzehnten Jahrhundert in Konstantinopel, um 1800 in Minsk (Abraham Abele b. Zebi Hirsch, Verfasser des מהזה אברהם, Wilna 1862) und in der ersten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts in Brody sich finden. Der 1637 als Lemberger Rabbiner verstorbene R. Salomo b. Isaak Abraham Halewi soll ein Enkel des ') Mitteilung des Herrn Prof. Berliner-Berlin, der die Erzählung in seiner Jugend in Obersitzko hörte. 2) Wetstein, הרופאים הראש נים בקראקא in 1007 המצפה Nr. 33 S. 0, Michael, Or ha-Chajim S. 389, האסיף IV, Warschau 1887, S. 198, Belinson, 1 שלמי אמוני ישראל 88, III 173, Verz. sämtl. natur. Israel. S. 1, 33, 44, Waiden S. 93 f.