Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- V. 1907 - 5668 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- – (sequence 210)
- Language
- German
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138 erscheinen, einen Kommentar zu den Klageliedern. Vezlar (sic) wird 1860 in Wilna genannt1). Aus Wien wurden die Juden 1600 und 1670 vertrieben. Ihrer finden wir in Polen vielfach wieder. R. Mose Mordechai b. Samuel Margalioth war Rabbiner in Wien und hielt sich 1603 in Krakau auf, wo er 1616 starb. 1637 lebte in Posen der ״erhabene“ R. Mose Wiener, der 1640 als einer der reichsten Gemeindemitglieder bezeichnet wird. 1631 wird dort Frau Rösel Wienerin als Hebamme genannt und zur selben Zeit Josbel aus Wien. Der Sohn des R. Veitei Munk, der 1630 als Rabbiner von Wien starb, war R. Zebi Hirsch, Rabbiner in P10 t z k. Salomo b. Simcha ha-Cohen Rapaport kam von Wien nach Krakau, wo er 1664 Landesältester war. R. Avigdor ben Schneior, ein geborener Wiener, Rabbiner in Opatow, Constantinow und Glogau, wo er 1678 starb, verliess seine Heimat lange vor 1670. R. Jakob, um 1655 Rabbiner in Wien, war der Vater des R. Abraham, genannt Abba Mari, der in mehreren litauischen Gemeinden Rabbiner war. Zu den Exulanten von 1670 gehörten wohl die Lissaer Salomo Isaak, ״der Wiener“, der 1695 und Salomon Abraham Wiener, der von 170822־ genannt wird; sicherlich ist dies der Fall bei R. Isaak Mei'r Teomim-Fraenkel, der Rabbiner in Z 0 l k i e w wurde, Simon b. Efrajim Juda, der gleichfalls in Zolkiew sich niederliess, Abraham b. Benjamin Wolf Briske, der nach Brzesc in Litauen ging, Naftali Hirsch Oettingen, dem bereits genannten, der in Schwersenz eine Stätte fand — hier werden noch 1834 Abraham und Salomo Wiener genannt — Aron b. Me*1r, einem bedeutenden Grammatiker, der nach Lissa sich wandte und Samuel Phoebus Katz, der vielleicht nur vorübergehend in Polen sich aufhielt und 1673 auf der kleinpolnischen Landessynode zu Pinczow sein לקט שמואל (Venedig 1694) approbieren Hess. Auch der Rabbiner in Kowel (Volhynien) und Lemberg R. Naftali Hirz Aschkenasi, der 1712 starb, und der eben genannte Abba Mari werden zu ihnen gezählt. Nach Krotoschin *) Jew. Enc. III 346, ßenjakob א Nr 42, Brann, Gesch. des jüd.-theol. Seminars [Breslau 1904] S. 200.