Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- (I.) 1903 - 5664 (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 273)
- Language
- German
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267 4169/70 gelebt haben, da R. (Jhisda selbst in diesem Jahre starb. R. Jehuda Nessia II ist nicht lange nach Rab Jehnda, nach 4059 gestorben während der Unruhen, welche die Metibta von Tiberias so schwer trafen, und seinen Sohn und ]Nachfolger R. Gamliel veranlassten, den Sitz des Patriarchats nach Cäsarea zu verlegen. Auf R. Gamliel folgte R. Jehuda Nessia III mit einer Regiernngszeit von ungefähr 40 Jahren. Dieser ist der letzte Nassi, der im Jeruschalmi erwähnt wird. Sein Sohn R. Hillel, der 419—20 (859—390) sein grosses Werk der Bestimmung der Monatsbeginne und Schaltjahre bis zur Erlösungszeit ausführte, kann nicht mehr erwähnt werden, da die Schreckenstaten des Gallus und Ursicinus einige Jahre vorher den• vorzeitigen Abschluss des Jeruschalmi herbeigeführt hatten. Schluss. Als es nach der Zerstörung des Tempels galt, das Synhedrin ungeschwächt zu erhalten, ergriff R. Joehanan b. Sakkai für den damals noch unmündigen Spross des Fürstenhauses, Rabban Gamliel von Jabne, mit starker Hand die Zügel der Regierung und wurde zum unvergesslichen Wohltäter seines Volkes. Unser Rabbi Joehanan ähnelt darin seinem älteren Namensverwandten dass er zweihundert Jahre später, als durch das Fehlen eines geeigneten Nassi einige Jahre lang keine Zentralhochschule im Heiligen Lande vorhanden war, durch Gründung des Synhedrin von Tiberias die zerstreuten Kräfte noch einmal sammelte und ein halbes Jahrhundert hindurch durch seinen persönlichen Einfluss das Thorastudium im Heiligen Lande zu hoher Blüte brachte. Die dankbare Nachwelt hat diese Grosstaten nicht vergessen, und einer der ersten Lehrer und Leiter der späteren Zeit, R. Moses b. Maimon, kleidet diese dankbare Anerkennung in die kurzen aber inhaltsvollen Worte: ר‘ יוחנן חיבר הנמרא הירושלמית בארץ ישראל אחר חרבן הבית בקרוב שלש מאות שנה ״Und R. Joehanan verfasste die jerusalemitische Gemara im. Lande Israel nahe an 300 Jahre nach der Zerstörung des Tempels.“ Die im Obigen mitgeteilten Forschungen Halevy’s lassen uns diese Worte richtig verstehen. Nahe an dreihundert Jahre nach der Zerstörung des Tempels, um das Jahr 415 (355), lag der Jeruschalmi schon in der Form vor, wie er auf die Nachweit gekommen. Der grösste Teil desselben wurde unter R.