Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- IV. 1906 - 5667 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- – (sequence 292)
- Language
- German
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Die Grenzen des Westjordanlandes bei der Besetzung durch die aus Babel heimkehrenden Exulanten*). Von Geometer lsaac Goldhor in Rosch-Pina. Vorliegende Abhandlung ist nicht der erste Versuch, die Ortsnamen nachzuweisen, welche die Grenzen des heiligen Landes bezeichnen, soweit dasselbe von den heimkehrenden Exulanten zur Zeit Esras in Besitz genommen und für heilig erklärt wurde (נתקדשה בקדושת הארץ ונתזדיבה במעשרות ובשביעית), die Ortsnamen, die als Landesgrenze in der Tosefta (Schebiit IV, 10), Sifre (Ekeb § 51) und Talmud Jeruschalmi (Schebiit VI, 2) aufgezählt werden. — Versuche, diese Namen zu erklären, finden sich bei R. Joseph Schwarz ״Das heilige Land“, bei Neubauer ״La geographie du Talmud“ und bei Dr. H. Hildesheimer ״Beiträge zur Geographie Palästinas“. Meine Resultate jedoch entfernen sich von den ihrigen auf der ganzen Grenzlinie, nur betreffs der Küstenorte am mittelländischen Meere stimmen wir überein, vom Rand des Meeres aber und weiter gehen unsere Meinungen weit auseinander. Glücklicherweise besitzen wir, wie oben erwähnt, die Auf- Zahlung der Grenzorte aus talmudischer Zeit dreimal an ganz verschiedenen Stellen, in der Tosefta, demSifrdund dem Jeruschalmi^ sodass wir die Schreibfehler und Verstümmelungen, die im Laufe der Zeit nach der Natur der Sache bei der Ueberlieferung unbekannter, verschollener Ortsnamen entstanden sind, durch Ver- *) Der Einsender dieses Artikels, der sich jahrelang an Ort und Stelle mit der wissenschaftlichen Erforschung des heiligen Landes befasst hat, arbeitet im Aufträge der JüdischLiterarischen Gesellschaft an einer umfassen״ den geographischen Beschreibung des ganzen Landes.